Zur aktuellen TRENDS!-Berichterstattung: Trend Gedanken - Wohin geht der DAX?
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31.05.2005 Start Weblog: Trend Gedanken - Wohin geht der DAX? 10:21 Uhr DAX 4467. Der gestiegene LS Indikator kündigt die mögliche Top Bildung an. Dabei nehmen die Marktteilnehmer Gewinne bei den Aktien mit hoher Marktkapitalisierung mit (Kapitalabzug, schwacher CMI Germany) und schichten freiwerdende Mittel in Richtung der Index Leichtgewichte um. Zuletzt gab es das am 25.05.2005. Allerdings blieb die Top Bildung vor einer Woche im Ansatz stecken und stellte sich als Konsolidierung im Aufwärtstrend dar: Der DAX fiel nur kurz und kletterte anschließend wieder. Mit dem Rückschlag des DAX gab es neuen Kapitalzufluß und Umschichtungen in Richtung der großen Blue Chips, so daß der DAX die 4.400 Punkte Hürde überwand. Anhand des Indikatormusters wird erkennbar sein, wie es jetzt um den DAX steht: Setzen sich die Umschichtungen in Richtung der kleineren DAX Werte fort und hält der Kapitalabzug aus den großen Titeln an, wird die A/D-Linie Intraday eine anhaltend positive Divergenz zeigen und der LS Indikator auf hohem Niveau bleiben. Vor einer Woche fielen beide Indikatoren schnell wieder im Vorfeld des nächsten Anstiegs. Der kurzfristige Trendwechsel wird deshalb anhand des veränderten Indikatormusters erkennbar sein. 30.05.2005 18:08 Uhr Wie im April ist praktisch jeder Rückgang des G5 Depots geeignet, dem DAX nach unten vorauszulaufen. Deshalb könnte die Talfahrt des Indikators kurz vor Börsenschluß als Vorbote für den nächsten Rückgang gewertet werden. Zum neuen Verkaufsignal kommen die anderen "üblichen Verdächtigen" hinzu: schwacher MMC, schwacher CMI Germany, A/D-Linie, Ignorieren des Warnsignals aus Frankreich, Übernahmephantasien bei Banken, Umsatzspitze im September Kontrakt. 17:25 Uhr DAX 4478. Kauf 250 DAX Short Zertifikate WKN 342560, Hebel 12,1, Auto Stop Loss 4650, letzter Kurs 3,25 Euro. 13:25 Uhr DAX 4474. Mitte Januar, DAX 4100 / 4150, beim Jahreshoch 2004: Bankenfusion schürt Übernahmephantasie. Weil jetzt die gleiche Übernahmephantasie über die Nachrichtenticker geht, dürfte erneut ein oberer Wendepunkt zum Greifen nah sein. 12:27 Uhr Kaum haben die Franzosen zur europäischen Verfassung "nein" gesagt, zieht die Hypovereinsbank eine Studie aus der Schublade. Verharmlosend schreibt sie: "Das Nein Frankreichs komme für die Märkte insgesamt nicht unerwartet. Bereits im Vorfeld der Abstimmung war der Euro kräftig unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund dürfte sich der Euro nun rasch stabilisieren. Das französische Nein mache es aber für die EU-Kommission insgesamt schwerer, liberale Reformen voranzutreiben. (...) Im Hinblick auf die Erweiterung der Europäischen Union erwartet Krämer keine dauerhaften Schäden. Die Gespräche mit der Türkei dürften wie geplant im Herbst beginnen. Allerdings dürften sich diese nun länger hinziehen als bisher angenommen." Daß die Bank eine solche Studie so schnell zur Hand hat ist klar: Die Verkaufsaktivitäten sollen dadurch gefördert werden. Dem potentiellen Käufer werden Argumente geliefert, trotz der Ablehnung Frankreichs auf eine zügige Osterweiterung zu setzen. Hier winken große Geschäfte. Das will man sich durch die Franzosen nicht gefährden lassen. Die Hypovereinsbank ist zwar keine staatliche Institution und braucht deshalb auch keine Rücksicht auf demokratische Entscheidungen nehmen. Aber sie riskiert, daß sie den neuen Trend unterschätzt: die Neuorganisation Europas unter dem Druck der Bürger im "alten Europa". Die Franzosen haben die Gelegenheit genutzt, ihre Skepsis über den Zustand der europäsichen Verwaltung auszudrücken. Sie sind mit der Entwicklung Europas nicht einverstanden. Hätte eine Volksbefragung auch in Deutschland stattgefunden, hätte sie ähnlich verlaufen können. Daß das deutsche Grundgesetz eine solche Abstimmung nicht erlaubt, mag aus vielerlei Hinsicht berechtigt sein (z.B. mangelnde Sachkompetenz des Bürgers). Aber es ist aus demokratischer Sicht verdächtig und widersprüchlich, daß Deutschlands Volksvertreter nahezu einstimmig dafür entscheiden und ein paar Kilometer weiter westlich eine Mehrheit dagegen zustande kam. Es ist gut möglich, daß auch die Bürger Deutschlands eine andere europäische Politik erleben wollen, als sie zur Zeit praktiziert wird. Das französische Nein werte ich deshalb als einen möglichen Auftakt zur Neuorganisation Europas. Das dürfte nicht ohne Schmerzen des etablierten Systems ablaufen. Auch in Deutschland könnten außer Peter Gauweiler weitere Entscheidungsträger eine Umkehr fordern. Vielleicht entwickeln sich nachträglich sogar öffentliche Proteste gegen die Zustimmung Deutschlands zur EU Verfassung. Jahrelang wurden die Menschen nicht gefragt. Mit wachsender Unzufriedenheit könnten sie sich - angeregt durch die Franzosen - gegen ihre Volksvertreter wenden und eine Neuorganisation fordern. Die Bundestagswahl im September, sollte sie wirklich stattfinden, bietet Extremparteien eine Plattform. Denn die großen Volksparteien CDU und SPD haben den Fehler begangen, ohne überzeugende öffentliche Diskussion und Erörterung, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Gibt es kein Volksbegehren in Deutschland, dürften EU Gegner bei der Bundestagswahl erheblichen Zuspruch erhalten - eine Entwicklung, die auch die Ziele der Privatbanken in Osteuropa gefährden könnte. Dann könnte die EU Verfassung in die Geschichte eingehen: als Auslöser von Bürgerprotesten gegen die Fehler der Entscheidungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft der vergangenen Jahre. Das Problem dabei: Eine Lösung der Probleme ist nicht in Sicht, so lange kein großer Wurf (z.B. drastische Sparmaßnahmen, Abbau der Bürokratie) geplant ist. 11:26 Uhr DAX Indikatoranalyse erstellt (Entschuldigung für die Zeitverschiebung; es gab heute einige Telefonate, die die Erstellung der Analyse verzögerten) 09:30 Uhr DAX Indikatoranalyse voraussichtlich 10:30 Uhr fertiggestellt. Vorab: A/D-Überhitzung weist auf oberen Wendepunkt hin. Kapitalabfluß aus Trendsettern / spekulativen Werten signalisiert Insiderverkäufe. 27.05.2005 20:54 Uhr Dow Jones 10.547, S + P 500 1.198, Nasdaq100 1.550. Jetzt geschieht etwas, womit ich ebenfalls nur an oberen Umkehrpunkten rechne: Die Nebenwerte, Russell2000, brechen nach oben aus. Das betrifft auch die Nasdaq-Indizes: Der Nasdaq100 notiert in der Nähe seines Hochs von gestern (+ 0,1 %), während der breiter gefaßte Composite Index mehr zulegt (+ 0,24). Die Branchenrotation "raus aus Blue Chips, rein in Aktien aus der zweiten und dritten Reihe" beschleunigt sich. 19:00 Uhr Frankreich sagt "Nein" zur Verfassung Europas. Jedenfalls wäre das die kontinuierliche Fortsetzung der These, daß vieles von dem, was in den vergangenen Jahren politisch in die Wege geleitet wurde, einer kritischen Prüfung unterzogen wird. Frankreich dürfte damit auch Chirac auf das Ende seiner Amtszeit vorbereiten. 17:20 Uhr DAX 4439, Nasdaq100 1546. Die einzige Veränderung der Indikatoren in den vergangenen Stunden: Microsoft tendiert fester als der Gesamtmarkt. Die Aktie notiert deutlich über ihrem Niveau von gestern, während der Nasdaq100 gedrückt blieb. Das ist ein weiterer Baustein für die erwartete Top Bildung. Denn auch im März und April erholte sich die Aktie wenige Tage vor der Talfahrt des Gesamtmarktes von ihrer Schwäche (z.B. Bericht vom 13.04.2005, 18:15 Uhr). Danach könnte der amerikanische Aktienmarkt zum Wochenausklang schwach tendieren. 14:48 Uhr Zu den US Indikatoren: die NYSE A/D-Linie liefert anhaltende Warnsignale, der Dow Jones Umsatzindikator stellt sich als neutral dar. Das Indikatormuster der Computerwerte und von Microsoft liefert zur Zeit wieder die gleichen Signale, die auch während der Top Bildung von Februar/März auftraten, zu sehen im 6-Monats-Chart: 1. Computerwerte tendieren fester als der Gesamtmarkt, 2. Microsoft zeigt sich schwächer als der Gesamtmarkt. Interessant war es, daß damals Microsoft kein Kontraindikator war, sondern dem Markt nach unten voraus lief. 12:23 Uhr DAX 4438. Der DAX bewegte sich zwar wieder abwärts. Aber die Indikatoren signalisieren auch, daß es Marktteilnehmer gibt, die sich aufsteigende Notierungen vorbereiten. Sie konzentrieren sich auf die großen Blue Chips und die Trendsetter im DAX - erkennbar anhand der gedrückten A/D-Linie, dem rückläufigen LS Indikator und dem G5 Depot. Danach positionieren sich Marktteilnehmer bei solchen Werten, die regelmäßig von einem Aufschwung profitieren. Die Optimisten sammeln ein. Während der Top Bildung im März/April handelten sie ähnlich - und zeigten sich dadurch als "die letzten" Optimisten, bevor der Trend kippte. 08:32 Uhr Hypovereinsbank vs. Unicredito; dieser Satz aus dem Wall Street Journal ist geeignet, das Geschäft zu vereiteln: "Fest stehe jedoch, dass eine mögliche Übernahme komplett in Aktien bezahlt werden würde." Das dürfte Verkaufsdruck auf Unicredito erzeugen, denn nach der Transaktion dürften etliche Hypovereinsbank-Aktionäre auf der Verkäuferseite stehen. Wer mit Aktien bezahlt, kann leicht einen "virtuellen Kaufpreis" von 16 Milliarden Euro errechnen. Hedgefonds, und Großaktionäre dürften Unicredito im Vorfeld leerverkaufen. Fällt die Aktie zu stark, wird die Hypobank für die Italiener unbezahlbar. 26.05.2005 22:55 Uhr Unverändert schlossen die Notierungen der US Indizes nach 17:30 Uhr, so daß die Vorgaben aus der regulären Börsensitzung neutral sind. Nachbörslich ging es jedoch bei Technologiewerten etwas abwärts, so daß sich daraus für den DAX ein Minus ergeben könnte. Die Seitwärtsbewegung ist nervenzehrend. Aber die Aussage von 13:54 Uhr, nach der der Markt "oben" angekommen sein dürfte, unterstreiche ich weiterhin - insbesondere angesichts der Vergleichsmöglichkeit der A/D-Linie mit früheren Top Bildungen. Das Gefährliche an der Situation ist, daß die Märkte praktisch jederzeit ohne zusätzliche Vorwarnung kurzfristiger Indikatoren einknicken können. Wie im April könnten die Märkte praktisch über Nacht zwei, drei Prozent fallen, so daß für den Aufbau der Short Position nur die Zeit vorher bleibt. Die antizyklische Strategie, mit steigenden Notierungen die Positionen einzusammeln, dürfte sich auszahlen. In den Vorjahren gab es oft Situationen, in denen ich an den Indikatoren zweifelte und dann hektisch die Position wechselte. Jedesmal wäre es langfristig besser gewesen, das Szenario durchzuhalten. Aufgrund dieser Erfahrungen und der zur Verfügung stehenden neuen Meßinstrumente habe ich weiterhin vollstes Vertrauen in die Indikatoren. Es besteht die Gefahr, daß die Märkte in eine längere Abwärtsbewegung wechseln. Ein möglicher Vorbote dafür könnte das "steigende Trio" sein: Rohstoffe, Anleihen, und Aktien kletterten gemeinsam. Sachwerte und Sicherheitsinvestments sind von Insidern gefragt, während das Publikum weiterhin auf Wachstum bei Aktien setzt. 