Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 18./21.02.2005. |
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18.02.2005, DOW JONES 10.785, S + P 500 1.201,59, NASDAQ100 1.515,4 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung vom 21.02.2005 Zu den Indikatoren: Zu 1. Trotz des steigenden Dow Jones fiel die NYSE A/D-Linie. Das ist zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Aber für eine neue Aufwärtstrend-Marktmechanik des Indikators reicht das noch lange nicht. Die Bewertung der Vorwochen gilt weiterhin. Zu 2. Der Russell2000 fiel, während der Dow Jones kletterte. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die kurzfristiges Abwärtspotential mildert. Allerdings gilt - wie bei der NYSE A/D-Linie -, daß die Nebenwerte mit ihrer langfristigen Outperformance seit Frühjahr 2003 ein Warnsignal liefern. Offen und zur Zeit nicht erkennbar ist lediglich, wann es zu der überfälligen Korrektur kommt. Zu 3. Umsatzindikator und Dow Jones bewegten sich parallel zueinander - eine neutrale Entwicklung ohne Signalgebung. Zu 4. Computerwerte und Gesamtmarkt bewegten sich in der vergangenen Woche weitgehend parallel. Computerwerte tendierten jedoch vergangenen Freitag im Sitzungsverlauf etwas stabiler, was kurzfristig ein negatives Signal darstellt. Zu 5. Positiv: Microsoft fiel in den vergangenen Tagen weiter zurück, was ein Kaufsignal für den Gesamtmarkt darstellt - eine aussichtsreiche Entwicklung, die bald zu steigenden Notierungen führen dürfte. ** ** Insgesamt bleibt festzustellen, daß zwar mittel- bis langfristige Warnsignale vorliegen, kurzfristig jedoch kein herausragendes Abwärtspotential besteht. Allerdings erscheint das Aufwärtspotential ebenfalls begrenzt: Weil der Dow Jones Umsatzindikator keine negative Divergenz aufweist, dazu müßte er schwächer als der Dow Jones notieren, wurde das Kaufsignal von Ende Januar neutralisiert. Eine Seitwärtsbewegung erscheint wahrscheinlicher als eine rasche Fortsetzung der Rallye. Das paßt zu den negativen DAX Indikatoren: Weil die Erwartungen an steigende DAX Kurse zu hoch waren, könnte der DAX in den nächsten Wochen schwächer tendieren, um seine Outperformance gegenüber New York abzubauen. |
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18.02.2005: Deutscher Aktienindex 4.359,47 Bewertung vom 21.02.2005 In der vergangenen Woche veränderten sich die Marktzusammenhänge: Die Zahl der Gewinner vergrößerte sich am 17. und 18.02., obwohl der DAX den Rückwärtsgang einlegte. Das entspricht nicht mehr der typischen Aufwärtstrend Marktmechanik. Umschichtungen der Marktteilnehmer in Richtung der kleineren DAX Werte bedeuten, daß 1. die Risiken verteilt werden 2. Gewinne bei den großen DAX Werten mitgenommen werden, weil das Vertrauen nachläßt 3. die Zahl der Aktienkäufer größer geworden ist, z.B. weil medienmobilisierte Anleger an die Börse gekommen sind Sie sehen das anhand des Zusammenspiels zwischen DAX und A/D-Linie:
Es entstand im kurzfristigen Bereich eine positive Divergenz, die bereinigt sein muß, bevor es aufwärts gehen kann. Allerdings können schon wenige Tage ausreichen, um ein neues Kaufsignal zu generieren. Denn im Vergleich mit den vergangenen Wochen, auf mittel- und langfristiger Basis, zeigte sich die A/D-Linie deutlich schwächer als der DAX. Interpretation: Die Marktteilnehmer positionierten sich wochenlang bei den Index-Schwergewichten und schichteten erst in den vergangenen Tagen in Richtung der Leichtgewichte um. Damit deutet alles auf eine vorübergehende Konsolidierung hin, die bald wieder von steigenden Notierungen abgelöst werden dürfte. Positiv zeigt sich weiterhin der Indikator Aktienvolumen, der dadurch den mittel- bis langfristigen Aufwärtstrend stützt. Sollte er in den nächsten Tagen zusammen mit der A/D-Linie schwächer als der DAX tendieren, wäre die Basis für den nächsten Anstieg bereitet.
Ein weiteres Warnsignal, daß der DAX vorübergehend den Rückwärtsgang einlegen dürfte, läßt sich aus den Gewinne/Renditen-Indikatoren ableiten: Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV bauten in den vergangenen Tagen ebenfalls eine positive Divergenz auf. Das ist eine Folge der Umschichtungen in Richtung der Index-Leichtgewichte und Talfahrt der Anleihekurse. Dadurch wird eine überdurchschnittliche Verteuerung des Aktienmarktes signalisiert. Der DAX geriet aus dem Gleichgewicht, was in der Vergangenheit regelmäßig auf bevorstehend fallende Notierungen hinwies, z.B. im Frühjahr 2004:
Ende April 2004 kletterte das Anleihe/Aktien-Ratio überdurchschnittlich, was einen oberen Umkehrpunkt markierte. Den Grund für den Anstieg des Anleihe/Aktien-Ratios war die Talfahrt des Bund Futures. Nur: Der Rückschlag fand mit reichlich hohen Umsätzen statt, so daß im Anleihe-Bereich schon bald mit einer Bodenbildung gerechnet werden kann. Sie sehen das anhand der nachfolgenden Grafik:
Der Umsatzindikator fiel deutlich stärker als der Bund Future, was ein Kaufsignal darstellt. Interpretation: Es trennten sich zahlreiche "schwache Hände" von ihren Papieren, was regelmäßig an unteren Umkehrpunkten geschieht. Hohe Umsätze weisen auf Verunsicherung und den Ausstieg der an kurzfristigen Gewinnen interessierten Optimisten/Long-Spekulanten hin. Wenn eine große Zahl von Marktteilnehmern bereits verkauft hat, läßt der Verkaufsdruck nach und die Bodenbildung kann beginnen. Der Anleihemarkt dürfte das Schlimmste bereits überstanden haben, während Aktien immer noch "oben" notieren. Ein Rückschlag des DAX auf 4300/4250 Punkte würde die kritische Situation voraussichtlich schon vollständig bereinigen. Für das Musterdepot bedeutet das: Solange insbesondere die A/D-Linie eine positive Divergenz aufweist, werden die Short Zertifikate gehalten. Auf ermäßigtem Niveau winkt eine neue Einstiegsgelegenheit zur Spekulation auf steigende Notierungen. Ergänzung um 09:40 Uhr, DAX 4365:
Mit ihrem starken Anstieg lieferte die A/D-Linie ein starkes Verkaufsignal. A/D-Linie | Aktienvolumen | Anleihe/Aktien-Ratio und KGV | G5 Depot | CMI Depot |