Ausblick für die nächste Woche. Grafiken und Analysen mit Stand 25./28.02.2005. |
|
|
|
25.02.2005, DOW JONES 10.841, S + P 500 1.211, NASDAQ100 1.526 Markttechnik USA 1. NYSE A/D-Linie vs DOW JONES (1 Tag verzögert) | US-Statistik 2. Russell 2000 vs. DOW JONES: Intraday 5 Tage | 3 Monate | 6 Monate | 3. DOW JONES mit Umsatz (1 Tag verzögert) 4. NASDAQ-Computerindex vs. NASDAQ Composite (Hintergrund/Auftaktbewertung am 21.02.2003) 5. Microsoft vs. Nasdaq 100 (Hintergrund/Auftaktbewertung vom 07.06.2003) Bewertung vom 28.02.2005 Zu den Indikatoren: Zu 1. A/D-Linie und Dow Jones bewegten sich parallel zueinander, was kurzfristig als neutral einzustufen ist. Auffällig: Als in der vergangenen Woche der Indikator schon ansatzweise etwas schwächer als der Dow Jones tendierte, gab es nach dem Kaufsignal unverzüglich die Wende nach oben. Mittel- und langfristig gelten die bekannten Warnsignale. Zu 2. Obwohl der Russell2000 gegenüber dem Dow Jones aufholte, hat der Blue Chip Index trotzdem die Nase vorn. Vergleichen Sie die Indexstände im 3-Monats-Chart: Während der Russell2000 erst auf dem Niveau von Anfang Februar notiert, liegt der Dow Jones deutlich darüber. Mit dieser Marktmechanik kann es weiter aufwärts gehen. Allerdings sollte idealerweise dafür der Nebenwerteindex auch während der Börsensitzung hinterher hinken. Zu 3. Das Kaufsignal des Dow Jones Umsatzindikators aufgrund der negativen Divergenz besteht weiterhin. Solange die Umsätze mit fallenden Notierungen steigen und mit kletternden Notierungen niedrig bleiben, bleibt die negative Divergenz des Indikators erhalten - ideal für den intakten Aufwärtstrend. Zu 4. Computeraktien und Gesamtmarkt bewegten sich parallel zueinander - neutral. Zu 5. Microsoft kam nicht vom Fleck, während der Nasdaq100 abhob. Das unterstreicht die Aufwärtstrend-Marktmechanik des Indikators. ** Insgesamt kann festgestellt werden, daß noch keine Warnsignale der US Indikatoren vorliegen. Der Aufwärtstrend ist intakt, so daß gute Chancen bestehen, daß Dow Jones & Co auch den DAX nach oben ziehen können. |
|
25.02.2005: Deutscher Aktienindex 4.348,64 Bewertung vom 28.02.2005, 12:00 Uhr, DAX 4363 Im kurzfristigen Bereich ist eine Überhitzung entstanden. Der DAX kletterte in den vergangenen Tagen mit hoher Marktbreite und hohen Umsätzen. Das birgt zwar grundsätzlich die Gefahr einer Top-Bildung. Aber weil das G5 Depot ebenfalls kräftig zulegte, erscheint es gut möglich, daß es zu einer Übertreibung nach oben kommt. Dabei könnte der DAX kräftig zulegen. Sie sehen das anhand der nachfolgenden Grafiken:
Die A/D-Linie generierte mit ihrem jüngsten Rückschlag ein Kaufsignal (= kurz-, mittel- und langfristig negative Divergenz). Beim anschließenden Anstieg holte der Indikator zu schnell auf und notiert nun in der Nähe seiner Höchststände, während sich der DAX noch deutlich darunter befindet. Das ist ein Hinweis darauf, daß sich der Markt in einer Überhitzungsphase befindet. Allerdings sind nur im kurzfristigen Bereich die Risiken gewachsen. Vergleicht man den Indikator mit dem Zwischenhoch von Anfang Juli 2004, kommt man zu dem Ergebnis, daß die Kursentwicklung immer noch "erdnah" ist und der Markt nicht abgehoben in luftiger Höhe schwebt. Das gilt auch für den Indikator Aktienvolumen: Er verabschiedete sich zwar von seinen defensiven Bewegungen und erreichte ein neues Hoch. Aber das kurzfristige Warnsignal ist nicht so dramatisch: Im Vergleich mit dem Hoch im April/Mai 2004 hinkt der Indikator immer noch dem