DAX 6.758. DAX Käufer scheitern, wenn der Markt jetzt weiterfällt

Die Januar-These von der Bodenbildung ging davon aus, dass Rohstoffe fallen würden und damit für Aktien Kapital zur Verfügung stehen würde. Außerdem wäre der Fluchtgedanke in Richtung Rohstoffe nicht mehr relevant gewesen.

Aber nach der Rohstoff-Hausse der vergangenen Tage ist es wahrscheinlicher, dass von der Seite keine Unterstützung des Aktienmarktes kommt.

Die neuen Hochs der Rohstoffe zugrunde gelegt, darf bei Aktien mit neuen Tiefständen gerechnet werden, beim DAX ggf. sogar unter 6.400 Punkten.

Allerdings muss man weiterhin Tag für Tag beobachten, wie sich die Indikatoren verhalten und ob es neue Muster gibt, die für eine Bodenbildung sprechen.

Bislang ist das nicht erkennbar, besonders deshalb nicht, weil die Optimisten Anfang Februar bei 6.750 Punkten kauften, den Markt nach oben ziehen wollten und dann scheiterten.

 

Die Mehrheit der Käufer befindet sich inzwischen mit den Positionen in der Verlustzone. Unterhalb von 6.750 dürften weitere Verkäufe ausgelöst werden.

DAX 6.940. Short Zertifikate bleiben haltenswert.

Seit 2007 laufen Technologiewerte dem Gesamtmarkt nach unten voraus. Sie sehen das anhand des Vergleichs der Indizes:

http://finance.yahoo.com/q/bc?s=%5ENDX&t=1y&l=on&z=m&q=l&c=%5EGSPC,%5EIXIC,%5EDJI

Muster:

* obere Wendepunkte wurden von einer vorübergehenden Outperformance des Nasdaq100 eingeleitet

* innerhalb des intakten Abwärtstrends tendierte der Nasdaq100 schwächer als Dow Jones & Co

Zurzeit stellt sich das Zusammenspiel der Indizes so dar:

Veränderungen der vergangenen vier Wochen

Dow Jones + 1,4 Prozent

SP500  + 1,2 Prozent

Nasdaq100 – 1,33 Prozent

Veränderungen der vergangenen  zehn Tage

Dow Jones + 2,6 Prozent

SP500  + 2,33 Prozent

Nasdaq100 -0,67 Prozent

Veränderungen der vergangenen  fünf Tage

Dow Jones + 1,8 Prozent

SP500  + 1,6 Prozent

Nasdaq100 + 0,9 Prozent

Veränderungen seit gestern

Dow Jones - 0,3 Prozent

SP500  -0,4 Prozent

Nasdaq100 - 0,5 Prozent

Damit gilt weiterhin ein intakter Abwärtstrend für den US Markt – zumal es die Bereinigung bei Transportwerten immer noch nicht gegeben hat, z.B. wegen anhaltend steigender Ölpreise.

Eine Bodenbildung erscheint erst dann möglich, wenn Dow Jones und SP500 einige Tage schwächer als Technologiewerte tendieren und so eine ausgiebige Marktbereinigung stattfindet.

Die DAX Indikatoren liefern weiterhin Warnsignale; short Positionen bleiben haltenswert.

DAX Warnsignale, z.B. positive Divergenz der A/D-Linie bei gleichzeitig steigendem Umverteilungsindex, anhaltender Optimismus (steigende Beta Hoch Indikatoren bei gleichzeitig steigendem Hysterieindikator).

Internet-Ausfall

Habe zurzeit keinen Daten-Zugang zum Internet. Ich kann weder Kursdaten empfangen, noch Charts aktualisieren.

 Dieser Text wurde mit einer Notfall-Leitung mit 14kb Übertragungsleistung erstellt.

Offenbar ist ganz Gehrden davon betroffen. Ursachen und Dauer des Ausfalls sind nicht bekannt.

DAX 6.868. Die Optimisten kaufen weiter

Es ist angesichts der bestehenden Risiken und des an der 7000er Hürde gescheiterten DAX unglaublich, dass die Optimisten weiter kaufen.

Die Indikatoren für Aktien mit hohem Beta Faktor legten trotz der Bullenfalle und trotz der anschließenden Talfahrt auf 6.823 Punkte zu. Sie signalisieren dadurch, dass sich die Trendsetter und Hasardeure nicht beirren lassen.

Offen ist, ob sie damit richtig liegen oder leichtsinnig handeln. Denn das Muster, nach dem ihre Käufe zu einem steigenden DAX führen, ist unsicher – zumal in den vergangenen Tagen nach jeder ihrer Kaufaktion der Markt abtauchte.

Die Optimistenkäufe hemmten die Aufwärtsbewegung, anstatt sie zu beflügeln: 

Das bestätigt die These, dass die Optimisten irren könnten. Möglicherweise kalkulieren sie nicht ein, dass Banken, Versicherungen, Fonds, Beteiligungsgesellschaften weiteren Verkaufsdruck auslösen können – z.B. weil sie in Zahlungsschwierigkeiten gerieten oder sie Informationen erhielten, dass sie bald zu Kapitalerhöhungen aufgefordert werden.

