|
|
|
Musterdepot II. , Musterdepot I., Übersicht Bilfinger + Berger AG: Depotübersicht mit aktueller Stop Loss-Marke, Homepage, aktueller Kurs, News, Yahoo-Suche, Beteiligung Buderus: Homepage, Kursverlauf + News, 2-Jahres-Chart, Yahoo-Suche |
|
14.03.2001 Gewinnmitnahmen, Verkauf der Aktien zu 18,40 EUR. Es zeichnet sich eine Bodenbildung an den Aktienmärkten ab. Die künftigen Outperformer werden deshalb vorübergehend im Technologiebereich zu finden sein. Unser Handelssystem signalisierte eine Branchenrotation, die auch Substanzwerte vorübergehend drücken könnte. Bilfinger & Berger bleibt langfristig aussichtsreich, weshalb wir einen Neueinstieg zu einem späteren Zeitpunkt prüfen. Während die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt gingen, stellte der Baukonzern ein wertvolles Investment dar. 16.02.2001 Die Auslandsaktivitäten und das Heiztechnikgeschäft von Buderus ließen die marode Inlands-Baukonjunktur vergessen. Der 2000er Gewinn verdoppelte sich nahezu, während der Ausblick des Vorstands für 2001 eine weitere Steigerung des Jahresüberschusses zuläßt. Mit diesen Nachrichten konnten sich die Notierungen oberhalb von 12 EUR stabilisieren. Der Anstieg Mitte Februar von 13,00 auf 17,55 EUR stellt ein charttechnisches Kaufsignal dar. In einem zur Zeit von spekulativen, kurzlebigen Nachrichten geprägten Börsengeschäft stellt die Entwicklung von Bilfinger + Berger eine solide Investition dar. 27.04.2000 Zwei gute Nachrichten: 1. Das Brückenbauprojekt über dem vietnamesischen Mekong wurde 8 Monate vor der Planung fertiggestellt. Das qualifiziert das Unternehmen für weitere Projekte in den Emerging Markets. 2. Heute gab das Unternehmen bekannt, daß es zusammen mit ABB und MVV Energie AG das Gemeinschaftsunternehmen "Aquamundo" gründen will. Ziel: weltweite Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsprojekte. Insbesondere die Bilfinger & Berger-Tochterunternehmen in Libyen, Libanon und den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten davon profitieren. Mit den steigenden Ölpreisen können es sich diese Länder wieder leisten, jahrzehntelang liegengebliebene Versorgungsprojekte anzugehen. 10.04.2000 Der "Ferne Osten" ist in Bewegung: Rußland spricht nach jahrzehntelangem Tauziehen mit Japan über strittige Gebietsfragen, China und Taiwan nähern sich an, Nord- und Südkorea setzen sich voraussichtlich im Juni 2000 zusammen an einen Tisch. Die asiatische Wirtschaftskrise ist zwar nicht überwunden, jedoch kommen aus den verschiedenen Regionen ermutigende Signale. Die politischen Führer der Emerging Markts haben erkannt, daß Wohlstand und wirtschaftliche Erfolge bedeutende Machtfaktoren mit sich bringen. Außerdem wächst eine neue Generation nach, die kultur- und grenzübergreifend kommunizieren will. In unserem Ausblick vom 29.12.1999 beschrieben wir einen "Umkehrpunkt", an dem sich die Welt befindet: "* Lähmende, politisch gewollte militärische Auseinandersetzungen, wie wir sie in den ersten 70 Jahren dieses Jahrhunderts erlebten, gelten als Relikt der Vergangenheit. Diktatorische Führer stürzen und werden zunehmend durch kooperative Regierungsysteme ersetzt. * Staatsinteressen der ehemals verfeindeten Machtblöcke vereinigen sich." Wenn sich Nord- und Südkorea annähern, geht es um mehr als eine begrenzte regionale Entwicklung: Der gesamte Ferne Osten (ebenfalls interessant: Wladivostok, einem möglichen wichtigen Handelsplatz in der Region - nach der Demokratisierung) kann zu einem neuen Aufbruch starten: Die Infrastruktur in den bislang diktatorisch geführten Ländern kann, wenn es gewünscht wird und sich diese Länder öffnen, komplett neu aufgebaut werden. Rohstoffressourcen können bei steigenden Weltmarktpreisen dazu genutzt werden, die Aufbauarbeit zu finanzieren. Die westliche "Cyberwelt" ist für unterentwickelte Regionen vorerst uninteressant. Eher dürften herkömmliche Industrien vom Erwachen profitieren: Bau, Auto/Transport, Stahl, Landwirtschaft. Für Nordkorea waren die wichtigsten Handelspartner bisher (Quelle: Statistisches Bundesamt, Daten von 1992, neuere Informationen liegen wegen der Abschottung des Staates bisher nicht vor): Einfuhr aus Ländern China 539 Mio USD Russland 227 Mio USD Japan 222 Mio USD Deutschland 53 Mio USD Singapur 36 Mio USD EU-Länder gesamt 147 Mio USD Ausfuhr in Länder Japan 259 Mio USD China 156 Mio USD Russland 65 USD Deutschland 87 USD EU-Länder gesamt 153 Mio USD Deutschland könnte in der Wirtschaft eines befriedeten Koreas eine Schlüsselstellung einnehmen. Nordkorea unterhielt traditionell wirtschaftliche Beziehungen zur ehemaligen DDR, die nach der deutschen Vereinigung zwar kurz einbrachen, aber anschließend wieder auflebten. Die Erfahrungen Deutschlands bei der Wiedereinigung (Verhandlungen mit Rußland, USA, Aufbauarbeit) könnten behilflich sein. Zum Vergleich: Deutschlands Anteil bei den Ausfuhren nach (Stand 1994) Südkorea 4,5 % China 3,9 % Indonesien 3,2 % Macau 10,1 % (hier hat Bilfinger + Berger eine Präsenz) Malaysia 3,3 % Phillippinen 4,9 % Bilfinger + Berger-Standorte in Asien = Gelbe Markierungen (Quelle: Bilfinger + Berger)
Insbesondere das Know How von Bilfinger + Berger dürfte bei der Erschließung des Fernen Ostens gefragt sein. Das Unternehmen investierte sehr frühzeitig in Asien und geriet deshalb im Umfeld der Wirtschaftskrise stark unter Druck (die Aktie verlor rund 70 Prozent). Die Erfahrungen mit den besonderen asiatischen Gepflogenheiten und das inzwischen aufgebaute Vertrauensverhältnis zu den Entscheidungsträgern von Politik und Wirtschaft könnte für Bilfinger in einigen Bereichen der Region ein wichtiger Türöffner sein. Aus charttechnicher Sicht ist die Aktie auf dem Tiefpunkt angekommen. Es zeichnet sich ein Doppeltief ab: Aber erst mit Überwinden von 28/30 EUR wäre die langjährige Konsolidierung mit einem Kaufsignal beendet. Wenn die Wderstandsmarken von 17 EUR (GD90) bzw. 19/20 EUR (GD200 überwunden werden, wäre das bereits der erste Schritt auf dem Weg in die richtige Richtung. Wir werden berichten. |