Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 19./22.03.2004. |
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19.03.2004, DOW JONES 10186, S + P 500 1109, NASDAQ100 1398 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung folgt am Nachmittag 22.03.2004 Zu 1. Um es noch einmal klarzustellen: die NYSE A/D-Linie weist mit ihrer positiven Divergenz auf einen mittel- bis langfristigen oberen Umkehrpunkt des Marktes hin. Die Marktteilnehmer vernachlässigten die großen Blue Chips, um ihre Mittel bei den (renditestärkeren) Nebenwerten unterzubringen. Seit September 2003, als der Dow Jones bei 9500 Punkten notierte, besteht dieses Warnsignal, ohne daß der Markt daraufhin einknickte. Ich halte das nicht für eine neue Handelsregel. Statt dessen gehe ich davon aus, daß der Markt das Verkaufsignal vorübergehend ignoriert, um dann, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen, besonders stark den Rückwärtsgang einzulegen. Weil die Ausgangsbasis des Verkaufsignals bzw. der Umverteilung von starken in schwache Hände bei 9500 liegt, dürfte der Dow Jones am Ende der erwarteten Abwärtsbewegung deutlich unter der Marke notieren. WANN jedoch der Zeitpunkt für diese Talfahrt gekommen ist, läßt sich aus der A/D-Linie allein nicht ableiten. Dazu sollten die anderen Indikatoren weitere Hinweise liefern. Zu 2. Zu Beginn vergangener Woche tendierte der Dow Jones vorübergehend fester als der Russell 2000, worauf der Markt eine Gegenbewegung nach oben einleitete. Am Freitag fiel der Dow Jones etwas stärker zurück als der Nebenwerteindex. Das war ein neues Verkaufsignal. Die leichtere Tendenz dürfte sich deshalb zu Beginn dieser Woche fortsetzen. Solange der Dow Jones schwächer notiert als der Russell2000, bleibt das Abwärtspotential erhalten. Zu 3. Das Zusammenspiel zwischen Kurs- und Umsatzentwicklung ist positiv. Der Umsatzindikator fiel insbesondere am Freitag stärker zurück als der Dow Jones, was signalisiert, daß 1. mehr Geld abgezogen wurde als zuvor in den Markt geflossen ist 2. jetzt mehr Kapital an der Seitenlinie für neue Investments zur Verfügung steht Die Voraussetzung für eine Gegenbewegung nach oben sind dadurch gegeben. Zu 4. Computeraktien bewegten sich in der vergangenen Woche parallel zum Markt, was als neutral einzustufen ist. Über den Wochenvergleich hinaus, auf Monatsbasis, bleibt das seit Ende Januar bestehende Kaufsignal gültig. Zu 5. Das Zusammenspiel zwischen Microsoft als Kontraindikator und dem Nasdaq100 funktionierte in der vergangenen Woche: Als das Softwareunternehmen ab ca. 12pm in die Gewinnzone kletterte und als Outperformer tendierte, legte der Nasdaq100 den Rückwärtsgang ein. Das Verkaufsignal führte schnell zu fallenden Notierungen. Bleibt die Intraday-Marktmechanik bestehen, dürfte auch die Abwärtsbewegung des NASDAQ100 weitergehen. Positiv ist jedoch die schwache Tendenz des Softwarehauses seit Ende Januar zu bewerten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtsbewegung des Marktes wächst dadurch. ** ** Während die NYSE A/D-Linie kurzfristig, auf Sicht von 1 bis 5 Tagen, kaum aussagekräftig erscheint, sind die Computerwerte/Microsoft besser geeignet. Mit ihrer Intraday-Entwicklung dürfte die Bodenbildung erkennbar sein: Sollte sich der Markt stabilisieren, dürfte es im Vorfeld besonders schwache Computeraktien bzw. eine schwache Microsoftaktie geben. Geschieht das, erscheint es ratsam, short-Positionen glattzustellen, bzw. - wegen der ungeklärte Rolle der NYSE A/D-Linie - die Risiken auf der short-Seite geringer zu halten. Mögliches Szenario: leichtere Tendenz zum Wochenbeginn, ab Wochenmitte Kurserholung. |
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19.03.2004: Deutscher Aktienindex 3915,38 Die wichtigste Erkenntnis in der vergangenen Woche waren die Verkaufsignale von CMI Germany und A/D-Linie nach bekannten Mustern. In der nachfolgenden Grafik sind die charakteristischen Spitzen der Indikatoren an den oberen Umkehrpunkten des DAX markiert:
