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Analysen + Indikatoren
Das erwartet uns in der nächsten Woche

Deutscher Aktienindex, US-Aktien

Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 13./16.02.2004.

(Vorwoche 06.02.2004).




13.02.2004, DOW JONES 10627, S + P 500 1145,81, NASDAQ100 1484,47

Markttechnik USA

1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik

2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate |

3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert)

4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003)

5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003)

Bewertung

Zu 1.

Die Aufwärtsbewegung kam zwar wie in der vergangenen Woche erwartet zustande, aber die Aktien an der NYSE kletterten zu schnell. Das sorgte auch bei der A/D-Linie für einen Höhenflug - ein Warnsignal. Das aktuelle Niveau des Indikators kann als neutral bis leicht überhitzt beschrieben werden.

Zu 2.

Positiv im 5-Tages-Chart: Während der Dow Jones vergangenen Freitag über der Ausgangsbasis vom 09.02. notierte, fiel der Russell2000 stärker zurück. Wenn Nebenwerte verkauft werden, spricht das für schlechte Stimmung bei den Kleinanlegern - ein antizyklisches Kaufsignal.

Zu 3.

Nach dem Kaufsignal in der Vorwoche, stellt sich der Indikator nach den jüngsten Kurssteigerungen - trotz des Rückschlags - als neutral dar. Das ist zwar eine Verschlechterung des Indikators im Vergleich zur Vorwoche. Aber der amerikanische Aktienmarkt kann trotzdem noch steigen, weil die anderen Indikatoren weiterhin eine Aufwärtsbewegung erlauben würden.

Zu 4.

Die schwache Tendenz der Computerwerte ist eine gute Chance für den Aktienmarkt: Wenn die "Volksaktien" auf den Verkaufslisten stehen, entspricht das der Marktmechanik eines unteren Umkehrpunktes. Der Indikator zeigt wie bei früheren Turnaround-Situationen stark aufwärts, was größeres Aufwärtspotential ermöglicht.

Zu 5.

Microsoft blieb in der vergangenen Woche mit der gesamten Computerbranche schwächer. Interpretation: Einige Marktteilnehmer steigen bei der Softwareaktie aus, weil andere Index-Schwergewichte an der Nasdaq eine bessere Performance versprechen. Mit einer solchen Indikatormechanik kann es in den nächsten Tagen aufwärts gehen.

**

Mit dem jüngsten Rückschlag wurde die kurzfristige leichte Überhitzung des Marktes abgebaut. Weil die Indikatoren mehrheitlich aufwärts zeigen und die Kaufsignal-Hürde in den USA regelmäßig niedrig ist, erscheint es möglich, daß amerikanische Aktien steigen können. Obwohl es seitens der NYSE A/D-Linie und des Dow Jones Umsatzindikators keine neuen Kaufsignale gibt, könnten die Aufwärtsimpulse der anderen Indikatoren für einige freundliche Börsentage ausreichen.

(Vorwoche 06.02.2004).

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13.02.2004: Deutscher Aktienindex 4057,05

Die Indikatoren Aktienvolumen und A/D-Linie signalisieren, daß die Konsolidierung bald beendet sein dürfte. Als zugrunde liegende Marktmechanik dürften nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wieder folgende Thesen anzuwenden sein:

1. Tendieren beide Indikatoren schwächer als der Gesamtmarkt, ist der Aufwärtstrend intakt. Seitwärtsbewegungen stellen vorübergehende Konsolidierungsphasen und keine Vorbereitungen auf Topbildungen dar.

2. Die Aufwärtsbewegung dürfte so lange anhalten, bis die Indikatoren dem DAX nach oben voraus laufen.

In der nachfolgenden Grafik sehen Sie, daß das Kriterium "schwächer als der DAX" erfüllt ist:

Während der DAX im Bereich der Zwischenhochs von Anfang Januar und vom 02.02. notiert, liegen beide Indikatoren deutlich darunter. Auf die negative Divergenz kommt es an, denn sie zeigt, daß aufgrund der Zukunftssorgen

1. die Marktteilnehmer der Aufwärtsbewegung nicht trauen, geringe Mittel in den Markt stecken und dabei nur wenige Aktien bevorzugen

und

2. der DAX mit hoher Marktbreite und hohem Volumen fällt. Die Marktteilnehmer verkaufen während Abwärtsbewegungen wahllos, trendlos ihre Aktien und zwar in größerem Umfang als zuvor gekauft wurde.

Das alles sind Hinweise auf eine Unterkühlung des Marktes, was regelmäßig an unteren Umkehrpunkten geschieht. Ich gehe deshalb davon aus, daß die aktuelle Schwäche nur vorübergehend stattfindet und der DAX schon in den nächsten Tagen entlang des seit März 2003 bestehenden Aufwärtstrends klettern dürfte.

