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Einladung zum Stöbern: |
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Börsengeschichte |
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Rückblick Nun folgen Sie uns bitte in die Vergangenheit und zu großen Namen aus dem (gefährlichen) Börsenjahr 1987, in dem es im Herbst einen Börsencrash gab: DWS mit optimistischer Markteinschätzung zu Höchstkursen Kostolany mit Aktionärs-Schelte |
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Sommer 1987: DWS optimistisch |
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Wir präsentieren einen Bericht, der unmittelbar vor dem 1987er Börsencrash von der Deutschen Gesellschaft für Wertpapiersparen (DWS) in einem Börsenbrief veröffentlicht wurde. Dort heißt es: "Für die Investment-Anlage bietet sich auch in den kommenden Monaten (...) ein unverändert günstiges Umfeld. Die der Deutschen Bank AG nahestendene DWS rechnet mit einer Fortsetzung der stabilen Verfassung des deutschen Aktienmarktes. Gelegentliche Konsolidierungsphasen sollten den Gesamttrend dabei nicht nachhaltig beeinträchtigen. (...) Angesichts der günstigen fundamentalen Faktoren könnte sich auch das Auslandsinteresse wieder verstärken." Wer hätte hier nicht gekauft? Ein paar Wochen später rasselten deutsche Aktien über 40 Prozent in die Tiefe. Sie brauchten anschließend zwei Jahre, um die Verluste wieder aufzuholen. |
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Altmeister Kostolany mit Aktionärs-Schelte |
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Im Juni 1987, wird über die aktuelle Meinung von "Börsen-Guru" André Kostolanly berichtet: "Von den Insidern spekuliere im Augenblick kaum mehr einer an den deutschen Börsen. Hier sei im Augenblick nämlich kein Geld zu machen. Sie haben während des Booms der letzten Jahre reichlich abkassiert und sind längst ausgestiegen. Im Augenblick ist an Bundesdeutschlands Börsen die Zeit der "Zittrigen" angebrochen, die weder über das erforderliche Kleingeld noch über die Geduld, aber schon gar nicht über das Feeling verfügen, um aus den Gesamtzusammenhängen messerscharf die nötigen Schlußfolgerungen ziehen zu können". Kostolany lag (auch) damals mit seiner Einschätzung richtig. |
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Kennen Sie noch NIXDORF? |
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Mitte 1987 gab es viele positive Unternehmensmeldungen, die es Anlegern leicht machten, in Aktien zu investieren. Beispiel NIXDORF: Der Vorstand spendierte im Juni 1987 seinen Aktionären einen schönen Ausblick in die Zukunft: Headline NIXDORF BRILLIERT "Am meisten beeindruckte der zweistellige Umsatzzuwachs im ersten Quartal. Nachdem bereits 1986 das bisher beste Jahr in der Firmengeschichte der Paderborner war, setzt sich die über dem Branchendurchschnitt liegende Geschäftsentwicklung fort. Der Vostandsvorsitzende Dr. Luft wagte denn auch die kühne Prognose, den Umsatz bis 1990/1991 zu verdoppeln. Dieser Voraussage liegt das schon zur Tradition gewordene Umsatzwachstum von 20 Prozent pro Jahr zugrunde. In Amerika und Asien, wo man erst am Anfang der Expansion steht, wird dabei das stärkste Wachstum erzielt. Das Unternehmen verschwand 1990 vom Kurszettel. Siemens rettete Nixdorf vor der Pleite. Ähnlichkeiten mit vergleichbaren Börsenstars von heute gibt es tatsächlich - aber hoffentlich nicht mit dem gleichen schwerwiegenden Ausgang. |
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Apple lebt immer noch |
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Mehrere Leben scheint es auch für APPLE zu geben. Aus heutiger Sicht ist der - ernstgemeinte - Bericht einer Börsenfachzeitschrift aus 1987 amüsant zu lesen. Dort werden in einem Bericht über Computeraktien neben "IBM" ("Die Vorstellung der neuen PC-Generation rechtfertigt das Vertrauen der Anleger."), "COMMODORE" ("immer für Überraschungen gut"), "ATARI" ("Gewinn pro Aktie vervierfacht, Durststrecke beendet") auch "HEWLETT PACKARD" ("entwickelt Prozess-Rechner, die Industrie-Roboter steuern") zum Kauf empfohlen. Zu APPLE hieß es damals: "Die PCs sind zwar teuer, aber großartig in Ihrer technischen Leistungsfähigkeit. Auch die Fähigkeit zur Innovation ist bei den Apple-Leuten höher einzuschätzen als bei vielen anderen Konkurrenten. Noch immer hat Apple einen gewissen Touch von Hippie-Romantik, viele der System-Layouter sehen so aus, als ob die 60er Jahre noch nicht vorbei wären. Angeblich soll auch eine neue PC-Baureihe kurz vor der Vollendung stehen, die die Konkurrenz das Fürchten lehren sollte. Die Aktie stellt eine klare Kaufposition dar." Apple-Aktien kosteten damals 50 US-Dollar und rutschten unmittelbar nach dem Bericht unter 30 US-Dollar ab. Davon konnte sich die Aktie nicht mehr erholen. Sie kletterte zwar Anfang der 90er Jahre auf 72 US-Dollar, aber fiel anschließend wieder bis 13 US-Dollar (1997). |
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