Im intakten Abwärtstrend gilt seit Beginn der Indikatorbeobachtungen (seit 1999/2000) die Handelsregel, dass obere Umkehrpunkte des Marktes regelmäßig von einem Vorauslaufen von A/D-Linie und CMI Germany markiert werden. Die positiven Divergenzen der Indikatoren stellen danach kein Kaufsignal dar. Statt dessen zeigen sie an, dass 1. viel Kapital in Richtung der Standardwerte fließt 2. wahllos, trendlos der Markt in seiner Gesamtbreite gekauft wird 3. die Marktteilnehmer keine Branchen bevorzugen 4. professionelle Vermögensverwalter ihre DAX Investments auf eine breitere Basis stellen, damit sie bei fallenden Notierungen das Risiko gleichmäßiger verteilen. 5. möglicherweise Insider ihre Positionen auf fallende Kurse ausrichten, während die ahnungslose "Masse" an einen Aufschwung glaubt. Positive Medienberichterstattung sorgt dabei regelmäßig für gute Stimmung und den Leichtsinn der Marktteilnehmer. So heißt es zum Beispiel bei BR-Online: 17.03.2004 11:10 Gute Stimmung an Dt. Börsen Die Stimmung an den Deutschen Börsen ist recht gut. Und das heißt, die Aktien, die in der letzten Zeit besonders gelitten haben, können Boden gutmachen. So verteuern sich Tui um 4,5 Prozent. Allianz kommen um 1,3 Prozent voran, hier helfen offensichtlich die Zahlen von der Münchener Rück, diese haben die Erwartungen übertroffen, die Anleger honorieren das mit einem Aufschlag von rund 3 Prozent. Auch BASF übertraf die Prognosen. Die Anleger sind erleichtert. BASF kommen um 3,3 Prozent voran. BMW blickt wie ja eben auch in den Wirtschaftsnachrichten gemeldet optimistisch in die Zukunft, die Anleger auch. BMW sind nun 1,6 Prozent mehr wert und das heißt um die 34 Euro je Aktie. Insgesamt gewinnt der DAX zunehmend an Fahrt. Er steigt um 25 Punkte auf 3.847. Aus dem Blickwinkel antizyklischer Investmententscheidungen war die Kombination aus guten Nachrichten, steigender A/D-Linie, einem CMI Germany, der die Aufwärtsbewegung des DAX nicht so mitmachte ein treffsicheres Verkaufsignal. Die Short Positionen, am 16.03. bei 3832 Punkten und am 17.03. bei 3861 Punkten eingegangen, hätten danach gehalten werden können, obwohl der DAX eine charttechnische Widerstandsmarke überwinden konnte. Die stärksten Verkaufsignale gab es dann am 19.03., als die A/D-Linie überdurchschnittlich zulegte und CMI Germany dem DAX nach oben vorauslief - beides zusammengenommen eine typische Top-Bildung Indikatorkombination, die es in der Vergangenheit desöfteren gab und die Sie auch in Zukunft an oberen Umkehrpunkten regelmäßig sehen werden. Die Abwärtsbewegung des Marktes dürfte solange weitergehen, bis die Indikatoren um 180 Grad gedreht den unteren Umkehrpunkt anzeigen: Eine stärker als der DAX fallende A/D-Linie und überdurchschnittlich fallender CMI Germany aber dann gleichzeitig kein neues DAX-Tief. Die nachfolgende Grafik zeigt ein weiteres typisches Verkaufsignal (historische Beispiele mit Erläuterungen 09.02.2001 und 26.01.2001, 05.04.2002):
Als der DAX am 17.03. dem DAX nach oben voraus lief, geschah das mit wachsendem Interesse der Aktienhändler, die, angelockt von positiven Medienberichten, von einem Ende der Talfahrt ausgingen. Es gab an dem Tag viele Gewinner mit zu großem Kapitalzufluss, so dass wenig frisches Geld nachfließen konnte. Das Zusammenspiel zwischen DAX und Aktienvolumen dürfte während der Bodenbildung in den nächsten Tagen/Wochen für ein Kaufsignal sorgen. Die Talfahrt dürfte ihrem Ende entgegengehen, wenn der Indikator dem DAX nach unten voraus läuft. Dann fällt der DAX mit hohem Volumen und hoher Marktbreite - ein Hinweis auf Panikverkäufe und damit übertriebenem Pessimismus. Aus dem Blickwinkel der Charttechnik taucht der DAX unterhalb von 3800 Punkten in eine Unterstützungszone ein, in der der DAX praktisch jederzeit nach oben drehen kann. Die oben beschriebenen Indikatoren sollen dabei 1. die voraussichtliche Dauer der Talfahrt 2. den nächsten potentiellen unteren Umkehrpunkt anzeigen. In dieser Woche u. a. schwerpunktmäßig im Blick: Indikatoren CMI Germany, A/D-Linie, Aktienvolumen. |