Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 23./26.04.2004. |
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23.04.2004, DOW JONES 10.472,84, S + P 500 1.140,60, NASDAQ100 1.497,01 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung Zu 1. Die NYSE A/D-Linie blieb in der vergangenen Woche gedrückt, so daß von dem Indikator kein neues Abwärtspotential ausgeht. Der Microsoft-Anstieg könnte am Freitag für die schwache A/D-Linie gesorgt haben, denn das Softwareunternehmen profitierten von umfangreichen Kapitalzuflüssen (s.u.), so daß es dem Gesamtmarkt nicht mehr zur Verfügung stand. Zu 2. Der Russell2000 weist gegenüber dem Dow Jones weiterhin eine Outperformance auf, die in der Vergangenheit regelmäßig zu fallenden Notierungen bei den Blue Chip-Indizes sorgte. Deshalb kann es praktisch jederzeit mit US-Aktien abwärts gehen - und zwar mit kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive. Sollte der Russell2000 Intraday seine Outperformance fortsetzen, würde das die Top-Bildung einleiten. Zu 3. Steigende Umsätze mit steigenden Notierungen - erstmals seit einigen Monaten ein Verkaufsignal. Es bleibt solange gültig, bis die positive Divergenz des Umsatzindikators abgebaut wurde. Solange der Indikator stärker steigt als der Dow Jones, dürfte "der Deckel drauf" sein, kann der Markt nicht nach oben vorauslaufen. Beispiele: Bewertungen vom 22.11.2002 und 03.08.2001 Zu 4. Die feste Tendenz der Computerbranche bewerte ich als neues Verkaufsignal. Zu 5. Der für Microsoft-Verhältnisse explosionsartige Anstieg der Aktie um knapp 7 Prozent in zwei Tagen - mit dem höchsten Umsatz aller Zeiten -, weckt die Phantasie, was an den Märkten in den nächsten Tagen geschehen könnte: * Unter der Voraussetzung, daß Microsoft als Kontraindikator und Hinweisgeber für Insidertransaktionen angesehen werden kann, ist der kräftige Anstieg ungewöhnlich. * Normalerweise haben die Insider viel Zeit, sich in Ruhe und vor allem zu niedrigen Kursen zu engagieren. Wahrscheinlich taten sie das auch in den vergangenen Monaten. * Wenn jetzt die Aktie so stark zulegt, könnte das ein Hinweis dafür sein, daß die Insider mit ihren Positionierungen abgeschlossen haben und nicht mehr kaufen wollen. * Möglicherweise haben die Insider sogar Kenntnis von einem kurzfristig bevorstehenden, negativen Ereignis, so daß sie besonders schnell ihre Microsoft-Käufe starten mußten. Wer in großem Umfang bei einem Unternehmen investiert, das 52 Mrd USD freie Mittel zur Verfügung, hat, http://de.biz.yahoo.com/040227/318/3wk4o.html, sucht eine herausragende Qualität im Bereich der Sicherheitsinvestments. ** ** Angesichts der Warnsignale des Umsatzindikators und der Microsoft-Aktie könnte es in den nächsten Tagen/Wochen turbulent an den Märkten werden. |
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23.04.2004: Deutscher Aktienindex 4.103,62 Um die Markttechnik zwischen den Ereignissen von 2000 und heute vergleichen zu können, hier noch einmal die A/D-Linie von damals, die bereits in der Bewertung vom 12.03.2004 verwendet wurde:
