|
TRENDS! Bericht vom 10.11.1998 Grundsatzanalysen und Kommentare zum Börsengeschehen Hier finden Sie:Greenspans Pläne: Kann er die Wiederholung der Weltwirtschaftskrise verhindern? |
Links: Charts: Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Großbritannien, USA, Hongkong, Japan, Gold, US-Dollar, |
|
|
||
|
|
|
TRENDS! - Bericht vom 10.11.1998 |
|
TRENDS-Übersicht, Grundsatzanalysen, DAX & DOW JONES, Aktiendepots |
|
Greenspan sagte in der vergangenen Woche, daß sich die Märkte inzwischen beruhigt hätten. So kann er zulassen, daß die Notierungen wieder fallen, ohne eine Verkaufspanik auszulösen. Die Tiefstände und Unterstützungsmarken sind weit genug entfernt, so seine Kalkulation. Wir können davon ausgehen, daß er eine weiche Landung der Märkte wünscht. So wird er mit seinen Instrumenten dafür sorgen, daß die Börsen nicht nach unten übertreiben. Allerdings wäre in dieser Situation auch eine massive Kursbewegung nach oben unerwünscht. Sie würde die Gefahr einer übertriebenen Hausse wieder anheizen. Die Welt hängt an seinen Lippen, aber kaum jemand versteht ihn richtig. Angesichts der Verluste in Asien und Europa bleiben uns nur Mutmaßungen über seine Ziele: So wäre es möglich, daß Greenspan die "beruhigten Märkte" für aufnahmefähig hält, schlechte Nachrichten zu verkraften. Was noch Mitte Oktober unseren befürchteten Crash ausgelöst hätte, wird in diesen Tagen wahrscheinlich gelassener aufgenommen. Vielleicht testet er das in den nächsten Tagen. .. Am 16.11.1998 ergänzten wir in einem weiteren Bericht: Ein lesenswerter Aufsatz von Alan Greenspan, erschienen 1966. Während unserer Internet-Recherchen stießen wir auf den o.g. Aufsatz des amerikanischen FED-Chefs. Damals war Dr. Greenspan noch Unternehmer. Er leitete die Townsend-Greenspan & Co Inc., ein Wirtschaftsberatungsunternehmen. In seinem Artikel kam Greenspan zu dem Ergebnis, daß ein Goldstandard wirklich nie existierte. Er kritisierte, daß die Weltwirtschaftskrise von 1929/1931 ausgelöst wurde, weil
Der Artikel befürwortet das freie Spiel der Marktkräfte unter einem Goldstandard. Nur damit könnten sich Angebot und Nachfrage ordentlich regulieren. Insbesondere im Hinblick auf die auch heute wieder vorhandene weltweite Schuldenproblematik erscheint der Artikel von 1966 in einem neuen Licht. Wir dürfen gespannt sein, ob und wann das Thema "Goldstandard" wieder aktuell wird. Vermutlich wird es aber ein sehr schmerzhafter Prozeß, denn wenn man den Artikel gelesen hat, ist es nach Greenspans Aussage "nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind". In unserem Musterdepot haben wir den Rohstoff- und Goldminenanteil bereits sehr hoch gewichtet. Wir werden berichten. |