13:54 Uhr DAX 4423. Eine noch günstigere Short Gelegenheit scheint es kaum zu geben: Die Indikatoren liefern seit Wochen Verkaufsignale, die kurzfristigen Verkaufsignale verstärkten sich (G5 Depot!), in den USA zeigen Finanzwerte seit Tagen, teilweise Wochen abwärts, weil hier die größten Risiken bestehen (Versicherungen | Banken | Finanzdienstleister | Goldman Sachs). Aber die Marktteilnehmer in Deutschland zeigen sich immer noch bester Stimmung und lassen den DAX der New Yorker Entwicklung nach oben davon laufen. Als sei das noch nicht genug an Warnsignalen, setzen sie noch eins drauf: Zur Dauer-Übernahmekandidatin und krisengeschüttelten Hypovereinsbank wird ein Gerücht in die Welt gesetzt, um die ohnehin schon überteuerten Kurse noch weiter in die Höhe zu schrauben (riesige Umsätze). Der Kursanstieg vom Vormittag wirkt wie ein krönender Abschluß einer mediengestützten Top-Bildung: Optimisten werden zum Einstieg verführt und mit spitzem Bleistift rechnende Strategen erhalten die Gelegenheit, in Ruhe auszusteigen. Wie wäre es mit einem "Gegengerücht": Möglicherweise ist es sogar so, daß die potentiellen Käufer der Hypovereinsbank kein Interesse mehr an der Bank haben und auf diese Weise versuchen, ihre Anteile zu versilbern. Hinterher heißt es: Übernahmegespräche hätten stattgefunden, aber leider konnte man sich nicht über den Verkaufspreis einigen. Für das Musterdepot bedeutet das: Ich setze weiterhin darauf, daß die Indikatormenchanik des G5 Depots, der A/D-Linie und die Signale der anderen Indikatoren zutreffen. Deshalb dürfte der DAX wie in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen oberhalb von 4.400 Punkten an die Decke stoßen. Die Voraussetzungen für eine sofortige Talfahrt sind gegeben. Deshalb kann er ab sofort fallen. Möglich ist allerdings auch, daß es noch eine Weile dauert, bis neue Risiken öffentlich bekannt werden. Dadurch könnte der DAX wochen- oder monatelang konsolidieren, um dann am Ende - wie vor fünf Jahren - ganz langsam den Rückwärtsgang einzulegen. 11:50 Uhr DAX 4425. Kauf 250 DAX Short Zertifikate WKN 342560, Hebel 11,6, Auto Stop Loss 4650, letzter Kurs 3,79 Euro. 25.05.2005 17:15 Uhr DAX 4385. Zusätzlich zu den bestehenden Warnsignalen kam Intraday ein weiteres hinzu: Der DAX zeigt sich gegenüber der US Entwicklung als Outperformer - ein Kennzeichen der Selbstüberschätzung. Zwar ist die DAX Outperformance nicht so heftig wie im April. Aber sie würde im Abwärtstrend ausreichen, um die Leichtsinnigkeit der Marktteilnehmer anzuzeigen. Vielleicht setzen ein paar Marktteilnehmer immer noch auf den nicht vorhandenen "Wahlbonus". Ins Szenario paßt die Entwicklung: Es bestärkt die Ansicht, daß die Optimisten auf dem falschen Fuß erwischt werden könnten. 16:10 Uhr Bulls/Bears-Ratio und Barron's Confidence Index aktuell 12:55 Uhr DAX 4391. Wieder schwache A/D-Linie: Der Rückgang des Indikators signalisiert Umschichtungen in Richtung der großen Blue Chips - zusammen mit dem steigenden CMI Germany eigentlich ein Signal, das grundsätzlich auf steigende Kurse hinweist. Wenn es nicht all die anderen Warnsignale geben würde, wäre es erwägenswert, auf steigende Notierungen zu setzen. Aber aufgrund der Erfahrungen seit April (und auch 2004 gab es ähnliche Signale an oberen Umkehrpunkten) bleibt es ratsam, den Optimisten jetzt nicht zu folgen. 12:20 Uhr ifo-Geschäftsklimaindex aktualisiert - mit unveränderter Einschätzung. DAX 4394, Tagestief 4377. Der DAX fiel zwar, aber die Optimisten wurden nicht auf dem falschen Fuß erwischt. Sie sahen den Rückgang als neue Einstiegsgelegenheit und sammelten auf ermäßigtem Niveau ein. Spannend sind die außerordentlich hohen Umsätze beim DAX Future zur Eröffnung - erkennbar anhand des stark gestiegenen DF/Aktien-Ratios. Beim Eröffnungskurs von 4.400 Punkten gab es herausragendes Interesse beim DAX Future. So entstand eine charttechnische Hürde. Daß das spekulative Depot heute zulegt und der MMC stabil gehalten wird, liegt an Fresenius Medical Care. Die Aktie war früher zwar mal ein renditestarkes Investment und gehört damit grundsätzlich zu den defensiven Werten. Aber die Aktie ist teurer als der Gesamtmarkt (Renditeperformance "RP" unter "0"), so daß es aktuell eine Zuordnung zum spekulativen Bereich gibt. Der Anstieg der Aktie signalisiert dadurch oberflächlich betrachtet höhere Risikobereitschaft. Aber der Anstieg stellt jedoch in Wirklichkeit ein "inflationiertes Sicherheitsinvestment" dar, wie z.B. auch Adidas-Salomon, Linde, Henkel, Dt. Börse, Bund Future - eine Folge der Unsicherheit an den Märkten. Weil ein solches Anlageverhalten jedoch gleichzeitig die Marktmechanik verschlechtert, z.B. erkennbar anhand des schwachen G5 Depots, Anstieg der A/D-Linie, stellt das ein seit Monaten gültiges Warnsignal dar. 07:40 Uhr Das japanische Minus von 140 Punkten (1,3 Prozent) dürfte nicht spurlos am DAX vorbei gehen. Es ist deshalb gut möglich, daß das deutsche Börsenbarometer gleich im Minus eröffnet und dann weiter abtaucht. Eine solche Entwicklung erwischt die zahlreichen Optimisten, die gestern Nachmittag eingestiegen sind, auf dem falschen Fuß. 24.05.2005 23:20 Uhr Die Kursveränderungen seit 17:30 Uhr: Dow Jones + 0,1 Prozent, S + P 500 + 0,2 Prozent, Nasdaq100 + 0,4 Prozent. Nachbörslich fiel der Nasdaq100 wieder etwas, so daß für den DAX eine Vorgabe von rund 0,2 Prozent heraus kommt - Eröffnungskurs im Bereich 4405 Punkte. Danach könnte das gleiche geschehen, wie heute: Nach freundlicher Eröffnung erneuter Rückgang, weil die Perspektiven für einen Ausbruch nach oben nicht gegeben sind und die Indikatoren eine Talfahrt in Richtung 4000/4100 Punkte erlauben würden. 18:14 Uhr DAX 4396. Zusätzlich zu den bisherigen Argumenten kamen am Nachmittag keine neuen Signale hinzu. Auch die US Indikatoren lieferten keine weiteren Hinweise. Das bedeutet: Es gibt zur Zeit keine umfangreiche Vorbereitungen auf fallende Notierungen. Damit ähnelt die Situation der Entwicklung von Mitte April (Berichterstattung vom 12. - 14.04.), als es aufgrund kurzfristig widersprüchlicher Indikatoren so aussah, als ob die Märkte weiterklettern könnten und dann der DAX oberflächlich betrachtet aus dem Stand einknickte. Längst waren die Insider vorher ausgestiegen (was die Indikatoren vorher wochenlang anzeigten). Das ist heute auch wieder das Risiko der Optimisten, die jetzt auf einen Ausbruch über die 4.400 Punkte-Marke setzen.. 15:15 Uhr DAX 4386. Ginge es nach der Entwicklung des G5 Depot, befände sich der DAX auf Crash-Kurs. Der Indikator fiel heute auf ein neues Allzeittief, was seine im vergangenen Jahr gestartete Abwärtstendenz fortsetzt. Aus den DAX Trendsettern wird weiterhin Kapital abgezogen, während die Entscheidungsträger in der Politik Woche für Woche wertvolle Zeit verstreichen lassen. Auch die Perspektive, daß es einen Regierungswechsel mit Aufbruchstimmung geben könnte, reizt nicht zum Einstieg. Denn den Akteuren auf dem Parkett ist klar: Wahlen werden aufgrund von Stimmungen und dem durch Medien geförderten Bild in der Öffentlichkeit gewonnen. Aus Favoriten können dabei schnell Verlierer werden, wenn einflußreiche Gruppen die Möglichkeit dazu haben. Und: Die Medien dürften Börsen-Schreck Oskar Lafontaine eine gewichtige Stimme verleihen, weil er polarisiert und Zuschauerquoten hebt. Mit solchen Aussichten macht sich die Börse keine Gedanken darüber, was ab September geschieht, sondern sie sieht das Naheliegende, was möglicherweise im G5 Depot zum Ausdruck kommt: die ungebremste Talfahrt Deutschlands. 09:40 Uhr DAX 4398. Ein erster Irrtum der Optimisten: Anstatt bei 4421 Punkten zu eröffnen, startete der DAX bei 4.413. Anstatt sich danach aufgrund der angeblichen politischen Unterstützung auf dem hohen Niveau zu behaupten, fiel der DAX. Das ist eine erste Reaktion auf die Warnsignale. Allerdings stört die schwache A/D-Linie das Bild einer Top Bildung. Der Indikator müßte bei einer Top Bildung "eigentlich" fester als der DAX notieren. Jedenfalls würde das eine Branchenrotation als Vorbereitung auf die Top Bildung signalisieren. Allerdings gab es auch im April kein solches Warnsignal. Schließlich wurden vor einem Monat die Optimisten auf dem falschen Fuß erwischt, so daß sie sich nicht auf den Rückgang vorbereiteten. Deshalb muß es diesmal ebenfalls keine solche positive Divergenz des Indikators geben. Die anderen Warnsignale würden für den erwarteten Rückschlag ausreichen. Auffällig ist der schwache CMI Germany, der dem DAX wie das G5 Depot nach unten voraus laufen könnte. 08:16 Uhr Der Rückgang der japanischen Aktienmärkte und die für 11:00 Uhr erwarteten Daten des ZEW Index könnten den DAX am Vormittag bremsen. Seit April zeigt der Index für Konjunkturerwartungen abwärts. Ein Anstieg des Indikators wäre eine positive Überraschung. Dagegen wäre ein weiterer Rückgang als Auslöser geeignet, den Aktienmarkt unter Druck zu setzen. Denn dann könnte aus den Daten herausgelesen werden, daß die befragten 350 Finanzexperten weiterhin skeptisch in die Zukunft schauen - und den seit Anfang 2004 bestehenden Stimmungsabwärtstrend fortsetzen. Im vergangenen Jahr lief der ZEW Index dem DAX nach unten voraus. 