Dem Absturz vom hohen Niveau ging eine mehrmonatige Seitwärtsbewegung mit überdurchschnittlichem Anstieg der A/D-Linie voraus. Aufgrund der guten Stimmung an der Börse legten die Märkte nicht sofort den Rückwärtsgang ein, sondern die Insider hatten genug Zeit, ihre Gewinne aus den spekulativen Indexschwergewichten sicherzustellen und freiwerdende Mittel bei den renditestärkeren Indexleichtgewichten unterzubringen. Dabei gelten folgende Thesen: 1. Je länger vor einer Topbildung die Aufwärtsbewegung andauert und je größer die Gewinne sind, desto umfangreicher dürfte die anschließende Branchenrotation verlaufen. 2. Die Topbildung nähert sich ihrem Ende und der Markt legt den Rückwärtsgang ein, wenn die A/D-Linie überdurchschnittlich zulegt. Auf die aktuelle Situation übertragen bedeutet das:
Die DAX A/D-Linie kletterte in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich. Ein Scheitern des DAX am bisherigen Zwischenhoch im Bereich 4170/4180 ist wahrscheinlich. Heute gab es innerhalb des Tages Indikatorbewegungen, die auf den möglichen Ausstieg von Insidern hinweisen:
CMI Germany fiel kurz nach der Eröffnung kräftig zurück, während der LS Indikator in ähnlichem Umfang kletterte. Interpretation: Kapital wurde abgezogen, während freiwerdende Mittel bei den Indexleichtgewichten untergebracht wurden - eine typische Branchenrotation im Rahmen der erwarteten Topbildung. Außerdem bewegten sich die Gewinne/Renditen-Indikatoren, wie es im Rahmen einer Top Bildung regelmäßig geschieht. Um 9:55 Uhr schrieb ich heute zu den Indikatoren: Sie zeigen Intraday sensibel an, ob ein Markt preiswert (negative Divergenzen = Kaufsignal) oder teuer wird (positive Divergenzen = Verkaufsignal). Die Marktteilnehmer schichten bei einem oberen Umkehrpunkt in Richtung der renditestarken Index-Leichtgewichte um, was A/D-Linie und LS-Indikator steigen und beim Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV positive Divergenzen entstehen läßt. Sollten die Gewinne/Rendite-Indikatoren heute innerhalb des Tages dem DAX nach oben vorauslaufen, wäre das ein Hinweis für neue Top-Bildungs-Umschichtungen.
Als die Indikatoren zur Mittagszeit zu klettern begannen, legte der DAX entsprechend der Indikatormechanik den Rückwärtsgang ein. Als das Anleihe/Aktien-Ratio am Nachmittag weiter kletterte und das DAX KGV stabil blieb, bevorzugten die Marktteilnehmer die Indexleichtgewichte, was den Markt verteuerte, obwohl der DAX fiel. Mit einer solchen Marktmechanik wurden in der Vergangenheit regelmäßig obere Umkehrpunkte markiert. Interessantes Detail: Um 14:49 Uhr erreichten die Indikatoren ein neues Zwischenhoch, während der DAX nur die 4120 Punktemarke testete. Nach der Veröffentlichung von US Wirtschaftsdaten nutzten einige Marktteilnehmer die Kaufbereitschaft, um die Branchenrotation bzw. die Umverteilung von "starken in schwache Hände" beschleunigt fortzuführen. Das wird auch durch die hohen Umsätze dokumentiert:
(obere Flächengrafik: DAX Future Umsatz | untere Flächengrafik: Aktien Umsatz.) Die Umsatzspitzen am Nachmittag fanden parallel zu den Umschichtungen statt. Als die Gewinne/Renditen-Indikatoren überdurchschnittlich zulegten, kletterten auch die Umsätze, insbesondere beim DAX Future. An den oberen Intraday Wendepunkten zur Eröffnung, nach 14:30 Uhr und gegen 16:00 Uhr konnten gut informierte Marktteilnehmer die erhöhten Kurse und die Kaufbereitschaft der schwachen Hände nutzen, um auszusteigen bzw. Short zu gehen. Nach der Indikatorentwicklung von heute erscheint es gut möglich, daß der DAX das Tageshoch von 4129 Punkten vorerst nicht mehr überschreitet und zu Beginn der nächsten Woche den Rückwärtsgang einlegt. |