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Analysen + Indikatoren
Das erwartet uns in der nächsten Woche

Deutscher Aktienindex, US-Aktien

Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 03./05./06.09.2004.

Vorwoche




03.09.2004, DOW JONES 10.260, S + P 500 1113,63, NASDAQ100 1371,82

Markttechnik USA

1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik

2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate |

3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert)

4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003)

5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003)

Bewertung vom 06.09.2004

Zu 1.

Der beschleunigte Anstieg der A/D-Linie ist ein Warnsignal, daß es besser ist, nicht allzu leichtsinnig auf steigende Notierungen zu setzen.

Die Bewertung vom 20.08.2004 gilt weiterhin.

Zu 2.

Uneinheitlich/neutral: Während der Russell2000 zum Wochenbeginn schneller als der Dow Jones kletterte, fiel er am Freitag deutlicher zurück. Daraus läßt sich keine neue Trendaussage ableiten. Der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt.

Zu 3.

Die nachfolgende Grafik zeigt das Zusammenspiel zwischen Umsatzindikator und Dow Jones :

Markant dabei: Bevor der Dow Jones im April und Juni den Rückwärtsgang einlegte (Bullenfalle im Juni), entstand jedesmal eine kurzfristige positive Divergenz des Umsatzindikators. Das war jedesmal der Vorbote für den potentiellen oberen Umkehrpunkt. Ohne ein solches Warnsignal dürfte sich der im August begonnene Anstieg fortsetzen. Deshalb bleiben Long Positionen weiterhin aussichtsreich.

Aber: Sollte es in den nächsten Tagen eine positive Divergenz geben, die mit April und Juni vergleichbar ist, wäre das ein starkes Warnsignal. Denn zusammen mit der stark gestiegenen A/D-Linie könnte sich daraus ein oberer Umkehrpunkt entwickeln. Bis dahin könnte der Dow Jones jedoch schon an der 10.400/10.600 Punkte-Marke kratzen.

Zu 4.

Schwache Computeraktien lieferten in der vergangenen Woche Kaufsignale. Weil sie "Volksaktien" sind, verunsicherte ihre Talfahrt (angeführt von Intel, die über 7 Prozent fielen) zahlreiche Marktteilnehmer. Das unterstützt als Kontraindikator die Aufwärtsbewegung an den Märkten.

Zu 5.

Als Microsoft in der vergangenen Woche dem Nasdaq100 nach oben voraus lief, war das die Vorbereitung auf den Rückschlag am Freitag. Durch die Abwärtsbewegung wurde die Situation bereinigt, so daß der Indikator jetzt eine neutrale Marktsituation beschreibt.

** **

Insgesamt kann festgestellt werden, daß die positiven Aspekte überwiegen, so daß sich die Aufwärtsbewegung der US Märkte in der kommenden Woche fortsetzen dürfte.

Besondere Bedeutung hat der Dow Jones Umsatzindikator: Bleibt er gedrückt, kann die Rallye weitergehen.

Sollte er jedoch stärker als der Dow Jones zulegen, wird es kritisch: Denn es können dann auch die Intraday Indikatoren schnell auf eine Top Bildung umschalten. Eine Seitwärtsbewegung mit freundlicher Grundtendenz und Warnsignale sämtlicher Indikatoren über einen Tag hinweg könnte im ungünstigen Fall schon ausreichen.

Bis dahin gilt: Long Positionen halten.

** **

03.09.2004: Deutscher Aktienindex 3866,99

Bewertung vom 05.09.2004

Im Forum lieferte ein Moving Markets Leser ein interessantes Statement:

"Cosmo-Trend.de sagt, daß ab Donnerstag, den 02.09.2004 ein Rückschlagspotential 10 - 12 % zu erwarten ist."

Meine Antwort darauf lautete:

"Millionäre arbeiten, Milliardäre haben einen Astrologen.

Natürlich ist etwas dran an den Konstellationen, die zweifelsfrei mit Sonne/Mars/Pluto auf besondere Ereignisse hinweisen.

Die Autoren vergleichen wahrscheinlich die aktuelle Situation mit der ähnlichen Sonne/Mars/Pluto Konstellation von 2002.Damals gab es einen Kursrutsch von 3200 auf 2600 Punkte.

Wiederholt sich das, würde das die stark steigende NYSE A/D-Linie erklären.

Aber die Frage ist, ob überhaupt vergleichbare Situationen vorherrschen.

Die Indikatoranalyse von damals zeigt es:

http://www.movingmarkets.de/trends/archiv/20020906charts.htm

Es herrschte damals seit Monaten eine gute Stimmung (ifo Geschäftsklima, Indikator Aktienvolumen), so daß unbedingt mit einem Rückschlag gerechnet werden mußte.

Der Transformationsprozes (Stirb und Werde bei Mars/Pluto) wurde damals in Gang gesetzt. Aber es könnte seitdem eine Zeitenwende gegeben haben. Während 2002 noch der Blick durch die rosa Brille beliebt war, wird heute überwiegend schwarzgemalt.

Der Transformationsprozes, der diesmal von Mars/Pluto angestoßen wird, könnte deshalb ein Schritt zum POSITIVEN sein. Die zugrundeliegende Umwandlung würde dann alte, negative Sichtweisen beenden und neue, bessere Perspektiven entstehen lassen.

Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt, denn eine Seitwärtsbewegung der Märkte ist bei dieser astrologischen Konstellation nahezu ausgeschlossen! "

Das als seriös einzustufende Statement der Zeitschrift "Astrologie heute" schreibt dazu im Ausblick auf die 37. Kalenderwoche:

"Eine spannungsgeladene und konfliktträchtige Woche erwartet Sie, wobei wichtige Entscheidungen in dieser Woche fallen dürften. Klärung ist angesagt, wahrscheinlich sind auch einige tief greifende Umwälzungen. In vielen Fällen werden Machtfragen jeder Art im Zentrum stehen . ob es sich dabei um offene Gewalt und Kontrolle handelt, um versteckte Manipulation oder aber um passiven Widerstand, Verweigerung oder Provokation der bestehenden Macht- und Autoritätsstrukturen; immer geht es letztlich darum, wer die wirkliche Macht hat. (...) Unlautere Machenschaften und politische Spiele dürften genauso zum Thema werden wie der Umgang mit eigenen und gesellschaftlichen Tabuthemen. Letztlich geht es darum, zum Kern der eigenen Motivation vorzudringen und herauszufinden, was hinter oder unter dem vordergründigen Verhalten steckt."

Zur Astrologie vertrete ich die Meinung, daß es immer wieder interessante parallele Abläufe der Planetenkonstellationen und den Ereignissen auf der Erde gibt.

Ein hervorragender Astrologe, vielleicht gibt es davon ein Duzend auf der Welt, könnte ohne Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge Börsenprognosen mit hoher Trefferquote abliefern. Ein Teil von ihnen und deren Auftraggeber werden mit Sicherheit in den nächsten Tagen in bedeutendem Umfang positioniert sein. Denn es ist zu erwarten, daß mit den voraussichtlichen Kursschwankungen und der richtigen Position erhebliche Spekulationsgewinne möglich werden.

Wenn es wirklich so negativ wird wie beschrieben, würde es die Märkte, die gerade dabei sind, einen Aufwärtstrend zu entwickeln, kalt erwischen.

Allerdings ist auch eine optimistischere Sichtweise möglich, indem die These aufgestellt wird, daß positive Energien freigesetzt werden und daß die Astrologen zu depressiv in die Zukunft schauen. Die Bewertung und daraus abzuleitende Schlußfolgerungen sind für den durchschnittlichen, professionellen Astrologen nie eindeutig. Nur eine Handvoll Beobachter dürfte heute schon in den Fingerspitzen spüren, vielleicht auch wissen, was in den nächsten Tagen geschehen wird.

Mögliches Motto für die nächsten Tage: Die Zeit des Lamentierens ist vorbei. In die Hände spucken und MACHEN.

Weil die Kursbewegungen in den nächsten 10 Tagen dynamisch verlaufen dürften, lohnt es sich weiterhin, die Indikatoren intensiv zu betrachten, um dann die Entscheidung zu treffen, Long Positionen zu verstärken oder die Aktienbestände mit Short Positionen abzusichern. Im Moving Markets Depot stehen dazu rund 2.400 EUR freie Barmittel zur Verfügung.

Wohin werden sich die Märkte bewegen?

Die Indikatoren A/D-Linie und Aktienvolumen werden dabei im Mittelpunkt der Beobachtungen stehen. Beide liefern grundsätzlich Kaufsignale, wenn sie schwächer als der DAX tendieren - erkennbar anhand des Aufschwungs im Herbst 2003.

Dann geschah etwas Neues: Als im März/April 2004 die A/D-Linie stärker als der DAX kletterte aber gleichzeitig Aktienvolumen in die Knie ging, war das ein Hinweis auf die bevorstehende Top Bildung (Bewertung vom 16.04.2004). Kapitalabzug bei gleichzeitiger Umverteilung freiwerdender Mittel in Richtung der Indexleichtgewichte führte zu einem oberen Wendepunkt.

Aber davon ist der DAX ein gutes Stück entfernt, denn zur Zeit besteht eine Indikatorsituation, die mit Herbst 2003 vergleichbar ist: Aktienvolumen und A/D-Linie hinken dem DAX hinterher - ein Kaufsignal, das auf eine anhaltende Aufwärtsbewegung hinweist.

Allerdings gibt es ein Warnsignal: Aktienvolumen blieb in den vergangenen Tagen so schwach, daß der Indikator dadurch an die Ereignisse von Mitte April erinnert. Auch im April 2004 fiel Infineon mit hohen Umsätzen!

Das ist eine mögliche Parallele zur Top Bildung des DAX im April.

Allerdings fehlt dazu der typische Verlauf der A/D-Linie bei einem oberen Umkehrpunkt. Solange der Indikator dem DAX hinterher hinkt, kann von einem intakten Aufwärtstrend ausgegangen werden - zumal sich die fundamentale Situation deutlich besser darstellt als vor fünf Monaten (Bewertung vom 20.08.2004). Deshalb besteht zur Zeit noch kein Handlungsbedarf, die Aktien im Musterdepot abzusichern.

ABER: Sollte sich das in den nächsten Tagen ändern und läuft die A/D-Linie dem DAX nach oben voraus, könnte sich daraus ein oberer Umkehrpunkt entwickeln. Dann werde ich die Absicherung des Musterdepots mit einer Short Position erwägen.

Ein weiterer Frühindikator ist die Münchener Rück Aktie: Ihre Schwäche war in den vergangenen Monaten ein Vorbote für bevorstehend fallende Notierungen. Der Titel erreichte auch im April kein neues Hoch mehr, während der DAX noch kletterte.

Profitiert die Aktie von Kapitalzufluß (steigender CMI Wert), wäre das ein positives Signal, das das Szenario von bevorstehend steigenden Notierungen stützen dürfte.

Kommende Woche im Mittelpunkt der Beobachtungen:

* A/D-Linie (soll für den intakten Aufwärtstrend schwach bleiben)

* Aktienvolumen (soll für den intakten Aufwärtstrend schwach bleiben)

* Münchener Rück (soll für den intakten Aufwärtstrend von Kapitalzufluß profitieren)


GERT SCHMIDT FINANZINFORMATIONEN