00:30 Uhr Die US Kursveränderungen seit gestern, 17:30 Uhr: Dow Jones + 0,2 Prozent, S + P 500 + 0,2 Prozent, Nasdaq100 + 0,4 Prozent. Folgt der DAX der Vorgabe, dürfte er heute rund 0,3 Prozent höher im Bereich 4415/4420 eröffnen. ABER: Angesichts der Warnsignale der Indikatoren dürfte der DAX - wenn überhaupt - nur kurz dort auftippen. Einen Neuwahl-Bonus hat es gestern zwar gegeben. Aber er existierte nur auf dem Papier - möglicherweise als Wunschdenken der Börsianer. Denn die Marktteilnehmer richteten sich nicht auf steigende Notierungen aus. Dazu hätten Wachstumswerte im Vordergrund stehen müssen. Statt dessen verstärkten die Marktteilnehmer ihre Sicherheitsinvestments (steigendes renditestarkes Depot, steigender Bund Future) und verabschiedeten sich von risikoreichen Papieren (fallendes spekulative Depot, fallender MMC, fallendes G5 Depot). Es ging kein Ruck durch die Börse, obwohl in den Medien der Eindruck einer Zeitenwende entstand. Daß vor zu hohen Erwartungen gewarnt wird, ist deshalb realistischer, als der rasche Vollzug eines Turnarounds. Aufgrund der abwärts zeigenden DAX Indikatoren darf damit gerechnet werden, daß die Börse ernüchtert reagiert. Das kann schon zur Eröffnung geschehen. Denn der DAX nahm gestern bereits die freundliche Entwicklung an der Wall Street vorweg. Kehrt zusätzlich über Nacht Ernüchterung ein, schmilzt der Wahlbonus. Dann könnte der DAX die freundliche US Vorgabe sogar ignorieren und unter 4.400 Punkten eröffnen. Folgt der DAX danach weiter den Indikatoren, könnte er schnell auf 4300 Punkte abrutschen. Ein möglicher Vorbote kam gestern aus den USA von den Treasury Securities: Dort kletterten die kurzfristigen Zinsen, während die Rendite der Langläufer den Rückwärtsgang einlegte. Der kurzfristige Zinssatz wird von der US Notenbank beeinflußt. Verknappt sie die Mittel, klettert der 13-Week Treasury Bill. Weil die Marktteilnehmer gleichzeitig in Sicherheit flüchteten, kauften sie statt dessen Langläufer. Das Zins-Zusammenspiel begleitete die Talfahrt der US Aktien seit Anfang Januar, wie Sie im 6-Monats-Chart sehen können. Deshalb könnte der Zinsanstieg am kurzen Ende ein Hinweis dafür sein, daß die Notenbank seit gestern wieder auf die Bremse tritt. Daß sie das nach solchen Aufwärtsbewegungen an den Aktienmärkten unternehmen würde, ist verständlich: Sie muß auf die Stimmungsbremse treten, weil sie den Leichtsinn der Aktienkäufer kennt. Sie verhindert eine neue Spekulationsblase, damit die Risiken einigermaßen beherrschbar bleiben - sofern sie angesichts der Warnsignale der NYSE A/D-Linie überhaupt noch kontrollierbar sind. 23.05.2005 18:00 Uhr DAX 4406. Bis Börsenschluß blieben die Warnsignale erhalten: massiv gestiegene A/D-Linie, schwaches G5 Depot und etwas Neues: Überwiegend Aktienhändler zogen heute den Markt aufwärts. Die Terminmarkt-Spekulanten hielten sich zurück. Sie sehen das anhand des deutlich gefallenen DF/Aktien-Ratios. Interpretation: Die überwiegend von Massenmedien beeinflußten Aktienhändler griffen zu, während sich die kritischeren Futures-Spekulanten nicht von der verbesserten Stimmung anstecken ließen. Trendsetter Münchener Rück blieb schwach - ein Hinweis auf anhaltende Verkäufe der Insider bei guten Nachrichten. 16:15 Uhr DAX 4401. Das G5 Depot liefert anhaltende Verkaufsignale. Es kribbelt in den Fingern, die Short Positionen weiter auszubauen. Der Zeitpunkt dazu sieht ideal aus. Andererseits ist die Spekulation auf fallende Notierungen umfangreich genug, so daß jetzt erstmal der Auftakt der prognostizierten Ereignisse eintreten sollte. 16:03 Uhr US Indikatoranalyse erstellt 11:33 Uhr DAX Indikatoranalyse fertiggestellt: Parallelen zur 2004er Entwicklung, stärkstes Verkaufsignal seit Frühjahr 2004, Hinweise auf Kapitalabfluß und oberen Wendepunkt. 00:37 Uhr Eine Zusammenfassung vom 20.05.2005 zu den Chancen und Risiken von der Sparkasse Oberösterreich: Die Thesen von Marc Faber und Gottfried Heller werden beschrieben. Im Ergebnis folge ich den Faber-Argumenten: Die bei Moving Markets beobachteten Indikatoren signalisierten in den vergangenen Wochen genau das, was Marc Faber aus seiner Perspektive sagt: Möglichkeit sinkender Geldmengen, steigende Zinsen, Zweifel an Unternehmensergebnissen. Hohe Barmittelbestände und Asien Investments sind ratsam. 22.05.2005 23:38 Uhr Im Freudentaumel über die gewonnene Wahl haben CDU und FDP positiv auf den genialen Schachzug von Schröder/Müntefering reagiert. Eine ähnliche Partystimmung über die Perspektive eines politischen Richtungswechsels dürfte es morgen auch beim DAX geben. Erinnerungen an den Regierungswechsel Anfang der 80er Jahre und den anschließenden Aufschwung werden wach. Zusammen mit der leicht positiven New Yorker Vorgabe dürfte das für einen "Rüttgers-Bonus" und einen Test des DAX von 4.400 Punkten reichen. Aber die CDU/CSU folgt der Perspektive von Neuwahlen unkritisch (was der politische Gegner vorschlägt, darf eigentlich gar nicht richtig sein). Sie vernachlässigt dabei möglicherweise, daß sie selbst Schwierigkeiten bekommen könnte. Verschiedene Fragen warten auf Antworten: Die Landesfürsten Wulff, Rüttgers, Koch, Steuber könnten eigene, von Merkel abweichende Ideen haben, wie das Land ab Herbst 2005 regiert werden soll - und vor allem: Wird Merkel, eigentlich auch ein "Fossil" der 90er Jahre, wirklich als die zukräftige Kandidatin für einen Neuanfang gesehen? Kann CDU/CSU überhaupt in der kurzen Zeit klare Antworten auf die dringenden Fragen liefern? Gelingt es nicht, Auseinandersetzungen über Personen und Inhalte zu begrenzen und gelingt es ebenfalls nicht, eindeutige Botschaften zu formulieren, könnte es trotz der zur Zeit positiven Aussichten kritisch werden. Mit dem Wahlkampf dürften die Schlammschlachten beginnen - eine Zeit der Lähmung. Die Perspektive, schon in diesem Jahr eine starke Bundesregierung zu bekommen, ist zwar erheblich besser als "Siechtum" bis 2006. Aber es verstreichen immer noch viele Wochen und Monate, in denen alle Seiten bemüht sein werden, Leichen aus den Kellern zu holen. Es bleibt einerseits zu hoffen, daß schonungslos die Wahrheit gesagt wird. Andererseits könnte das an der Stimmung sägen und für Überraschungen sorgen. Denn die SPD wird ihren kritisierten "Heuschrecken-Kapitalismus" zum Thema machen und dafür nach Beispielen suchen. So könnte nach dem ersten Stimmungshoch auch an der Börse Ernüchterung eintreten. Denn höhere Unternehmensgewinne und eine verbesserte Binnenkonjunktur in Deutschland müssen erst noch mit harter Arbeit erwirtschaftet werden. Bezogen auf die Bewertung vom 22.04.2005 bedeutet das: Die Konsolidierung verläuft planmäßig. Die Entscheidungen der Jahre 1998 ff. kommen jetzt auf den Prüfstand. Dazu gehört auch die unglückselige US Zinssenkung am 16.10.1998. Sie verhinderte damals eine gesunde Konsolidierung schuf und die Voraussetzungen für die 1999/2000er Spekulationsblase und die Probleme, mit denen die Märkte zur Zeit kämpfen. Die These, daß sich die Probleme bis August 2006 verschärfen könnten, bzw. erstmals offen ans Tageslicht kommen können, halte ich weiter aufrecht. 20.05.2005 17:28 Uhr DAX 4370. Das sind jetzt sehr schöne Intraday-Warnsignale: 1. DAX Outperformance, 2. neues Hoch der A/D-Linie, obwohl der DAX kaum gestiegen ist, 3. Anstieg des LS Indikators, 4. positive Divergenzen von DAX KGV und Anleihe/Aktien-Ratio, 5. anhaltend schwaches G5 Depot und schwacher MMC. Die Indikatoren signalisieren dadurch eine Umverteilung/Branchenrotation. Achten Sie auch auf die erheblichen Mittelzuflüsse bei der Volkswagenaktie - ebenfalls ein typisches Verhalten des Marktes am Ende einer Aufwärtsbewegung. Damit bleibt es aussichtsreich, über das Wochenende hinweg die Short Position zu halten. Möglicherweise haben wir sogar den oberen Umkehrpunkt des DAX bei 4379 Punkten für einige Monate, gegebenenfalls sogar bis Jahresende, gesehen. 16:17 Uhr DAX 4370. Erweiterung der Short Position: Kauf 400 DAX SHORT Zertifikate WKN 342555, Auto Stop Loss 4540, Hebel 11,3, letzter Kurs 3,25 Euro. Die Indikatoren erfüllen die vorgenannten Bedingungen, was eine Umverteilung signalisiert. Mit dem Indikatormuster kann der DAX jetzt den Rückwärtsgang einlegen. Geplante Haltedauer: Intraday, je nach Markt- und Indikatorentwicklung zwei bis drei Tage. 14:10 Uhr DAX 4365. Der DAX wurde zwar stabil gehalten. Aber unmittelbar nach dem Verfalltermin der Optionen gab es noch keine zusätzlichen Umschichtungen in Richtung der Aktien aus der zweiten Reihe. Der LS Indikator hätte für die Branchenrotation direkt nach dem Abrechnungstermin ab ca. 13:30 Uhr kräftiger steigen müssen, als es zur Zeit geschieht. Das gilt auch für die A/D-Linie, die viel zu schnell fiel und sich nicht auf dem hohen Niveau behaupten konnte. Für eine Intraday Chart Spekulation fehlt deshalb zur Zeit die Perspektive. Der DAX kann abbröckeln. Das zeigt das G5 Depot, der schwache CMI Germany, der schwache MMC und natürlich die A/D-Linie auf Tagesbasis. Aber für die Eröffnung einer zusätzlichen Short Position reicht das noch nicht aus. Dazu müßte es deutlichere Signale geben. Deshalb besteht vorerst kein Handlungsbedarf. 12:25 Uhr In den vergangenen Tagen hatte ich die These aufgestellt, daß Versicherungsunternehmen wie 2001, 2002 und Anfang 2003 als Verkäufer an den Aktienmärkten auftreten könnten. Dazu habe recherchiert und folgende Ergebnisse erhalten: Daß die Versicherungsunternehmen insbesondere an den Aktienmärkten als Käufer entfallen, liegt daran, daß sie weiterhin daran arbeiten müssen, die stillen Reserven zu erhöhen. Stille Lasten wurden zwar 2003 und 2004 zum größten Teil beseitigt. Aber die Kapitaldecke ist immer noch so dünn, daß drei Versicherer den Stress Test der BaFin nicht bestanden haben (FTD vom 19.05.2005). Auch 2004 verfügten die Versicherer bei Rentenversicherungen nicht über erforderliche Reserven (Die Welt vom 26.09.2004). Große Sprünge können die Versicherer deshalb nicht machen, so daß sie als kapitalkräftige Investoren wegfallen. So erklärt sich auch die niedrige Bewertung des Aktienmarktes. Die Assekuranz hält sich bei neuen Investments zurück, weil für jede gekaufte Aktie sofort 35 Prozent Kursverlust im Stress Test anfallen (Anleihen 10 Prozent, Immobilien ohne Risiken). Daß der DAX gegenüber dem Vorjahr knapp 10 Prozent zulegte, brachte deshalb kaum Entlastung. Die Kursverdoppelung des DAX seit 2003 fällt dabei kaum ins Gewicht: Die stillen Lasten wurden dabei etwas mehr als ausgeglichen und dürften für ein sicheres Polster wie zum Ende der 90er Jahre kaum ausreichen. Weil sich zusätzlich der Kapitalbedarf aufgrund veränderter Sterbetafeln erhöht und bis 2007 neue Bilanzierungsvorschriften zur Eigenkapitalbildung anstehen (Stichwort Solvency II), agieren die Versicherer bei Aktien zurückhaltender. Außerdem: Die Ratingagentur Fitch kritisiert den 2004 gelockerten Streß Test der BaFin als "trügerische Sicherheit": Danach wird das Szenario fallender Rentenmärkte nicht mehr mit schwachen Aktien kombiniert, sondern in getrennten Ausfallsszenarien. Das begünstigt Versicherer mit hohem Aktienanteil - zumal nun auch Absicherungsmaßnahmen, z.B. Hedges, berücksichtigt werden. Was nach meiner Einschätzung jedoch schwerer wiegt, ist die Immobilienseite: Hier berücksichtigt der BaFin Stress Test keine Ausfallrisiken. Entsprechend großzügig dürfte hier in den vergangenen Jahren bilanziert worden sein. Und: Wird das Steuerprivileg abgeschafft, haben die Versicherer möglicherweise ein weiteres Problem mit der Eigenkapitalbeschaffung. Deshalb kommt Fitch im Oktober 2004 zu dem Urteil: "Ausblick für die deutsche Lebensversicherungsbranche (...) aufgrund der großen Anzahl destabilisierender Faktoren negativ. (...) Nach drei Jahren des Niedergangs befindet sich die deutsche Lebensversicherungsbranche damit auf dem Wege der Besserung, jedoch bleiben noch erhebliche Unsicherheiten bestehen | Fitch Webseite mit Studien. Es erscheint es gut möglich, daß neben den Lebensversicherern auch auch Sachversicherer und Banken ein Problem mit den Bewertungen ihrer Reserven haben. Das erklärt die Zurückhaltung trotz der günstigen Aktienbewertung. Zeitbombe Immobilien: Sollte es hier eines Tages Abschreibungsbedarf geben, ist es nicht so einfach, die Lasten zu beseitigen. Denn Verkäufe wie beim Aktienmarkt würde der Immobilienmarkt in Deutschland nicht verkraften. Und hier streiten sich die Gelehrten noch, wie Immobilienbesitz angemessen bewertet wird (FTD vom 04.03.2005). Möglicherweise war der Deka Crash im vergangenen Jahr erst der Anfang. Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) wirft zu dem Thema Nebelkerzen, wie die FTD schreibt. Ob der Verband gute Stimmung verbreiten will, um die tatsächliche Lage zu verschleiern? Auf jeden Fall ist es angebracht, Blue Chips zu meiden, weil praktisch jederzeit eine neue Schieflage mit negativen Folgen für den Aktienmarkt auftreten kann. Das Vertrauen, daß Sicherheiten in den Bilanzen nach tatsächlichen Marktbedingungen bewertet werden und ausgewiesene Reserven echte Reserven sind, ist nicht berechtigt. 09:39 Uhr DAX 4355. Kein kurzfristiges Verkaufsignal der A/D-Linie, weil der Indikator etwas schwächer als der DAX notiert. Mögliches Szenario: Der DAX wird mit den Index Schwergewichten für den Optionstermin stabil gehalten (niedrige A/D-Linie, fallender LS Indikator). Erst anschließend finden neue Umschichtungen in Richtung der Leichtgewichte statt (steigende A/D-Linie, steigender LS Indikator). 19.05.2005 22:42 Uhr Die US Indikatoren bauten ihre Warnsignale aus: Obwohl der Dow Jones nur 0,27 Prozent gewann, gab es eine hohe Zahl von Gewinnern, was den Russell2000 Index und die A/D-Linie klettern läßt. Außerdem legte Kontraindikator Microsoft kurz vor Börsenschluß stärker zu als der Nasdaq100. Das würde als Warnsignal für einen oberen Wendepunkt ausreichen. Mögliches Szenario: Morgen nach freundlicher Eröffnung bis Börsenschluß nachgebende Notierungen. DAX Ausblick: Nach 17:30 Uhr kletterten die US Indizes im Durchschnitt um rund 0,3 Prozent, so daß der DAX morgen im Bereich 4370 Punkten eröffnen dürfte. Während heute die DAX A/D-Linie wegen der hohen Gewinnerzahl bereits am oberen Anschlag notierte, hat sie morgen mehr Luft. Das gilt insbesondere bei einem vergleichsweise geringen Plus von 0,3 Prozent. Denn sollte die Zahl der Gewinner hoch bleiben, dürfte der Indikator erstmalig seit vergangener Woche wieder INTRADAY eine positive Divergenz zeigen. Dadurch könnte sich die Gelegenheit für eine Intraday-Short Spekulation entwickeln, sofern die anderen Indikatoren abwärts zeigen - z.B. wie das G5 Depot heute zum Börsenschluß. Schon kurz nach der Eröffnung rechne ich dazu mit neuen Hinweisen: Der Eröffnungskurs von 4370/4375 Punkten könnte das Tageshoch markieren. 16:30 Uhr DAX 4355. Dank der Indikatoren ist es möglich, dem Treiben an der Börse zuzuschauen. Die kurzfristige Short Schieflage wird dadurch erträglich. Denn so läßt es sich stündlich mitverfolgen, daß sich die Märkte im Rahmen der Erwartungen bewegen. Deshalb kann der DAX nicht nach oben davon laufen: Das G5 Depot blieb schwach, die A/D-Linie produziert ihr großes Verkaufsignal. Es fehlt nur noch ein Impuls, der kurzfristig die Warnsignale verstärken würde. So kribbelt es zwar in den Fingern, die Short Position auf dem höheren Niveau auszubauen. Aber für eine solche Aktion sollte es ein klareres Signal geben, z.B. ein deutlicherer Rückgang des G5 Depots. Bis dahin bleibt nichts anderes übrig, als dem Kaufrausch der Optimisten zuzuschauen. Heute wird es wieder hohe Umsätze geben - viel Geld, das den "zittrigen", medienmobilisierten Käufern zum Nachorden fehlen wird. 11:54 Uhr DAX 4345. Für die weitere Entwicklung wird es nun wichtig, wann es Hinweise für die These gibt, daß sich die professionellen Vermögensverwalter von ihren Papieren verabschieden. Das wird zuerst daran erkennbar sein, daß sich sich aus den Aktien des G5 Depot zurückziehen (= fallender Indikator), freiwerdende Mittel in Richtung der Index-Leichtgewichte umschichten (LS Indikator steigt), die Marktbreite mit steigenden Notierungen zunimmt und mit fallenden Kursen abnimmt (A/D-Linie mit positiver Divergenz), das durchschnittliche Ordervolumen (DOID) fällt, Umsatzspitzen im DAX Future auftreten (wer große Aktienpakete verkaufen will, weiß, daß die Kurse fallen werden). Es kommt hauptsächlich darauf an, ob und wann die professionellen Vermögensverwalter mit ihren Umschichtungen beginnen. Wird der Abwärtstrend des LS Indikators nach oben verlassen und fällt gleichzeitig das G5 Depot, dürfte das der Vorbote für die erwartete kurzfristige Top Bildung sein. Daß der MMC abtaucht, die A/D-Linie auf Tagesbasis das Verkaufsignal lieferte und das G5 Depot schwach blieb, geht bereit in diese Richtung. 18.05.2005 23:52 Uhr Mit 22,55 USD schloß Hewlett Packard auf dem höchsten Niveau seit 12 Monaten, wobei die Umsätze knapp dreimal so hoch waren, wie an normalen Tagen. Sie wissen: Hohe Umsätze an solchen Tagen lassen einen oberen Umkehrpunkt erwarten - vergleichbar mit den Umsatzspitzen im Februar und März. Die Hewlett Packard-Rallye zog zusammen mit Microsoft die gesamte Computerbranche aufwärts, was ein typisches Warnsignal am Ende eines Aufschwungs darstellt (Bewertung vom 21.02.2003). Die technische Aufwärtsreaktion der Technologieaktien dürfte damit ihrem Ende entgegen gehen. Weil außerdem die NYSE A/D-Linie ein neues Verkaufsignal liefert (Aktualisierung der Daten morgen), zeigt sich die Markttechnik für den amerikanischen Aktienmarkt schwach. Aber zunächst dürfte die US Vorgabe morgen für einen steigenden DAX sorgen. Nach 17:30 Uhr kletterten Dow Jones um 0,5 Prozent, S + P 500 um 0,3 Prozent und Nasdaq100 um 0,5 Prozent. Folgt der DAX der Vorgabe, dürfte er im Bereich 4240/4245 Punkten eröffnen. Dabei wird die A/D-Linie auf ein neues 12-Monats-Hoch steigen und dadurch das Verkaufsignal vom April verstärken. Eine ähnliche Situation gab es im Frühjahr 2004 (Bericht vom 23.04.2004). Weil das ebenfalls einem typischen Top Bildungsmuster entspricht, bleibt es ratsam, 1. jetzt nicht den steigenden Notierungen hinterher zu laufen und 2. auf fallende Kurse zu setzen. Auffällig ist die anhaltende Schwäche des Trendsetters Münchener Rück. Die Aktie dient offenbar professionellen Vermögensverwaltern als Liquiditätsbeschaffer. Außerdem notiert sie weit unter dem Niveau von 2000/2001, so daß in einigen Bilanzen Abschreibungsbedarf bestehen dürfte. Das gilt auch für andere DAX Schwergewichte, wie z.B. Allianz, Dt. Telekom und Werte, wie DaimlerChrysler, Lufthansa, Infineon, Hypovereinsbank, Commerzbank, Bayer, TUI, Volkswagen. Die 11 Titel repräsentieren einen Anteil von 37,7 Prozent im DAX. Geraten sie unter Druck, dürfte das negativ auf den Gesamtmarkt wirken - zumal SAP (5,7 Prozent Anteil) zu teuer wurde und Siemens ( 10,3 Prozent Anteil) wie im April nur vorübergehend als Fluchthafen für abgezogenes Kapital dienen dürfte. Daraus folgt: Wenn 13 Aktien mit 53,7 Prozent Anteil den Markt nach unten drücken, dürften im Gegenzug die 17 anderen, kleineren DAX Werte weniger stark verlieren. Folge: Die A/D-Linie dürfte ihre positive Divergenz ausbauen, der LS Indikator steigen und das G5 Depot fallen. Mit einer solchen Indikatorentwicklung stünde die nächste Abwärtsbewegung unmittelbar bevor. Mögliches Szenario: Freundliche Eröffnung, anschließend abbröckelnde Notierungen, weil die Anschlußaufträge ausbleiben und die professionellen Vermögensverwalter ihre Positionen auflösen. Die Börsenkommentare dürften dabei von Gewinnmitnahmen sprechen, während voraussichtlich hinter den Kulissen die nächste Top Bildung eingeleitet wird. 19:15 Uhr Bulls/Bears-Ratio und Barron's Confidence Index aktuell - mit unveränderten Einschätzungen. Eine gewagte These: Hewlett Packard heute per Schlußkurs nur noch knapp in der Gewinnzone oder sogar im Minus? Aktuell 22,59 USD, + 4,83 Prozent. 17:44 Uhr DAX 4324,6. Bei 4325 lagen noch ein paar Stops, die der Markt abgeholt hat, so daß es jetzt abwärts gehen kann. Zum Börsenschluß gab es noch einmal hohe Umsätze und ein rückläufiges G5 Depot. Heute klettert alles: Aktien, Anleihen, Rohstoffe (Soja). In der Vergangenheit war auch das regelmäßig ein Hinweis auf einen oberen Wendepunkt für Aktien. Wäre das Musterdepot nicht schon Short ausgerichtet, würde ich nach dem Tag heute auf fallende Kurse setzen. 17:03 Uhr DAX 4312. Zwar noch keine fallenden Notierungen bei Hewlett Packard, aber Rekordumsätze signalisieren, daß zahlreiche "zittrige Hände" bei dem Wert einsteigen, weil es in den Nachrichtentickern präsent ist. Die US Intraday-Indikatoren liefern Verkaufsignale: Steigende Microsoft-Aktie, kräftig zulegende Nebenwerte (Russell2000) und eine überdurchschnittliche Klettertour der Computerbranche zeigen an, daß Volksaktien gefragt sind und die Spekulanten einzusteigen beginnen - ein typisches Warnsignal, daß die technische Reaktion ihrem Ende entgegen geht. Auch die kräftig erhöhten DAX Umsätze zeigen das an. Bei einem solchen Tag reiben sich die professionellen Vermögensverwalter, bzw. die Versicherungen die Hände, falls das Szenario einer Schieflage wirklich zutreffen sollte. Es bleibt aussichtsreich die Short Positionen zu halten. 15:40 Uhr Heißt es heute auch bei Hewlett Packard "sell on the news", wäre das eine Fortsetzung der Ereignisse der vergangenen Wochen: Die Börse jubelt über die angeblich guten Zahlen, während gleichzeitig Investoren mit spitzem Bleistift rechnen und das Papier verkaufen. Die von Massenmedien gestützte Kaufwelle eignet sich bestens, um große Aktienpakete auf den Markt zu werfen, ohne große Kursverluste befürchten zu müssen. Deshalb könnte das Eröffnungshoch der US Börsen gleichzeitig das Tageshoch sein. Aktuell: Dow Jones 10.378, Nasdaq100 1.493, S + P 500 1.179, DAX 4.297. 11:08 Uhr DAX 4292. Jetzt notiert der DAX in dem Bereich, den er von den US Börsen als Vorgabe erhalten hat. Jeder Kurs darüber wäre eine Übertreibung nach oben. Anhand des fallenden LS Indikators (LS = Leicht-, Schwergewicht) sehen Sie, daß der Markt überwiegend von den großen DAX Werten nach oben gezogen wird - allen voran Siemens. Wie beim ersten Warnsignal in der vergangenen Woche am 13.05. kann der der Siemens-Anstieg einen oberen Wendepunkt signalisieren. Die ansonsten in solchen Situationen wertvolle Intraday-A/D-Linie liefert kein Verkaufsignal, weil der Indikator aus rechnerischen Gründen kaum weiter steigen kann. Nützlichere Hinweise liefern jedoch das gedrückte G5 Depot und das Zusammenspiel aus spekulativem und renditestarkem Depot, das zu einem fallenden MMC führt. Spannend wird die Entwicklung jetzt auch bei Adidas: CMI Adidas lieferte ein Verkaufsignal, weil der Indikator den Rückwärtsgang einlegte. Es fließt Kapital ab, was im intakten Abwärtstrend regelmäßig zu fallenden Notierungen führt. Oberhalb von 128,80/129 Euro dürfte für das Szenario einer Stagnation/Top Bildung bis Jahresende der Deckel drauf sein. 08:22 Uhr Die japanische Börse blieb vom Anstieg der US Märkte unbeeindruckt. Das könnte auch das Aufwärtspotential des DAX mindern, so daß es keine Eröffnung im Bereich 4290, sondern deutlich darunter geben dürfte. Hewlett Packard als Kontraindikator und nicht als Trendsetter: Die Börsenkommentare dürfte zwar aufgrund des nachbörslichen Anstiegs von über drei Prozent eine positive Vorgabe ableiten. Aber der 6-Monats-Chart zeigt, daß die Aktie ein Kontraindikator ist: Als sie sich zum Jahresbeginn nach oben abkoppelte, begann der Abwärtstrend des Gesamtmarktes. Obere Wendepunkte des Nasdaq Composite wurden von einem überdurchschnittlichen Anstieg der Hewlett Packard Aktie begleitet. Bei einem Wachstum von 12 bis 18 Prozent für 2006 und einem KGV von 12 bis 14 ist die Aktie angemessen bewertet - nicht teuer und nicht billig. In einem Aufwärtstrend des Gesamtmarktes wäre der Wert interessant für ein Investment. Aber in der aktuellen Situation, in der nicht geklärt ist, weshalb die Märkte unter Druck geraten, erscheint es riskant, dort zu investieren. Auch die Zahlenspielerei mit Nettogewinn (0,33 USD) und Gewinn vor Sonderposten (0,37 USD) gefällt mir nicht. Es weckt Erinnerungen an das Schönreden vergangener Hausse-Zeiten und signalisiert, daß der Vorstand Klimmzüge machen muß, um die Erwartungen der Analysten zu erfüllen (0,36 USD). Er betreibt dadurch kurzfristige Gewinnmaximierung und verschiebt Risiken in die Zukunft. 