Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 22./25.10.2004. |
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22.10.2004, DOW JONES 9.757, S + P 500 1095, NASDAQ100 1438,25 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung am 25.10.2004 erstellt. Zu den Indikatoren: Zu 1. Die Bewertung vom 10.08.2004 gilt weiterhin: "Trotz massiver Warnsignale des Indikators gab es keinen Kurseinbruch, sondern nur einen moderaten Rückgang. Auf die mögliche Spekulationsblase hatte ich in der Bewertung vom 24.09.2004 hingewiesen. Das gilt unverändert als ein stilles Warnsignal, das im Hintergrund "wartet", um zu gegebener Zeit, wenn z.B. die anderen Indikatoren auch abwärts zeigen, aktiviert zu werden." Weil der Dow Jones Umsatzindikator eine Aufwärtsbewegung des Marktes erlauben würde, erhält das Warnsignal der NYSE A/D Linie zur Zeit - wie zuvor seit Sommer 2003 - eine geringe Gewichtung. Zu 2. Solange der Russell2000 gegenüber dem Dow Jones eine Outperformance zeigt, dürfte der Markt kaum klettern können. Erst wenn sich amerikanische Blue Chips vom Gesamtmarkt nach oben abkoppeln, verbessern sich die Aussichten auf steigende Notierungen - und dann könnte es angesichts des Kaufsignals des Dow Jones Umsatzindikators kräftig aufwärts gehen. Zu 3. Aufgrund hoher Umsätze mit fallenden Notierungen fiel der Dow Jones Umsatzindikator in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich zurück. Es entstand dadurch eine überverkaufte Situation: Die Investitionsquote der Marktteilnehmer ist unausgewogen gering. Es steht viel Kapital an der Seitenlinie bereit, das - entsprechend der Handelsregeln der vergangenen Jahre - an die Börse zurückfließen dürfte. Deshalb bleibt es aussichtsreich, von bevorstehend steigenden Notierungen auszugehen. Sobald die kurzfristigen Indikatoren aufwärts zeigen, rechne ich mit einem kräftigen Kursanstieg. Zu 4. Computeraktien tendierten in der vergangenen Woche fester als der Gesamtmarkt, worauf die Börse in die Knie ging. Der Kontraindikator funktionierte. Für die erwartete Aufwärtsbewegung ist es wichtig, daß die Branche in den nächsten Tagen unter Druck gerät, bzw. bei Kurssteigerungen hinter dem Gesamtmarkt zurückbleibt. Die Skepsis der Marktteilnehmer wäre dann groß genug, um eine nachhaltige, mehre Wochen anhaltende Aufwärtsbewegung einzuleiten. Zu 5. Kaufsignal: Während die Branche noch als Kontraindikator abwärts zeigt, lieferte die 4%ige Talfahrt der Microsoftaktie in der vergangenen Woche ein Signal für die Spekulation auf steigende Notierungen. Zuletzt gab es das im Herbst 2003, als das Softwareunternehmen über 10 Prozent einknickte. ** ** Für eine kurzfristige Rallye, die in einen nachhaltigen Aufschwung münden kann, fehlen noch ein paar Bausteine - das Zusammenspiel zwischen Computeraktien und Nebenwerten mit dem Gesamtmarkt bzw. mit den Blue Chips. Sobald diese bremsenden Faktoren beseitigt sind - das kann im günstigen Fall innerhalb weniger Stunden geschehen -, dürften die US Märkte zulegen. Aufgrund der Kaufsignale des Dow Jones Umsatzindikators und der Microsoft Aktie erscheint die Ausgangsbasis auf dem aktuellen Kursniveau gut abgesichert. |
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22.10.2004: Deutscher Aktienindex 3.935,14 Bewertung vom 25.10.2004, DAX 3855
Die A/D-Linie zeigt auch nach dem Rutsch des DAX auf 3840 Punkte eine negative Divergenz. Sie lief dem Index weit nach unten voraus, was ein Kaufsignal darstellt. Das gilt für den Indikator Aktienvolumen zur Zeit noch nicht: Er enthält bislang die Umsätze bis heute, 10:30 Uhr - zu wenig, um jetzt schon sagen zu können, ob ein Kaufsignal möglich wird. Dazu sollte der Indikator heute bis Börsenschluß mindestens auf die rote Linie gefallen sein, idealerweise noch tiefer. Je höher die Umsätze der Aktienhändler heute sind, desto tiefer fällt der Indikator Aktienvolumen und desto eher dürfte der Verkaufsdruck nachlassen. Daß Panikverkäufe mit hohen Umsätzen den Markt stabilisieren können, unterstellen regelmäßig die antizyklisch operierenden Anleger: Sie stehen auf der Käuferseite, wenn der DAX fällt und verkaufen, wenn der DAX steigt. Dabei nahmen sie in der Vergangenheit auch vorübergehende Verluste in Kauf, weil sie davon ausgingen, daß sich der Markt anschließend um so stärker erholt. Sie sehen das anhand des MMC, der sich aus der Differenz aus spekulativem und renditestarkem Depot errechnet:
Die Markierungen zeigen den Zeitabschnitt des Kaufens: Steigt der MMC, stehen die Insider-Optimisten auf der Käuferseite. Fällt der Indikator, trennen sie sich von ihren Papieren. Dabei fällt auf, daß der DAX anschließend, nach jeder Kaufphase, den durchschnittlichen Kaufkurs deutlich übertraf. Kaufende Marktteilnehmer, die anhand des steigenden MMC sichtbar gemacht wurden, erlebten zwar regelmäßig, wie sie in einem schwachen Börsenumfeld in die Verlustzone gerieten. Aber weil sie ihre Positionen mit fallenden Notierungen kontinuierlich ausbauten, profitierten sie von der anschließenden Kurserholung. Ihr Mut, antizyklisch zu handeln, wurde jedesmal belohnt. Deshalb ist es zur Zeit besonders spannend: Der MMC kletterte in den vergangenen Wochen mit einer bislang nicht erreichten Dynamik. Insbesondere mit dem jüngsten Rückschlag von 4050 auf das Tagestief von heute bei 3838 Punkte sammelten die Insider-Optimisten ein. Danach dürfte der DAX auf mindestens 3940 Punkte steigen (durchschnittlicher Kaufkurs). Weil der MMC seit Anfang September mit steigendem DAX zulegte, erscheint es sogar möglich, daß die Marktteilnehmer vom intakten Aufwärtstrend ausgehen und als Kursziel ein neues Zwischenhoch über 4050/4100 Punkte erwarten. Weil das Indikatorumfeld insgesamt positiv aussieht, erscheint das Szenario von bevorstehend steigenden Notierungen aussichtsreich. Jede aufwärts zeigende Reaktion der Intraday-Indikatoren kann zu einer Trendwende nach oben führen. Für das Musterdepot bedeutet das: Alle Positionen bleiben haltenswert. A/D-Linie | Aktienvolumen | Anleihe/Aktien-Ratio und KGV | G5 Depot |