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Indikatoranalyse vom 06.08.2007 Es bahnt sich die Chance für eine Bodenbildung an. Sie sehen das anhand der nachfolgenden Indikatoren. Der Umverteilungsindex hat in den vergangenen Wochen Rätsel aufgegeben. Er fiel ungewöhnlich stark:
Das passte nicht zur Top Bildung, denn eigentlich hätte es am oberen Wendepunkt massive Umschichtungen in Richtung der Index-Leichtgewichte geben müssen. Die Marktteilnehmer verteilen Gelder um, weil sie fallende Kurse befürchten. Aber darauf verzichteten die Marktteilnehmer. Anstatt große Blue Chips zu verkaufen, verstärkten sie ihre Engagements. Vor ein paar Wochen war das ein entscheidendes Argument für die Top Bildung, denn die Aktionäre liefen blind und ohne Absicherungen in die Bullenfalle. Deshalb hatte ich nach Beginn der Talfahrt erwartet, dass die Marktteilnehmern aus ihrem Fehler lernen. Spätestens ab ca. 7.600/7.700 Punkten hätte es massive Umverteilungen in Richtung der Werte aus der zweiten Reihe geben müssen. Das Gegenteil war der Fall, wie Sie anhand des fallenden Umverteilungsindex sehen können. Trotz Top Bildung, anschließender Talfahrt und Krisenmeldungen aus der Finanzwirtschaft darf den Marktteilnehmern eine große Portion Durchhaltevermögen unterstellt werden. Der Umverteilungsindex signalisiert damit die Chance für eine Bodenbildung bei 7.400 Punkten und Gegenbewegung nach oben. Sollte die Dynamik der Indikatorbewegung eine Aussage darüber erlauben, wie stark der DAX steigen kann, ist sogar eine kräftige Aufwärtsbewegung möglich. Die Indikatormechanik der wichtigsten Indikatoren signalisiert ebenfalls eine Marktbereinigung. Sie wird zwar nicht so umfangreich sichtbar, wie beim Umverteilungsindex. Aber A/D-Linie und Aktienvolumen fielen stark genug, um ebenfalls eine Aufwärtsbewegung des Marktes zu erlauben.
Der Indikator Aktienvolumen zeigte sich in den vergangenen Tagen schwächer, was auf eine niedrigere Investitionsquote hinweist als im Juni/Juli. Insbesondere heute gab es es erheblichen Kapitalabfluss. Der Indikator fiel, obwohl der DAX kletterte. Eine anhaltende negative Divergenz von Aktienvolumen ist eine wichtige Voraussetzung, um auf steigende Kurse zu setzen. Denn nur Marktteilnehmer, die schon verkauft haben, kommen für neue Investments in Betracht. Die hohe Investitionsquote vom Juni bremste die Rallye. Deshalb dürften die Verkäufe der vergangenen Tage stützend wirken. Allerdings ist das aktuelle Kaufsignal nicht besonders kräftig. Für ein massives Einstiegssignal hätte der Indikator auf ein neues Tief fallen sollen. Trotzdem ist es möglich, den Markt positiv zu betrachten, denn der Nachteil kann ausgeglichen werden: Nur wenige Marktteilnehmer dürfen in den nächsten Tagen bereit sein, den steigenden Kursen zu folgen. Die Umsätze müssen bei kletterndem DAX niedrig bleiben. Für den Aufwärtstrend, sollte er wirklich zustande kommen, ist das eine wichtige Bedingung: Je länger die Investitionsquote niedrig bleibt, desto höher kann der DAX steigen. Der Indikator Aktienvolumen muss dazu seine negative Divergenz beibehalten. Behalten Sie deshalb den Indikator bei Ihren täglichen Rundgängen durch die Indikatoren im Mittelpunkt Ihrer Beobachtungen - am besten zurzeit im 17-Tage-Chart zu sehen. Absolut spannend ist die Entwicklung des Hasardeur-Indikators, Beta hoch spekulativ:
Ohne nervös zu werden, sammelten die mutmaßlichen Insider mit fallenden Notierungen ein. Das ist angesichts der Nachrichtensituation einerseits spektakulär und andererseits verständlich. Denn aus dem antizyklischen Gesichtspunkt ist es genau richtig, bei schlechten Nachrichten in den Markt zu gehen und zu kaufen. Damit ähnelt die aktuelle Entwicklung den Ereignissen vom Frühjahr 2007, als die Insider ebenfalls einsammelten. Im unteren Chart sehen Sie eine Markierung bei A-VolB3, der Aktienvolumenindikator für Trendsetteraktien. ThyssenKrupp ist ein solcher Trendsetter, weil er eine hohe Rendite aufweist und bei hohem Beta Faktor stärker als der DAX ausschlägt. Der überdurchschnittlich gefallene A-VolB3 signalisiert, dass die Marktteilnehmer eine äußerst geringe Investitionsquote bei Trendsetter-Aktien haben. Darauf folgt wie im Frühjahr 2007: In dem Bereich dürfte es bei einer Aufwärtsbewegung die stärksten Kursgewinne geben. Hier ist bei einem neuen Allzeithoch des DAX eine regelrechte Aufholjagd zu erwarten. Weil sich die positiven Aussichten in der vergangenen Woche andeuteten, wurden die Short Zertifikate verkauft. Jetzt kommt es darauf an, untere Wendepunkte herauszuarbeiten, um kurzfristige Spekulationen zu wagen. Achten Sie in dem Zusammenhang insbesondere Intraday auf die A/D-Linie: Bleibt sie schwach, winkt ein steigender DAX - ein potenzieller unterer Wendepunkt. Wegen der verbesserten Aussichten, ist es aussichtsreich, auf steigende Kurse zu setzen. Vergleichen Sie die aktuelle Situation mit der Entwicklung vom Sommer 2006. |