17.05.2005 22:41 Uhr Der DAX dürfte entsprechend der US Vorgabe seit 17:30 Uhr (Dow Jones + 1,0 Prozent, S + P 500 + 1,0 Prozent, Nasdaq100 + 1,2 Prozent) rund 40 Punkte über dem Schlußkurs von heute eröffnen. Von einem Indikator dürfte es zur Eröffnung kein Verkaufsignal geben: Die A/D-Linie blieb heute Intraday schwach, so daß im 5-Tages-Chart keine positive Divergenz entstehen dürfte. Eines bleibt jedoch festzuhalten: Der DAX klettert morgen mit einem kurzfristigen Kaufsignal der DAX A/D-Linie (15:32 Uhr, s.u.) und mit einem stabilen G5 Depot. Setzt sich diese Tendenz fort und erreicht der DAX ein neues Zwischenhoch, müßte das Szenario, daß der DAX an der 4300 Punkte-Marke scheitert, kritisch hinterfragt werden. Nach oben davon laufen kann der Markt aber voraussichtlich weiterhin nicht: die A/D-Linie würde mit einem neuen Hoch auf Tagesbasis die positive Divergenz aufbauen und dadurch das Verkaufsignal verstärken. Spannend wird es auch, was Trendsetter Münchener Rück macht: Die Aktie wurde oberhalb von 86 Euro in erheblichem Umfang verkauft. Gute Nachrichten wurden von kapitalkräftigen Verkäufern genutzt, um auszusteigen. Möglicherweise waren das strategische Verkäufe der professionellen Vermögensverwalter, die immer dann einsetzen, wenn die Börse mit Schwung und hohen Umsätzen klettert. Sollte sich das fortsetzen, dürfte aufgrund der Verläufe oberhalb von 4300 Punkten der Deckel drauf sein. Die Versicherer würden jede Erholung nutzen wollen, um auszusteigen. Ob und in welchem Umfang das geschieht, dürften die Indikatoren zeigen. 20:30 Uhr Link zu einer Diskussion über Astrologie 19:33 Uhr Fundsache: Die US Wertpapierkredite beschleunigten sich in den vergangenen Monaten und erreichen das Niveau vom Frühjahr 2000. |
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18.05.2005 08:22 Uhr Die japanische Börse blieb vom Anstieg der US Märkte unbeeindruckt. Das könnte auch das Aufwärtspotential des DAX mindern, so daß es keine Eröffnung im Bereich 4290, sondern deutlich darunter geben dürfte. Hewlett Packard als Kontraindikator und nicht als Trendsetter: Die Börsenkommentare dürfte zwar aufgrund des nachbörslichen Anstiegs von über drei Prozent eine positive Vorgabe ableiten. Aber der 6-Monats-Chart zeigt, daß die Aktie ein Kontraindikator ist: Als sie sich zum Jahresbeginn nach oben abkoppelte, begann der Abwärtstrend des Gesamtmarktes. Obere Wendepunkte des Nasdaq Composite wurden von einem überdurchschnittlichen Anstieg der Hewlett Packard Aktie begleitet. Bei einem Wachstum von 12 bis 18 Prozent für 2006 und einem KGV von 12 bis 14 ist die Aktie angemessen bewertet - nicht teuer und nicht billig. In einem Aufwärtstrend des Gesamtmarktes wäre der Wert interessant für ein Investment. Aber in der aktuellen Situation, in der nicht geklärt ist, weshalb die Märkte unter Druck geraten, erscheint es riskant, dort zu investieren. Auch die Zahlenspielerei mit Nettogewinn (0,33 USD) und Gewinn vor Sonderposten (0,37 USD) gefällt mir nicht. Es weckt Erinnerungen an das Schönreden vergangener Hausse-Zeiten und signalisiert, daß der Vorstand Klimmzüge machen muß, um die Erwartungen der Analysten zu erfüllen (0,36 USD). Er betreibt dadurch kurzfristige Gewinnmaximierung und verschiebt Risiken in die Zukunft. 17.05.2005 22:41 Uhr Der DAX dürfte entsprechend der US Vorgabe seit 17:30 Uhr (Dow Jones + 1,0 Prozent, S + P 500 + 1,0 Prozent, Nasdaq100 + 1,2 Prozent) rund 40 Punkte über dem Schlußkurs von heute eröffnen. Von einem Indikator dürfte es zur Eröffnung kein Verkaufsignal geben: Die A/D-Linie blieb heute Intraday schwach, so daß im 5-Tages-Chart keine positive Divergenz entstehen dürfte. Eines bleibt jedoch festzuhalten: Der DAX klettert morgen mit einem kurzfristigen Kaufsignal der DAX A/D-Linie (15:32 Uhr, s.u.) und mit einem stabilen G5 Depot. Setzt sich diese Tendenz fort und erreicht der DAX ein neues Zwischenhoch, müßte das Szenario, daß der DAX an der 4300 Punkte-Marke scheitert, kritisch hinterfragt werden. Nach oben davon laufen kann der Markt aber voraussichtlich weiterhin nicht: die A/D-Linie würde mit einem neuen Hoch auf Tagesbasis die positive Divergenz aufbauen und dadurch das Verkaufsignal verstärken. Spannend wird es auch, was Trendsetter Münchener Rück macht: Die Aktie wurde oberhalb von 86 Euro in erheblichem Umfang verkauft. Gute Nachrichten wurden von kapitalkräftigen Verkäufern genutzt, um auszusteigen. Möglicherweise waren das strategische Verkäufe der professionellen Vermögensverwalter, die immer dann einsetzen, wenn die Börse mit Schwung und hohen Umsätzen klettert. Sollte sich das fortsetzen, dürfte aufgrund der Verläufe oberhalb von 4300 Punkten der Deckel drauf sein. Die Versicherer würden jede Erholung nutzen wollen, um auszusteigen. Ob und in welchem Umfang das geschieht, dürften die Indikatoren zeigen. 20:30 Uhr Link zu einer Diskussion über Astrologie 19:33 Uhr Fundsache: Die US Wertpapierkredite beschleunigten sich in den vergangenen Monaten und erreichen das Niveau vom Frühjahr 2000. 18:36 Uhr DAX 4251. Es gibt von den DAX- und US-Indikatoren keine neuen Hinweise dafür, daß kurzfristig eine Bewegung stattfinden könnte. Weder neue Kauf-, noch Verkaufsignale sind erkennbar. Den Anstieg des G5 Depot bewerte ich weiterhin als oberen Wendepunkt, weil die Gefahr besteht, daß die Optimisten zu früh eingestiegen sind. Weil das durchschnittliche Ordervolumen (DOID) bis Börsenschluß kletterte, kann der Indikator als neutral bewertet werden. Für ein Warnsignal á la 2001 hätte DOID bis Börsenschluß niedrig bleiben müssen. Es besteht kein Handlungsbedarf für das auf eine kurz-, mittel- und langfristige Abwärtsbewegung ausgerichtete Musterdepot. 15:32 Uhr DAX 4244. Die A/D-Linie fiel Intraday stärker als der DAX, was grundsätzlich ein kurzfristiges Kaufsignal darstellt. Allerdings fiel das durchschnittliche Ordervolumen (DOID) kontinuierlich, was auf möglichen Verkaufsdruck der Versicherer hinweist. Deshalb könnte der DAX trotz des Intraday-Kaufsignals der A/D-Linie fallen, so daß für das Musterdepot kein Handlungsbedarf besteht. 14:22 Uhr DAX 4244. Daß der um 24 Cent gestiegene Ölpreis eine Rolle bei dem Rückgang spielen soll, zeigt die Ratlosigkeit auf dem Börsenparkett. Weil der DAX schnell auf die Warnsignale reagierte, ist es gut möglich, daß ein neuer Abwärtstrend startete. Allerdings gibt es keine kurzfristigen Verkaufsignale mehr. So blieb das G5 Depot auf hohem Niveau stabil und die A/D-Linie fiel Intraday parallel mit dem DAX. Für ein Verkaufsignal sollte das G5 Depot fallen und die A/D-Linie eine positive Divergenz aufweisen. Im Blickpunkt bleibt auch das durchschnittliche Ordervolumen (DOID). Fällt der Indikator, wäre das ein Hinweis auf die geringe Aufnahmefähigkeit des Marktes bzw. auf den Abgabedruck professioneller Vermögensverwalter (vergleichbar mit den Ereignissen von 2001, Analyse vom 23.11.2001, Analyse vom 26.04.2002). Schließlich notiert der DAX im vierten Jahr unter der Bewertungsreserve von 5000 Punkten, so daß Versicherer mit Bilanzproblemen gezwungen sein könnten, Aktien zu verkaufen. Das wäre eine Erklärung dafür, daß der DAX immer billiger wird. Berichte zur Aktienquote: Handelsblatt vom 02.05.2005, Welt vom 03.05.2005, Fondsprofessionell vom 19.04.2005, Die Zeit 2003. 11:54 Uhr DAX 4235. Der DAX fällt zwar entsprechend des Szenarios. Aber es ist nicht erkennbar (Schering reicht nicht als Begründung aus), aufgrund welcher Nachrichten die Talfahrt stattfindet - ein anhaltendes Warnsignal. Denn kommt der Markt unter die Räder, ohne daß entsprechende Auslöser dazu über die Nachrichtenticker gehen, sollte einkalkuliert werden, daß weiterer Verkaufsdruck auf die Märkte zukommen kann. "Ohne Nachrichten" verkaufen in erster Linie Insider. 11:53 Uhr Ein Qualitätsbeweis: Moving Markets gehört zu den Informationsanbietern, die auf eine langjährige Internet-Geschichte zurückblicken können. Starten Sie eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und verfolgen Sie im Zeitraffer die über acht Jahre alten Berichte, z.B. die "aktuellen Nachrichten vom 14.03.1997".Einen Gesamtüberblick von 1997 bis heute erhalten Sie mit dem nachfolgenden Link: http://web.archive.org/web/*/http://www.movingmarkets.de. Die "Wayback Machine" ist ein nützlicher Dienst, um andere Börsendienste zu prüfen. Recherchieren Sie hier, um die Spreu vom Weizen zu trennen - das kurze Leben der meisten Dienste ist erstaunlich. Ihre Erfahrungen bei Ihren Recherchen interessieren mich. Bitte rufen Sie mich an, Telefon Deutschland 0571-9424510 oder schreiben Sie mir eine Email: gs@gsinfo.de. 08:23 Uhr "Sell on good news" hieß es heute in Japan: Der Nikkei Index fiel 1,15 Prozent, obwohl es von der Konjunktur gute Nachrichten gab - ein negatives Signal. Die Marktteilnehmer nutzten die Aufnahmefähigkeit des Marktes, um in großem Umfang auszusteigen. Ähnliches konnte in den vergangenen Wochen auch bei einzelnen Aktien beobachtet werden - anhaltende Hinweise für den intakten Abwärtstrend. Der DAX dürfte aufgrund der US Vorgabe knapp 0,5 Prozent höher eröffnen. Die japanische Börse hinzugezogen könnte der Gewinn auch niedriger ausfallen. Dem DAX dürfte es schwer fallen, die Hürde von 4280 Punkten zu überwinden. Mögliches Szenario: Freundliche Eröffnung mit Intraday-Verkaufsignalen, danach abbröckelnde Notierungen. 16.05.2005 16:40 Uhr US Indikatoranalyse fertiggestellt: Noch etwas aufwärts (Dow Jones 10.250), anschließend abwärts. Short Positionen weiterhin aussichtsreich. 