Neben A/D-Linie und Aktienvolumen ist das durchschnittliche Ordervolumen im DAX (DOID) ebenfalls ein nützlicher Indikator. Die nachfolgende Grafik zeigt ihn auf Tagesbasis:

Dabei ist seit Monaten gültig: Untere Wendepunkte wurden von einem niedrigen DOID begleitet, während Aufwärtsbewegungen regelmäßig mit einem steigenden Indikator einher gingen. Allerdings scheint oberhalb von 52.000/53.000 Euro der Deckel drauf zu sein. In den vergangenen Wochen scheiterte der DAX mehrfach an der 4200 Punkte-Hürde, was zweimal mit hohem DOID stattfand.

Interpretation: In Konsolidierungsphasen halten sich die professionellen Vermögensverwalter mit An- und Verkaufen zurück, während sie am Ende einer Rallye ihr letztes Pulver verschießen und in großem Umfang handeln.

Das kann für Intraday-Kursbewegungen genutzt werden:

Als am 13.02. der DOID-Wert bei DAX 4120 abrutschte, wurde angezeigt, daß die professionellen Vermögensverwalter als Marktstütze wegfielen. Daß der DAX anschließend den Rückwärtsgang einlegte, entspricht der beobachteten Marktmechanik.

Am Nachmittag änderte sich das Bild: Als der DAX in Richtung 4050 Punkte fiel, kehrten die Profis an den Markt zurück, worauf sich der DAX stabilisierte. Es erscheint deshalb gut vorstellbar, daß der Bereich 4040/4050 für professionelle Vermögensverwalter eine gute Einstiegsgelegenheit darstellte. Hohe Umsätze, zeitweise sogar Panikverkäufe, ermöglichten umfangreiche Käufe zu günstigen Kursen. Dadurch entstand eine Unterstützungszone, die die Basis für den nächsten Anstieg sein könnte. Es bliebt die Erkenntnis: Mit einem steigenden DOID-Wert, möglichst von niedrigem Niveau kommend, verbessern sich (Intraday) die Chancen für eine Aufwärtsbewegung des DAX.

Bei der Interpretation des DOID-Wertes ist jedoch folgendes beachtenswert: Als 2001/2002 die Versicherungsgesellschaften ihre Aktienquote senkten, geschah das marktschonend mit kleinen Aktienpaketen. Damals gab es das Phänomen, daß schon kurz nach der Eröffnung der DOID-Wert zügig in die Knie ging - vergleichbar mit dem 13.02.2004. Das konnte auch immer wieder im Tagesverlauf geschehen: Wegen geringer Aufnahmefähigkeit des Marktes zerhackten die Verkäufer ihre Orders, um möglichst schnell große Summen zu erlösen. Und: Der Verkaufsdruck wurde größer, die Aufnahmefähigkeit immer geringer, so daß die Kurse unter Druck gerieten.

Danach war klar: ein niedriger DOID-Wert ließ immer eine Talfahrt erwarten. Die Handelsregel war bis Ende März 2003 gültig. Im Tages-Chart oben erkennbar: Als der DOID-Wert seinen Tiefpunkt erreichte, hatte der DAX seinen Höhepunkt der Talfahrt bereits überschritten. Der niedrige DOID-Wert von 23.735 Euro war kein Verkaufsignal mehr. Heute kann der Indikator so interpretiert werden, daß die Profis damals die schlechte Stimmung und den Verkaufsdruck dazu nutzten, in Ruhe die kleinen Aktienpakete einzusammeln (wie z.B. am 13.02.2004 - allerdings auf einem anderen Niveau).

Deshalb: Sollte es in den nächsten Wochen Verkaufsignale von A/D-Linie und Aktienvolumen geben und klettert DOID gleichzeitig auf ein neues Hoch oder bis in den Bereich 50.000/52.000 Euro, dürfte dadurch das Ende des seit März 2003 bestehenden Aufwärtstrends eingeleitet werden.

Es wird auch brisant, wenn der DOID-Wert überraschend stark fällt, die Börse wieder an mehreren aufeinander folgenden Tagen mit kleinen Aktienpaketen bombardiert wird. Dann könnten professionelle Vermögensverwalter dahinter stecken, die erneut ihre Aktienquote senken (müssen) oder gut informierte Profis, die davon Wind bekommen haben und im Vorfeld schnell short-Positionen aufbauen. Beides geschieht zunächst marktschonend und unauffällig, ohne daß in der Öffentlichkeit darüber berichtet wird. Aber aufgrund der Erfahrungen in den vergangenen Jahren sollte es möglich sein, daß Moving Markets-Depot auf solche Ereignosse vorzubereiten.

Bis dahin erscheint es weiterhin aussichtsreich, auf steigende Notierungen zu setzen.

(Vorwoche 06.02.2004).


GERT SCHMIDT FINANZINFORMATIONEN