DAX hinterher: Weil seitdem weniger Geld in den Markt hineingeflossen ist als zuvor abgezogen wurde, ist der langfristige Aufwärtstrend immer noch intakt. Zahlreiche Marktteilnehmer sind immer noch unterinvestiert, so daß die niedrige Investitionsquote den Markt stützen dürfte. Daß Aktienvolumen im kurzfristigen Bereich dem DAX nach oben vorausgelaufen ist, weist wie die A/D-Linie auf eine Überhitzung hin. Eine Spur Leichtsinn der Marktteilnehmer läßt sich daraus herauslesen. Im intakten Abwärtstrend würde mit einer solchen Indikatorentwicklung ein oberer Umkehrpunkt markiert - eine letzte Überhitzungsspitze auf dem Weg nach unten. Trotzdem erscheint es aussichtsreich, auf steigende Notierungen zu setzen. Denn das "G5 Depot", zusammengesetzt aus den fünf großen Trendsettern des DAX (Dt Bank, Münchener Rück, SAP, Siemens, Infineon), zeigt mit seinem kräftigen Anstieg in den vergangenen Tagen aufwärts. Die Marktteilnehmer waren bereit dort zu investieren, wo bei einem Aufschwung am meisten Geld verdient wird: Im spekulativen Bereich und bei den Aktien, die regelmäßig stärker als der DAX auf steigende Notierungen reagieren.
Der Chart des G5 Depots zeigt den kräftigsten Anstieg seit November 2004. Seit DAX 4280 Punkten sammelten die Marktteilnehmer in dem Bereich kontinuierlich ein. Während des Rückschlags Anfang vergangener Woche bauten sie ihre Positionen aus. Verglichen mit früheren Aufwärtsbewegungen des Indikators darf deshalb die These aufgestellt werden, daß sich einige Insider/Trendsetter nicht von der schlechten Stimmung abschrecken ließen und auf einen Anstieg setzten. Zusammen mit der A/D-Linie und dem Indikator Aktienvolumen erscheint es deshalb gut möglich, daß die Überhitzung des DAX ausgebaut wird. Solche Börsenphasen werden regelmäßig mit ihrer Dynamik unterschätzt. Schließlich wurde das Verhalten vieler Anleger durch die langweilige Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen geprägt. In der Überraschung liegen oft die größten Gewinnchancen. Deshalb könnte der Index in den nächsten Tagen schnell 100, 200 Punkte zulegen und an der 4500 Punkte Marke kratzen. In dem Fall wäre das G5 Depot ein Frühindikator mit herausragenden Qualitäten. Außerdem: Mit einem aktuellen Anleihe/Aktien-Ratio von 68,04 für 2005er Gewinne und 61,5 für 2006er Gewinne, bzw. KGV von 11,7 für 2006er Gewinne ist der DAX auf dem aktuellen Kursniveau günstig bewertet. Aktienkäufe im Bereich der Trendsetteraktien, die von einem Aufschwung profitieren dürften, sind deshalb aussichtsreich und wären aus dem Blickwinkel der Insider verständlich. Hinweis: In den nächsten Tagen werden neue Gewinnschätzungen der Analysten in den Indikatoren verarbeitet. Mit Spannung erwarte ich die neuen Daten, denn sie werden zeigen, ob die Marktbeobachter ihre Gewinnschätzungen nach oben oder unten korrigieren. Für das Musterdepot bedeutet das: Trotz der kurzfristigen Überhitzung wird die DAX LONG Position gehalten. Die Aktien werden ebenfalls weiterhin gehalten. Der Chance, daß es zu dem Ausbruch nach oben kommt, steht das Risiko gegenüber, daß es sich doch um einen Irrtum der Optimisten handelt und der Markt mit zur Zeit rund 4360 Punkten einen oberen Umkehrpunkt erreicht. In dem Fall würden die Marktteilnehmer aus dem G5 Depot aussteigen und den DAX unter 4300 Punkte rutschen lassen. Deshalb Stop Loss für die DAX LONG Zertifikate 4295 Punkte (Kaufkurs bei 4321 Punkten). A/D-Linie | Aktienvolumen | Anleihe/Aktien-Ratio und KGV | G5 Depot | CMI Depot |