13:20 Uhr DAX Indikatoranalyse fertiggestellt Freitag, 13.05.2005 17:24 Uhr DAX 4268. Daß jetzt auch beim DAX die Optimisten investieren (steigendes G5 Depot), ist aus charttechnischer Sicht verständlich: Nach dem Doppeltief wurde die Unterstützung bei 4240 Punkten getestet, so daß jetzt ein neuer Aufwärtstrend entstehen könnte. Außerdem ist der DAX fundamental billig. So könnte die Markteinschätzung der Optimisten lauten. Deshalb konzentrieren sie sich auf Werte, die am ehesten von einem Turnaround profitieren, z.B. Infineon. Daß hinter den Kulissen ganz andere Risiken zu den Verkäufen führten und Insider-Trendsetter seit DAX 4200 Punkten (seit über sechs Monaten!) auf der Verkäuferseite stehen und eine typische Umverteilung stattfand, läßt sich aus der Charttechnik nicht herauslesen. Wer jetzt nur auf die Kursentwicklung schaut, dürfte zu voreilig auf steigende Notierungen setzen. Sollten sich die Optimisten diesmal wieder irren (wie beim Wendepunkt am 06./09.05.), dürfte es aus Enttäuschung hohen Verkaufsdruck geben. Aufgrund der Warnsignale der US Indikatoren besteht die Gefahr, daß Dow Jones und Co schwach schließen. Im März/April reagierten die Märkte zum ersten Mal nicht auf die Kaufsignale der Indikatoren. Im intakten Abwärtstrend werden obere Wendepunkte dadurch gekennzeichnet, daß die Optimisten bei einer Bärenmarktrallye in Erscheinung treten, aber am Ende doch scheitern. 17:00 Uhr DAX 4264. Verkaufsignale aus den USA: Microsoft und Computerwerte klettern stärker als ihre Vergleichsindizes. Interpretation: Computeraktien als beliebte Volksaktien sind gefragt, weil Kleinanleger an die Börse drängen. Gleichzeitig sind Sicherheitsinvestments gefragt, weil Insider aussteigen. Die Umverteilung signalisiert einen oberen Wendepunkt. 13:43 Uhr DAX 4260. Unveränderte Situation: Es gibt Optimisten, die auf einen steigenden DAX setzen. Nimmt man dafür die Siemensaktie als Indikator und vergleicht die Ereignisse seit März, bleibt festzustellen: Dreimal sollte die Aktie als Trendsetter den Markt nach oben ziehen. Jedesmal scheiterten die Optimisten. Damit stellte sich der Kapitalzufluß beim Indexschwergewicht Siemens als Kontraindikator dar, was den intakten Abwärtstrend signalisiert. Wenn dreimal hintereinander ein Indikatormuster zutrifft, ist das kein Zufall mehr, sondern ein Trend. So könnten z.B. die Mittelzuflüsse bei Siemens auch eine Flucht in Richtung Sicherheit darstellen - wie beim US Schwergewicht Microsoft. 10:46 Uhr DAX 4253. Die Indikatoren signalisieren keine kurzfristig bevorstehende Talfahrt. Statt dessen zeigen sie an, daß sich einige Marktteilnehmer auf steigende Notierungen ausrichten. Sie sehen das insbesondere anhand der gedrückten A/D-Linie und des steigenden G5 Depots. Interpretation: Die Marktteilnehmer bevorzugen die großen DAX Werte, was regelmäßig im Vorfeld steigender Notierungen geschieht. Um das Index-Schwergewicht Siemens aufwärts zu bewegen, wird viel Kapital benötigt. Das wirkt sich auf die Indikatormechanik bei einigen Indikatoren grundsätzlich positiv aus. Die Indikatoren zeigen dadurch, daß die Zuversicht der Marktteilnehmer zunimmt (das signalisiert z.B. auch der steigende CMI Germany). Wie diese Zuversicht interpretiert werden muß, ist allerdings etwas schwieriger zu bewerten, denn sie könnte als "Euphoriespitze" genauso für einen oberen Wendepunkt sorgen, wie es im April (und gestern) geschah. Trotzdem: Aufgrund dieser uneinheitlichen Entwicklung erhöhten sich die Risiken für eine kurzfristige Short Spekulation. Mit der Marktmechanik könnte der DAX noch einmal einen Versuch starten, in Richtung 4.300 Punkte zu klettern. Die DAX Short Zertifikate aus dem Musterdepot werden allerdings gehalten, weil die Indikatoren bei einem Anstieg schnell neue Verkaufsignale generieren würden (z.B. die A/D-Linie, die auf Tagesbasis immer noch "oben" notiert). 08:30 Uhr BR Online spricht von einer DAX Eröffnung im Bereich 4250. Sollte das tatsächlich der Eröffnungskurs sein, könnte sich erneut eine gute Short Gelegenheit entwickeln. Denn die Marktteilnehmer könnten angesichts der Resistenz gegenüber der schwachen Wall Street neuen Mut schöpfen und den DAX steigen lassen. Je nach Entwicklung der Indikatoren könnte es dann auf höherem Niveau neue Verkaufsignale geben. Denn ein US Indikator lieferte gestern bis Börsenschluß anhaltende Verkaufsignale: Kontraindikator Microsoft blieb vor Beginn der Talfahrt und während des gesamten Rückgangs stabil. Die Marktteilnehmer flüchteten in Richtung Sicherheit, was über den Tag hinaus ein Verkaufsignal darstellt. Angesicht der voraussichtlichen technischen Stärke des DAX am Vormittag dürfte es heute ein spannender Tag werden. 12.05.2005 22:47 Uhr Mit der US Vorgabe nach 17:30 Uhr (Dow Jones - 1 Prozent, - 0,9 Prozent, Nasdaq100 - 0,6 Prozent) dürfte der DAX morgen rund 0,8 Prozent niedriger im Bereich 4230/4235 eröffnen. Die Intraday-Indikatoren werden kurz nach der Eröffnung zeigen, ob der Index anschließend unter das Tief vom 11.05. durchbricht oder sich der Markt noch einmal stabilisieren kann. 17:05 Uhr DAX 4260. Neues Tagestief mit 4255: Es scheint schon wieder so loszugehen, wie Mitte April, als die Märkte ebenfalls ohne Signale der Intraday Indikatoren fielen. Das ist regelmäßig die gefährlichste Entwicklung, denn dann werden sowohl die langfristigen, als auch die kurzfristigen Optimisten auf dem falschen Fuß erwischt. Im April folgte danach der 200 Punkte Sturz. 16:40 Uhr DAX 4270. Talfahrt voraussichtlich aufgeschoben: Weder von den US Indikatoren noch von den DAX-Signalgebern kommen zur Zeit Hinweise, daß die Märkte kurzfristig nach unten drehen könnten. Eine Talfahrt wäre deshalb eine Überraschung (auf jeden Fall für die Optimisten, die sich nicht auf fallende Notierungen vorbereiteten). Statt dessen darf beim DAX mit einem erneuten Test der 4300 Punkte-Marke gerechnet werden - oder zumindest mit einer anhaltenden Seitwärtsbewegung. Die Intraday-Indikatoren spiegeln die Unentschlossenheit der Marktteilnehmer wider, die zwischen "Aktienmarkt billig" und "drohende Risiken" schwanken. 15:45 Uhr DAX 4269. So richtig klar abwärts zeigen die DAX Intraday Indikatoren nicht mehr: Die fallende A/D-Linie signalisiert, daß die Umschichtungen in Richtung der Index Leichtgewichte nicht weitergingen und das stabile G5 Depot signalisiert ebenfalls nicht, daß die Insider-Trendsetter aussteigen. Eine schnelle Talfahrt wäre danach nicht zu erwarten - zumindest sind keine Hinweise erkennbar, daß sich Marktteilnehmer auf eine solche Talfahrt vorbereiten. Mit der Indikatormechanik kann der DAX weiter seitwärts pendeln, bzw. auf höherem Niveau eine neue Top Bildung starten, z.B. im Bereich 4290/4295. Weil die mittel- und langfristigen Warnsignale anhalten (und der DAX auch ohne kurzfristige Talfahrtvorbereitungen fallen kann, z.B. wie Mitte April bei 4.400 Punkten), wird die Depotzusammensetzung nicht geändert. 13:41 Uhr DAX 4259. Die Abwärtsbewegung ist in Gang gekommen, der DAX reagierte auf die Warnsignale. Zur Zinsentwicklung: Oberflächlich betrachtet ist es überraschend, daß angesichts der Steuerschätzung der Bund Future keinen Kurseinbruch erleidet. Das zeigt: Es ist offenbar immer noch viel Kapital vorhanden, das die Staatsausgaben stützt. Fehlt es, funktionieren die Mechanismen zwischen Angebot und Nachfrage wieder, was zu massiv steigenden Zinsen führen dürfte - voraussichtlich eine Frage der Geldmengenentwicklung. Aber soweit ist der Markt noch nicht - erkennbar anhand der negativen Divergenz des Umsatzindikators. 10:01 Uhr DAX 4274. Geht es nach der positiven Divergenz der DAX A/D-Linie (Verkaufsignal, Umverteilung/Einstieg von Kleinanlegern) und des schwachen G5 Depots (Verkaufsignal, Ausstieg der Insider-Trendsetter), dürfte der DAX jetzt einen oberen Umkehrpunkt markieren. Es besteht die Gefahr, daß das deutsche Börsenbarometer sein Apriltief unterschreitet und in den nächsten Tagen in Richtung 4100 Punkte marschiert. Zur Zeit zeigt sich das G5 Depot noch behauptet, was die Seitwärtsbewegung vorerst erhält. Sollte der Indikator wie am 09.05. abtauchen, dürfte der DAX nach unten folgen. Aus charttechnischer Sicht stellt sich die jüngste Aufwärtsbewegung als technische Reaktion im Abwärtstrend dar. 11.05.2005 23:25 Uhr Nun dürfte der DAX morgen voraussichtlich doch noch den Bereich 4280 testen. Denn die US Vorgabe seit 17:30 Uhr würde einen kräftigen Anstieg erlauben: Dow Jones + 0,7 Prozent, S + P 500 + 0,8 Prozent, Nasdaq100 + 1,4 Prozent. Aber auf dem höheren Niveau dürfte der DAX keine Chance haben, sich länger zu behaupten: Die dann stark steigende DAX A/D-Linie dürfte zusammen mit dem fallenden G5 Depot neue Verkaufsignale generieren und dadurch einen oberen Umkehrpunkt markieren (Interpretation: medienmobilisierte Anleger steigen ein, Insider-Trendsetter steigen aus). Sollten Sie noch nicht Short positioniert sein, rechne ich für morgen Vormittag mit einem geeigneten Einstiegszeitpunkt. Für das Musterdepot wird allerdings keine Transaktionen durchgeführt, weil die vier DAX Short Positionen und die Adidas Short Strategie bereits reichlich Potential bietet, von der erwarteten Abwärtsbewegung zu profitieren. 16:26 Uhr DAX 4257. Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Indikatoren unspektakulär dar. Anhand der positiven Divergenzen von NYSE A/D-Linie und DAX A/D-Linie bleibt zwar das Abwärtspotential erhalten. Aber es gibt keine Hinweise auf eine kurzfristig bevorstehende Abwärtsbewegung. Dazu müßte z.B. das G5 Depot stärker in die Knie gehen. Eine Seitwärtsbewegung, bzw. Aufwärtsreaktion ist deshalb wahrscheinlicher als ein schneller Rückgang noch heute Nachmittag. Offenbar müssen die Märkte erst noch auspendeln, bevor es die nächste Abwärtsbewegung geben kann. Für das Musterdepot besteht kein Handlungsbedarf. Zur Entwicklung des MMC: Der Indikator beginnt zu steigen, was ich jedoch nicht als ein Kaufsignal ansehe. Schauen Sie in der Depottabelle, welche Aktien dem spekulativen Depot, das verantwortlich für den MMC Anstieg ist, zugeteilt werden. Unter anderem sind es Adidas, DaimlerChrysler, Altana, Henkel, Fresenius Medical Care, Linde, Volkswagen. Das sind in normalen Börsenzeiten defensive Aktien, die dem renditestarken Depot zugeordnet werden müßten. Daß solche Titel in schlechten Zeiten gefragt sind, hat sich jedoch schon herumgesprochen: Aufgrund der unsicheren Situation fand in den vergangenen Wochen eine regelrechte Flucht in Richtung solcher Titel statt. Dadurch verwandelten sich weltweit preiswerte, vernachlässigte Antizykliker in teure, gefragte Outperformer. Deshalb erweckt der MMC oberflächlich betrachtet den Eindruck, daß sich eine Bodenbildung anbahnen könnte. Untersucht man jedoch die Gründe für den Anstieg, bleibt festzustellen, daß die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer nicht zugenommen hat. Statt dessen geht die Flucht in Richtung der ehemaligen renditestarke Werte weiter - als ein Kennzeichen der Top Bildung. 