Das gilt es in den nächsten Stunden und Tagen zu prüfen.

Dass gestern die US Rüstungswerte fielen, zeigt, dass sich allmählich ein allgemeiner Stimmungsumschwung entwickelt. Auch die US Transportwerte haben ihre Talfahrt zur vollständigen Marktbereinigung erst noch vor sich.

Sollte die A/D-Linie innerhalb des Tages oder im Vergleich zu den Vortagen eine positive Divergenz zum DAX zeigen, wäre das ein neues Short Signal.

Dass der Umverteilungsindex steigt, signalisiert ein neues Anlageverhalten der Marktteilnehmer: Sie verabschieden sich von den großen Blue Chips, auch erkennbar anhand des DAX TRIN.

Es ist eine spannende Entwicklung: Eigentlich überwiegt der Optimismus, nach dem Motto “alle Probleme liegen jetzt auf dem Tisch”.

Aber es sieht so aus, als ob in den laufenden Aufwärtstrend-Motor ab und zu eine Handvoll Sand geworfen wird.

Risiken noch nicht eingepreist

Widersprüchliche Situation in den Extremen:

* Viel Kapital an der Seitenlinie (stark gefallene Volumenindikatoren)

* Konzentration der Marktteilnehmer auf Index-Schwergewichte (Umverteilungsindex fällt)

* Bevorzugtes Segment: hohe Risiken (MMC, CMI SR-Ratio)

* Medienberichte sprechen über wachsende Insiderkäufe auf höchstem Niveau seit 2003

So könnte eine typische Turnaround-Situation aussehen.

Aber das Moving Markets Depot ist SHORT positioniert. Anstatt den Insidern und anderen kaufenden Optimisten zu folgen, wird im Depot darauf gesetzt, dass

* Inflationsbekämpfung an vorderster Stelle steht.

Das findet statt, damit sich der Staat / Europa weiterhin preiswert verschulden kann. Er ist darauf angewiesen, Versicherungen / Fonds ein freundliches Investitionsumfeld zu bieten. Das kann er allein dadurch steuern, indem er rigoros sämtliche Inflationserscheinungen bekämpft. Ein funktionierender Kreditmarkt und ein handlungsfähiger Staat ist wichtiger als die Gefahr schwankender Aktienkurse.  Die EZB warnte in der vergangenen Woche, dass Inflationsrisiken an den Märkten noch nicht eingepreist seien.

* Aktienkurse unter der energischen Hand der EZB leiden.

Schwache Aktien stellen ein kleineres Übel dar, als wenn der Staat seine Handlungsfähigheit verlieren würde. Das zeigen die Ereignisse um Northern Rock, IKB und den Landesbanken. Die Unternehmen schwimmen zwar im Geld. Aber das Kapital dürfte in den nächsten Monaten für zahlreiche Kapitalerhöhungen benötigt werden. Die professionellen Vermögensverwalter halten ihr Pulver trocken, um im eigenen Unternehmen oder bei Töchtern erste Hilfe leisten zu können.

* die Gewinnschätzungen nach unten revidiert werden müssen und die bislang hohe Aktienrendite schmilzt.

Steigende Lohn-, Rohstoff- und Finanzierungskosten sägen an den Gewinnmargen. Zudem müssen die Vertriebsabteilungen ihre Schlagzahl erhöhen, was zusätzliche Kosten verursacht.

* Rohstoffe ihre Aufwärtsbewegung beibehalten

Mineralöl- und Agrarrohstoffe signalisieren weder Überhitzungs-, noch Ermüdungserscheinungen.

In der nachfolgenden Grafik sehen Sie, welches Niveau die Käufer erreicht haben:

Steigender Indikator = Positionierung für steigende Kurse

Rote Markierung = Bullenfalle

Grüne Markierung = Optimisten liegen richtig

Im vergangenen Jahr führten die Käufe der Optimisten zu steigenden Kursen, weil die Notenbanken aktiv mithalfen, die Märkte zu stützen. Das darf diesmal nicht mehr unterstellt werden, weil die EZB in ihren Statements klar vor der Inflation warnt und somit die Geldexpansion praktisch ausschließt – zumal reichlich Kapital an der Seitenlinie wartet. Wegen bevorstehend aggressiver Tarifverhandlungen und steigenden Rohstoffen ist von der Seite keine Entlastung oder sogar Beflügelung des Aktienmarktes zu erwarten.

Deshalb erscheint es gut möglich, dass aufgrund der klaren Positionierung auf steigende Notierungen ein Enttäuschungspotenzial entstand – eine typische Bullenfalle. Solche Situationen gab es in den vergangenen 12 Monaten reichlich.

