Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 01.09.2003. |
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29.08.2003 DOW JONES 9415,82, S + P 500 1008,03, NASDAQ100 1341,34 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung Zu 1.
Den Anstieg des Dow Jones gab es im Zusammenhang mit einer negativen Divergenz der A/D-Linie (Bericht vom 08.08.2003). Allerdings reagierte der Dow Jones darauf besonders heftig: Es gab nicht nur eine Aufwärtsreaktion, sondern sogar ein neues Zwischenhoch. Nur: Die Rallye dürfte ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, weil der Indikator bedeutend stärker kletterte als der Standardwerteindex. Die zugrundeliegende Mechanik: Am Anfang ziehen die schwergewichtigen, großen Aktien den Markt nach oben. Am Ende der Aufwärtsbewegung werden Gewinne mitgenommen und freiwerdende Gelder bei den kleineren, renditestärkeren Unternehmen umverteilt. Das läßt schließlich die A/D-Linie klettern. Zu 2. Die in der A/D-Linie aufgedeckte Marktmechanik zeigt sich ebenfalls anhand des Russell2000, der sich dadurch auch als Kontrollindikator einsetzen läßt. Seit Mai 2003 tendiert der Nebenwerteindex fester als der Standardwerteindex. In den vergangenen Tagen ging die Schere zwischen beiden Indikatoren weiter auseinander - ein weiterer Hinweis auf die nahe Top-Bildung. Zu 3. Aus dem Zusammenspiel zwischen Umsatz- und Kursentwicklung läßt sich allerdings noch kein kurzfristiges Verkaufsignal ableiten (mittel- und langfristig ist der Markt dagegen überfällig für eine Abwärtsbewegung).
Es erscheint deshalb möglich, daß der Dow Jones eine Aufwärtsbewegung startet und ein neues Zwischenhoch markiert, bevor er den Rückwärtsgang einlegt. Zu 4. Seit Mitte August läuft der Computerindex dem NASDAQ Composite nach oben voraus. Das war ein Verkaufsignal, auf das der Markt bislang nicht reagierte. Zumindest eine technische Abwärtsreaktion sollte es darauf noch geben. Allerdings beschleunigte sich das in der vergangenen Woche nicht mehr, sondern beide Indikatoren liefen parallel zueinander. Für eine kurzfristige Wende nach unten sollten die Computeraktien deutlich fester tendieren als der Gesamtmarkt. Zu 5. Solange Microsoft schwach bleibt, kann im Gegenzug die Technologiebörse ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Für das aktuelle Szenario bedeutet das: Gibt es Anfang dieser Woche eine Top-Bildung, sollte idealerweise vorher die Microsoft-Aktie geklettert sein. ** ** 01.09.2003, 14:10 Uhr, DAX 3554: Der DAX kletterte seit vergangenen Freitag rund 2 Prozent. Er nahm dadurch eine freundliche Wall Street-Entwicklung vorweg. Die US-Börsen können dadurch morgen rund 1,5 Prozent zulegen, ohne daß der DAX ihnen folgt. Dann würde Wall Street dem Umsatzindikator folgen, zunächst klettern und dann fallen. Aber auch diese Variante ist möglich, weil mittel- bis langfristige Umsatzindikatoren schon abwärts zeigen, die Computeraktien und Microsoft ihre positive Divergenzen schnell zeigen könnten und die A/D-Linie mit Russell2000 bereits ein kurzfristiges Verkaufsignal lieferten: Legen die US-Märkte gleich am Diensteg den Rückwärtsgang ein, dürfte sich der Ausflug des DAX über die 3.500er Marke schnell als Bullenfalle zeigen. Einige Insider werden im voraus handeln: Dann dürften sich heute im Tagesverlauf und morgen Vormittag weitere Warnsignale zeigen. |
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29.08.2003: Deutscher Aktienindex 3549,05
Seit der DAX die Hürde von 3.400 Punkten überwand, verstärkt sich die Ausrichtung der Marktteilnehmer auf Sicherheitsinvestments. Sie sehen das anhand des fallenden CMI S/R-Ratio (Wert unter null besagt, daß die renditestarken Aktien im CMI Depot überwiegen) und des steigenden CMI Depots (der Anstieg signalisiert kontinuierlichen Kapitalzufluß). Das läßt aus dem Blickwinkel des CMI Analysesystems zwei Möglichkeiten zu: 1. Die mittel- bis langfristige Top-Bildung findet jetzt statt, der DAX wird in ein paar Wochen deutlich tiefer notieren als heute. 2. Die skeptischen Marktteilnehmer haben sich falsch ausgerichtet und müßten bei einer Fortsetzung des Anstiegs neu disponieren. Das könnte den DAX kräftig weiter steigen lassen. Für welche Variante wird sich der DAX entscheiden? Nachfolgend sehen Sie, daß im Bereich 3.495/3540 ein markanter Widerstand verläuft:
Der ARMS-Index steigt, wenn Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung mit großem Umsatzvolumen unter Druck geraten. In den vergangenen 5 Tagen war das jedesmal mit Überschreiten der Hürde von 3.500 Punkten der Fall. Ausnahme am 29.08.: Hier war die Kaufbereitschaft vorübergehend groß genug, daß der ARMS-Index stark zurückfiel - was ein mögliches Erschöpfungshoch des Marktes kennzeichnen würde. Die nachfolgende Grafik zeigt, daß die Eurex-Spekulanten mit fallendem DAX skeptischer wurden und die Aktienbesitzer immer noch an ihren Papieren festhalten, weil sie von einem Anstieg des Marktes ausgehen:
Der DAX Future Umsatzindikator fiel mit dem DAX = neutral. Viel Spannender ist dagegen der Indikator Aktienvolumen: Mit seiner positiven Divergenz signalisiert er, daß seit Mitte August viel neues Kapital in den Markt geflossen ist, aber trotz des Rückschlags wenig abgezogen wurde. Die meisten Aktionäre setzen auf steigende Notierungen - ein klassisches Verkaufsignal, denn: Diese Marktteilnehmer treffen ihre Entscheidungen aufgrund der vorherrschenden Meinung in den Massenmedien. Wenn die Mehrheit auf steigende Kurse setzt, weil die Massenmedien ein gutes Investitionsklima vorgaukeln, dürfte der obere Umkehrpunkt erreicht sein. Ob es schon DER mittel- bis langfristige obere Umkerpunkt sein wird, hängt auch vom Verkaufsdruck in den nächsten Tagen ab. Bleiben die Umsätze niedrig, würde die aktuelle Situation von früheren Korrekturphasen abweichen:
Im Juni und Anfang August folgten auf die positive Divergenz fallende Notierungen. Einen Kursanstieg gab es insbesondere dann, wenn die Umsätze mit steigendem DAX niedrig blieben. Deshalb dürfte der DAX mit hoher Wahrscheinlichkeit kein neues Hoch mehr markieren und Anfang kommender Woche am Widerstand 3.530/3.550 scheitern. |