10:15 Uhr DAX 4243. Es gibt noch keine Hinweise für eine Stabilisierung. Eine technische Gegenreaktion auf die Verluste ist zwar möglich. Das etwas stabilisierte G5 Depot würde einen vorübergehenden DAX Anstieg auch erlauben. Aber die Aussichten darauf wären kein Grund, die DAX Short Zertifikate zu verkaufen oder sogar kurzfristig Long zu gehen - zu geringes Aufwärtspotential. Den nächsten Abwärts-Schub könnte es schon am Nachmittag geben. Als Frühindikator für eine solche Bewegung eignet sich weiterhin das G5 Depot, das dem DAX nach unten voraus laufen würde. Steigt die DAX A/D-Linie im Rahmen der möglichen Gegenreaktion Intraday stärker als der DAX, wäre das ein neues Verkaufsignal. 10.05.2005 22:55 Uhr Nach 17:30 Uhr ging es noch einmal etwas abwärts in New York: Dow Jones - 0,4 Prozent, S + P 500 - 0,3 Prozent, Nasdaq100 - 0,2 Prozent. Der DAX dürfte morgen mit der Vorgabe im Bereich 4240/4245 eröffnen. Spannend war es am Vormittag zu sehen, wie schnell der Markt auf die Warnsignale reagierte (Bericht von 10:13 Uhr, s.u.). Insbesondere das zügig gefallene durchschnittliche Ordervolumen (DOID) weckte Erinnerungen an den Verkaufsdruck 2001. Beachtenswert sind die Kursverluste der renditestarken Versicherer, z.B. Münchener Rück und die Tatsache, daß zahlreiche Analysten den Wert auf dem aktuellen Niveau zum Kaufen empfehlen - wie die Nachrichten-Suche zeigt. Natürlich haben die Researchabteilungen der Finanzhäuser die hohe Rendite vor Augen. Es fällt schwer, der Gewinnrendite von 12,7 Prozent nicht zu folgen. Damit ähnelt die Situation der Talfahrt von Oktober 2004, als der Titel ähnlich günstig bewertet wurde (Chart unten auf der Seite, Indikator RP signalisiert, daß die Rendite rund 5 Prozentpunkte über dem Marktdurchschnitt liegt - ein Schnäppchenpreis). Aber leider geben die Indikatoren noch keine Entwarnung: die unverändert hohe A/D-Linie, das schwache G5 Depot weisen auf den intakten Abwärtstrend und weitere mögliche Verluste hin. Ausblick: Als Vorbote für Intraday-Schwäche eignen sich weiterhin die um 10:13 Uhr besprochenen Indikatoren: Weist die A/D-Linie eine positive Divergenz auf, fallen CMI Germany und G5 Depot dem DAX nach unten voraus, zeigt sich das durchschnittliche Ordervolumen (DOID) schwach, könnte die nächste Abwärtsbewegung bevorstehen. Morgen könnte der DAX zunächst den Versuch starten, den Bereich 4280 zu testen, um auf höherem Niveau Warnsignale zu generieren und dann wieder nach unten zu drehen. 14:12 Uhr DAX 4265. Der DAX reagierte auf die Warnsignale, fiel jedoch den US Märkten nach unten voraus. Deshalb könnte es auf dem aktuellen Niveau neue Kaufbereitschaft geben, die den DAX noch einmal in Richtung 4275/4280 klettern lassen könnte - z.B. erkennbar anhand des G5 Depots. Die DAX A/D-Linie zeigt jedoch mit ihrer positiven Divergenz, daß der Abwärtstrend intakt ist. 14:11 Uhr Google hat geantwortet: " (...) Berichte über Impressionen und Klicks werden in der Regel alle 15 bis 30 Minuten aktualisiert. Gelegentlich kann es bei den auf Ihrer Website angezeigten Berichten zu einer Verzögerung von 24 Stunden oder mehr kommen. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Klicks und Impressionen auf jeden Fall protokolliert werden, auch wenn sie nicht direkt in Ihren Berichten zu sehen sind. Sie machen sich offensichtlich Sorgen wegen einer potenziellen Diskrepanz zwischen den Berichten Ihrer eigenen Website und den Statistiken, die Sie in Ihrem AdSense-Konto finden. Wir zählen Impressionen nur dann, wenn der AdSense-Anzeigencode in einem Browser ausgeführt wird. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Faktoren, durch die die von Ihnen registrierten Impressionen von den Impressionen abweichen, die auf Ihrem Google AdSense-Konto aufgelistet sind. In folgenden Situationen würde der Anzeigencode beispielsweise nicht ausgeführt (...)" Damit sind die Bedenken, daß die Anzeigen nicht richtig abgerechnet werden, zunächst einmal zerstreut. Der Google Mitarbeiter antwortete persönlich und ausführlich - und zwar ohne die üblichen anonymen Textbausteine, die sonst häufig von Servicediensten verwendet werden - ein Qualitätsmerkmal. 10:38 Uhr Hinweis zur neuen Werbung auf den Seiten: Ich möchte prüfen, ob es möglich ist, den Börsendienst zumindest teilweise mit Anzeigen zu finanzieren. Allerdings überwiegt die Skepsis, denn seit dem Start der Werbung am 5. Mai konnten erst 2,10 US Dollar eingenommen werden (0,05 USD je Klick). Aber vielleicht ändert sich das noch, wenn die Anzeigen, auf die ich keinen Einfluß habe, ansprechender werden. Und es gibt noch eine Möglichkeit, weshalb die Einnahmen nicht so hoch sind. Habe dazu an Google eine Anfrage gerichtet: "Sehr geehrtes Google-Team, habe den Eindruck, daß nicht jeder Seitenaufruf bei Ihnen protokolliert wird. Das vermute ich deshalb auch bei den Klicks, was mich erheblich stören würde. Woran liegt es, daß Seitenaufrufe bei mir und Anzahl Ihrer verbuchten Impressionen voneinander abweichen?" Auf die Antwort des Unternehmens bin ich deshalb gespannt. Also: Google könnte sehrwohl ein Interesse daran haben, nicht alle Klicks zu verbuchen. Denn das Unternehmen würde den Klick beim Werbekunden zwar kassieren, aber dem Werbetreibenden nicht gutschreiben. Angesichts der unzähligen Seitenaufrufe und Klicks würde eine geringere Guthabenquote von z.B. 15 Prozent kaum bei den Kunden auffallen. Die Google-Bilanz würde es jedoch kräftig aufpeppen. Der hohe Aktienkurs wäre dann nicht berechtigt. Das ist er ohnehin nicht, wenn man bedenkt, wie einfach es wäre, das Anzeigen-Geschäftsmodell allein aufgrund von Gerüchten in Frage zu stellen. Es könnte einige Stellen interessiert sein, das Google-Image anzukratzen, z.B. wegen der Marken- und Informationsmacht, Stellung gegenüber Konkurrenzprodukten. Die Insiderverkäufe sprechen für sich. 10:13 Uhr DAX 4304. Starke Warnsignale: positive Divergenz von Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV, der DAX A/D-Linie, des LS Indikators, des schwachen G5 Depots und fallenden CMI Germany, des niedrigen durchschnittlichen Ordervolumens (DOID). Die Indikatoren passen zu dem Szenario, daß der DAX jetzt an die Decke stoßen und am Nachmittag einknicken dürfte. 09:53 Uhr Aufwärtstrend des Bund Futures intakt: Nach seiner Bodenbildung im Februar/März (Bewertung vom 21.02.2005) kletterte der Bund Future rund drei Prozent. Ein Ende der Aufwärtsbewegung ist nicht absehbar. Denn die niedrigen Umsätze während des Anstiegs und hohen Umsätze während des jüngsten Rückschlags bewirkten eine anhaltende negative Divergenz des Umsatzindikators. Das stützt den Aufwärtstrend, weil genug Kapital an der Seitenlinie steht und darauf wartet, investiert zu werden. Die Indikatormechanik steht zur Zeit im Gegensatz zum Aktienmarkt. Dort sehe ich die negative Divergenz der Umsatzindikatoren nicht als Kaufsignal an, weil nach dem 2004er Indikatormuster keine steigenden Notierungen zu erwarten sind. Der Anstieg der DAX- und NYSE A/D-Linien ist in die Trendanalyse höher zu gewichten (Indikatoranalyse). Daß es am Anleihemarkt trotz Rekordschulden weiter aufwärts gehen kann, liegt am Anlagenotstand: Aktien werden kaum Kurssteigerungen zugetraut, während staatliche festverzinsliche Wertpapiere 1. zumindest kurzfristig keinen Zahlungsausfall befürchten lassen und 2. den Vorteil von Stückzinsen haben. Dividenden müssen erst noch von den Unternehmen erwirtschaftet werden und könnten jederzeit wegfallen - insbesondere dann, wenn große unbekannte Risiken über dem Markt schweben (die zwar auch die internationalen Anleihemärkte durcheinander wirbeln können, aber das wird von den Börsen zur Zeit nicht so gesehen, denn Inflationsgefahren drohen nicht - wenn man den Notenbanken glauben darf). Japanische Verhältnisse mit sehr niedrigen Zinsen dürften eher nicht erwartet werden. Dazu sind die Rohstoffpreise (und Inflationsraten) im Vergleich zu den 90er Jahren zu hoch. Über die Finanzmärkte aufgeblähte hohe Rohstoffkosten und wegen Zinslasten abnehmende Kaufkraft des Staates, der Unternehmen und Verbraucher könnten die Unternehmensgewinne schmelzen und Staatsdefizite steigen lassen - und schließlich doch zu höheren Zinsen führen. Die höheren Zinsen könnten bei Unternehmen, Privatleuten und schließlich auch beim Staat die Zahlungsfähikeit erheblich einschränken (was zur Zeit schon ja schon geschieht). Wenn Panikkäufe bei Anleihen einsetzen, könnte das Ende der Fahnenstange auch bei der Anleiheemission erreicht sein. Dann dürfte es auch für den Rentenmarkt keine freien Mittel mehr an der Seitenlinie geben. Die Verzinsung von Anleihen dürfte dann wieder durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Zur Zeit findet die Preisfindung aufgrund des Nachfrageüberhangs mangels Alternativen statt. Der Rentenmarkt als letzte Bastion für kalkulierbare Renditen - wie lange noch ...? 09.05.2005 23:27 Uhr Widersprüchliche US Indikatoren: NYSE A/D-Linie und Russell2000 lieferten heute mit ihrem kräftigen Anstieg Verkaufsignale, während Microsoft und Computerwerte schwächer tendierten und dadurch Kaufsignale produzierten. Allerdings nur im Intraday-Chart lieferte Kontraindikator Microsoft das Verkaufsignal. Im 3-Monats-Überblick sehen Sie, daß das Softwareunternehmen über dem Märztief notiert, während der Nasdaq100 deutlich unter seinem Märztief steht. Dadurch ist das mittelfristige Verkaufsignal der Microsoft-Aktie weiterhin gültig. Der Anstieg der NYSE A/D-Linie könnte deshalb ohne Verzögerung den neuen oberen Wendepunkt markieren. Mögliches Szenario: Der Dow Jones scheitert morgen am 10.400 Punkte-Widerstand und knickt danach ein. Ein ähnliches Indikatorverhalten ist auch beim DAX zu erwarten: Aufgrund der freundlichen Wall Street dürfte das deutsche Börsenbarometer rund 0,5 Prozent höher im Bereich 4210 eröffnen. Dabei könnte sich die positive Divergenz der A/D-Linie verstärken und parallel zur NYSE A/D-Linie ein Verkaufsignal generieren. Setzt sich dann auch noch die Schwäche des G5 Depots fort, dürfte der DAX kurze Zeit später abtauchen - spätestens zusammen mit den US Indizes. Zusätzliche Intraday-Verkaufsignale lassen sich aus dem Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV ableiten: Steigen die Indikatoren stärker als der DAX, wären das ebenfalls Vorboten für den erwarteten Abwärtstrend. 16:33 Uhr DAX 4285. Ein Zahnarzttermin mit meinem Sohn hat leider etwas länger gedauert, so daß zwischendurch kein Bericht erstellt werden konnte. Aber es hat sich an den Märkten kaum etwas geändert: Es gab keine neuen Hinweise auf eine Veränderung, so daß kein Handlungsbedarf besteht. 