Die erheblichen freien Barmittel, die in den vergangenen Monaten aufgrund der Verkäufe entstanden, könnten für andere Zwecke gebraucht werden als für neuen Aktienkäufe. Die mittel- bis langfristigen Kaufsignale, die sich unter normalen Verhältnissen aus den Umsatzindikatoren ableiten lassen, werden deshalb vorübergehend für das Moving Markets Depot ignoriert.

Es erscheint aussichtsreicher, von einer Top Bildung bei 7.000 Punkten auszugehen als von einem neuen Kursanstieg. Die Short Zertifikate werden gehalten.

Neuer Indikator aus SP 500 und Gold

Nach der Idee eines Lesers - herzlichen Dank für die Anregung - wird das Zusammenspiel des Aktienmarktes mit Gold  dargestellt:

http://www.movingmarkets.de/trends/charts/spgo.php

Der Indikator “SPGO” vergleicht das 20 Tage Momentum beider Werte in einer Linie. 

Ein erster Eindruck: Offenbar gibt es ein Muster zwischen unteren Wendepunkten des Aktienmarktes und dem Tiefstand des Indikators.

Und bei einer fallenden Tendenz des Indikators war es in der Vergangenheit ratsam, für Aktien eine skeptische Grundhaltung einzunehmen.

Intraday-Spekulation. Kauf 1.000 DAX Short Zertifikate WKN AA0T2Z, letzter Kurs 4,20 EUR

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=19410548

Ich gebe zu: Die DAX Indikatoren sind nicht eindeutig. Dass jetzt auf fallende Kurse spekuliert wird, liegt auch am DAX Niveau: Nach rund 150 Punkten Kursgewinn stößt der DAX an einen starken charttechnischen Widerstand, von dem er abprallen kann, um seine Abwärtsbewegung fortzusetzen.

Deshalb wird die Position auf jeden Fall nur heute gehalten und bis Börsenschluss verkauft.

Hohe Umsätze während des Anstiegs könnte dabei den oberen Wendepunkt anzeigen. Professionelle Vermögensverwalter konnten den Anstieg nutzen, um sich von Aktienpaketen zu trennen.

Wegen der unveränderten Warnsignale, die von den US Transportwerten ausgehen, erscheint es gut möglich, dass die Wall Street am Nachmittag den steilen DAX Anstieg nicht nachvollzieht und nur knapp behauptet eröffnet. Das könnte den DAX wie gestern unter Druck setzen.

Bis jetzt verhalten sich die Märkte entsprechend des vermuteten Fahrplans. Dazu war es erforderlich, dass die Rohstoffe kräftig zulegen, was in den vergangenen Tagen passierte.

Dennoch blieben Aktienbesitzer sorglos, denn sie trennten sich nicht von ihren Papieren. Auch Transportwerte blieben stabil. Offenbar werden die jüngsten Kurssteigerungen bei Öl und Kraftstoffen als harmlos betrachtet. Bei neuen Höchstständen, das erscheint aufgrund der Indikatorensituation möglich, dürfte sich das zum Nachteil von Aktien ändern.

Allerdings bliebe hinterher wegen der Ei/Huhn-Problematik zu klären, was als erstes da war: eine Aktienschwäche oder die Hausse der Rohstoffe. Mein Tip: Ohne die Krise an den Finanzmärkten würden die Rohstoffe deutlich billiger sein.

Verkauf der heute georderten Short Zertifikate zu 5,99 Euro

Der DAX lief den US Indizes zu weit nach oben voraus. Das wurde korrigiert.

Viel mehr lässt sich aus den Indikatoren nicht ableiten – ausser, dass der Umverteilungsindex etwas zu klettern beginnt, was etwas mehr in Richtung einer Top Bildung läuft.

Zudem entstand Intraday eine positive Divergenz der A/D-Linie, was ebenfalls regelmäßig an oberen Wendepunkten zu sehen ist.

Dem gegenüber steht die deutliche Erholung der Technologiewerte, während Dow Jones und SP500 schwächer tendieren. Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung, die regelmäßig bei Bodenbildungen zu sehen ist (in Abwärtstrends jedoch eine Bullenfalle!).

Allerdings steht die entscheidende Korrektur bei den Transportwerten erst noch bevor, was der Marktmechanik des Abwärtstrends der vergangenen Monate entspricht. Deshalb werden die anderen beiden Short Positionen gehalten.

Der Abwärtstrend ist intakt. Ein weiterer Anstieg der Rohstoffpreise wäre geeignet, die Aktienmärkte unter Druck zu setzen.

Intraday-Spekulation. Kauf 1.000 DAX Short Zertifikate WKN AA0T2Z, letzter Kurs 5,15 EUR

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=19410548

Kauf 1.000 DAX Short Zertifikate WKN AA0T2Z, letzter Kurs 5,26 EUR

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=19410548

Es liegen weiterhin die Voraussetzungen vor, die heute Morgen zum Kauf der DAX Short Zertifikate führten.