12:25 Uhr DAX 4291. Kurzfristige Markttechnik negativ: CMI Germany schwach = Kapitalabzug, Indikator könnte dem DAX nach unten voraus laufen. LS Indikator steigend = Umverteilung in Richtung Index Leichtgewichte. Interpretation: Die Marktteilnehmer ziehen Kapital aus den großen Blue Chips ab und könnten dadurch die nächste Abwärtsbewegung einleiten. Fällt der DAX unter 4275 Punkte, wird das Intraday-Verkaufsignal bestätigt. 12:15 Uhr Bulls/Bears-Ratio und Barron's Confidence Index aktuell 00:15 Uhr Depotübersicht und Depotstatistik aktuell 08.05.2005 22:30 Uhr DAX Indikatoranalyse erstellt 07.05.2005 13:35 Uhr US Indikatoranalyse erstellt 06.05.2005 17:40 Uhr DAX 4311, Dow Jones 10.381, Nasdaq100 1.456. Die US Indikatoren vervollständigen ihr kritisches Indikatorbild: Nach NYSE A/D-Linie und Russell2000 liefert jetzt auch Kontraindikator Microsoft ein Verkaufsignal. Der Umsatzindikator ist zur Zeit noch neutral. Insgesamt liegen dadurch kurz-, mittel- und langfristige Warnsignale vor, so daß die amerikanischen Aktienmärkte ihre Gegenbewegung beenden und zu einer neuen Talfahrt starten können. Das gilt auch für den DAX: Die für die Trendgebung aussagekräftige A/D-Linie signalisiert einen überhitzten Aktienmarkt. Der Kursanstieg mit hoher Marktbreite zeigt an, daß 1. medienmobilisierte Investments und 2. Umschichtungen zur Risikominderung stattfanden - typische Transaktionen am Ende einer Aufwärtsbewegung. Die A/D-Linie ist so stark gestiegen, daß mit einem kräftigen Rücksetzer des DAX gerechnet werden kann. Das gilt insbesondere auch aus dem Gesichtspunkt der überschwenglichen Stimmung der DAX Anleger: Es besteht trotz des Rückgangs immer noch eine Outperformance gegenüber dem US Aktienmarkt. In der Vergangenheit wurden so obere Umkehrpunkte eingeleitet. Für das Musterdepot besteht kein Handlungsbedarf. 15:00 Uhr DAX 4310. Verkehrte Welt: Stellenzuwachs höher als erwartet, Löhne höher als erwartet - und die Börse interpretiert das als eine positive Nachricht. Solche Daten müßten eher fallende Notierungen zur Folge haben, weil 1. die Inflation angeheizt wird, 2. die Unternehmen höhere Personalkosten zu tragen haben und 3. die Notenbanken stärker gegensteuern müssen. Spannend ist, daß der DAX trotzdem klettert. Die US Indikatoren lieferten gestern klare Verkaufsignale: 1. Russell2000 und 2. NYSE A/D-Linie. Dow Jones & co könnten deshalb den Rückwärtsgang einlegen. Mal sehen, was die US Marktteilnehmer aus den Zahlen entwickeln bzw. interpretieren werden. Vielleicht geschieht etwas Ähnliches wie gestern bei Gillette: Vorbörslich aufwärts, während der Börsensitzung abwärts. 10:02 Uhr DAX 4284. Die Optimisten sind immer noch am Markt aktiv - erkennbar anhand des steigenden G5 Depots. Ihr Engagement würde einen Dämpfer erhalten, wenn der DAX kein neues Hoch markiert, sondern unter 4275 abrutscht. Das ist ein erster Prüfstein: Scheitert der DAX an der Hürde von 4300 Punkten, werden die Optimisten auf dem falschen Fuß erwischt. Bekommen gut informierte Marktteilnehmer Kenntnis von einem bevorstehenden Rückgang, werden sie sich darauf vorbereiten. Sie kaufen renditestarke Indexleichtgewichte, um Risiken zu verteilen - dann erkennbar anhand der A/D-Linie, die Intraday eine positive Divergenz entwickelt, des steigenden LS Indikators und der positiven Divergenzen des Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV. 08:25 Uhr Aufgrund der New Yorker Vorgabe dürfte der DAX heute den Rückwärtsgang einlegen. Anhand des SP500/DAX-Ratios sehen Sie, daß der DAX gestern zu weit nach oben voraus lief. Das sollte er nach unten korrigieren. Anhand der DAX A/D-Linie wird zu sehen sein, wie schnell es abwärts gehen kann. Zwei Varianten gibt es: 1. Bleibt der Indikator auf hohem Niveau oder steigt er sogar, während der DAX fällt, dürften die Märkte heute schwach tendieren. 2. Fällt der Indikator stärker als der DAX, könnte der Markt sich noch einmal erholen und seitwärts tendieren. Und: Ein schwaches G5 Depot würde dem DAX nach unten voraus laufen. 05.05.2005 17:21 Uhr DAX 4301. Kauf 300 DAX SHORT Zertifikate WKN 342555, Auto Stop Loss 4540, Hebel 11,3, letzter Kurs 3,92 Euro. Zur Kaufentscheidung führte das abbröckelnde G5 Depot, die stark gestiegene A/D-Linie, das gestiegene DAX KGV und Anleihe/Aktien-Ratio, Anstieg der Test-Indikatoren, der rückläufige MMC, die Umsatzspitze im DAX Future gegen 17:00 Uhr, der Rückgang der Gillette Aktie, der gestiegene Russell2000 - und all die anderen Daten, die in den vergangenen Tagen und Wochen zusammengetragen wurden. Der DAX könnte an 4300 Punkten scheitern und nach unten drehen. 15:41 Uhr Möglicherweise heute "sell on the news" bei Gillette: Das Unternehmen glänzt mit erfreulichen Unternehmenskennzahlen, die Aktie kletterte vorbörslich fast 2 Prozent. Vor sechs Wochen gab es eine ähnliche Situation bei Nike. Weil die Aktien zu teuer sind, dürften solche Nachrichten bereits in den Kursen enthalten sein - zumal mit hoher Wahrscheinlichkeit mit bilanztechnischer Gewinnmaximierung gearbeitet wird. Das KGV von knapp 25 für 2005er Gewinne könnten die Gillette Aktionäre kritisch hinterfragen und sich von dem Titel antizyklisch bei guten Nachrichten trennen. Die traditionell hohen Umsätze und kräftige Nachfrage bei guten Nachrichten kann der skeptische Investor ideal für Verkäufe großer Aktienpakete nutzen. Sollte Gillette heute in die Knie gehen, wäre es ein ähnlicher Frühindikator wie im April die Nike Aktie (Bericht vom 18.03.2005, 18:51 Uhr). 12:18 Uhr DAX 4280 Die Stimmungsanalyse der Dt. Börse AG beschreibt, daß die Bären gut auf den Rückschlag Mitte April vorbereitet waren. Das läßt sich anhand der Moving Markets Indikatoren zumindest teilweise bestätigen. Schließlich waren es die deutlich erkennbaren Umschichtungen der Marktteilnehmer seit November/Dezember, die zur Vorsicht mahnten. Die Grafik unten auf der Seite zeigt sehr schön, daß der Optimismus Mitte April zusammen mit dem Zwischenhoch des DAX aufkam. Genau DAS war der Knackpunkt im April: Obwohl die Marktteilnehmer optimistisch wurden (z.B. erkennbar anhand der gedrückten A/D-Linie, des leicht steigenden G5 Depots und MMC), fiel der Markt. Die März/April-Optimisten wurden auf dem falschen Fuß erwischt, während nur das "smart money" (Barron's Confidence Index) vorbereitet war. Die nächste Schlußfolgerung der Dt. Börse AG, daß sich ehemalige Bären auf die Seite der Optimisten schlagen würden, läßt sich überhaupt nicht bestätigen. Es ist nicht erkennbar, daß die Marktteilnehmer ihre Positionen gewechselt hätten. Antizyklische Käufe auf niedrigem Niveau lassen sich aus den Indikatoren nicht ablesen. Dazu hätte z.B. das G5 Depot stetiger steigen müssen. Wahr ist, daß gleich nach dem Rückschlag gekauft wurde (steigender MMC). Daß das vorausschauende, Trends setzende, ehemalige Bären waren, bezweifle ich jedoch. Die März/April-Optimisten fühlten sich nicht auf dem falschen Fuß erwischt (obwohl sie nach den Fakten falsch lagen!), blieben bei ihren Positionen, und kauften zusätzlich nach. Das bedeutet: Die gleichen Optimisten, die im März und April für steigende Notierungen und für die Bullenfallen sorgten, standen gestern und heute wieder auf der Käuferseite. Für die Schlußfolgerung, daß die Pessimisten den Markt gestützt hätten, gibt es keine Bestätigung - im Gegenteil: Das schwache G5 Depot vom 29.04. und 02./03.05 zeigt, daß die Pessimisten (Insider/Trendsetter) weiter auf der Verkäuferseite standen. Sie gingen davon aus, daß der DAX weiter fallen dürfte. Den Anstieg von heute nehmen sie als "zufallsbedingtes Rauschen" hin und lassen die Optimisten austoben - vergleichbar mit dem Anstieg im März/April. Der Anstieg des G5 Depots weist darauf hin, daß sich die Optimisten auf einen Short Squeeze vorbereiten - auf einen DAX Anstieg über 4300/4330, der die Pessimisten unter Zugzwang setzen würde. ABER: Sind es wirklich die gleichen Optimisten, die im März und April bei 4400 Punkten kauften, dürften sie 100 Punkte tiefer ebenfalls scheitern. Die Abgabebereitschaft der Pessimisten dürfte größer sein, weil größere Sorgen über dem Markt lasten als die Gewinnschätzungen der Analysten entgegenhalten können. Für die kurzfristige Entwicklung bedeutet das: Sobald das G5 Depot zu fallen beginnt, läßt die Kapitalkraft der Optimisten nach. Dann kann der Markt kippen, weil Anschlußkaufaufträge ausbleiben. Außerdem wird dadurch erkennbar sein, daß Bären nicht die Seiten wechseln, sondern weiterhin zu den Verkäufern gehören. 09:56 Uhr DAX 4287. Der Anstieg des G5 Depots zeigt an, daß jetzt Marktteilnehmer den steigenden Kursen hinterherlaufen. Wie während der Top Bildung im März/April gehen Sie davon aus, daß der Markt jetzt weiterklettern kann. Das sind jedoch nur Trendfolge-Käufe, die an oberen Wendepunkten auftreten - vergleichbar mit dem Rückgang des LS Indikators (Bericht von gestern, 10:42 Uhr, s.u.). Für eine Aufwärtsbewegung, an der Insider/Trendsetter beteiligt sind, hätte das G5 Depot im Vorfeld steigen müssen. Weil das nicht geschah, die A/D-Linie anhaltende Warnsignale fabriziert, gehe ich weiterhin davon aus, daß zur Zeit eine technische Reaktion im Abwärtstrend stattfindet. Stops bei 4280 Punkten wurden abgeholt, daß Gap geschlossen, so daß nun die Vorbereitungen auf den Rückgang erkennbar werden dürften. Dazu sollte das G5 Depot deutlich sichtbar schwächer werden, ohne daß der DAX fällt. Dann würden die Insider/Trendsetter die steigenden Notierungen nutzen, erneut auszusteigen. Erst dann wird die Short Position ausgebaut. 04.05.2005 23:59 Uhr Die US Vorgabe seit 17:30 Uhr: Dow Jones + 0,4 Prozent, S + P 500 + 0,6 Prozent, Nasdaq100 + 0,8 Prozent. Damit dürfte der DAX morgen rund 30 Punkte höher im Bereich 4290 eröffnen und das Gap schließen - eine wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung des Abwärtstrends. Zur Eröffnung werde ich die Short Position noch nicht ausbauen. Angesichts der Verkaufsignale der DAX A/D-Linie und des G5 Depots ist der Gedanke zwar naheliegend. Aber es fehlen weitere Verkaufsignale der Indikatoren. So sollten zusätzlich z.B. Anleihe/Aktien-Ratio und DAX KGV im Intraday-Chart stärker als der DAX zulegen und der MMC weiter an Boden verlieren. Dann wäre das Indikatorbild für einen neuen Rückgang vervollständigt. Die Indikatoren würden dann mit höherer Wahrscheinlichkeit abwärts zeigen und dadurch erlauben die Short Position auszubauen. Daß es ratsam ist, auf einen besseren Short-Zeitpunkt zu warten, signalisierten heute auch die US-Indikatoren. Sie verhielten sich bis Börsenschluß neutral. Allenfalls die stark gestiegene NYSE A/D-Linie (wird aus lizenzrechtlichen Gründen morgen aktualisiert) baute ihre positive Divergenz aus, was ein Warnsignal darstellt. Die übrigen Indikatoren zeichnen ein neutrales Bild, so daß die Seitwärtsbewegung des amerikanischen Aktienmarktes auch morgen noch anhalten kann. Aber der Markt kann schnell kippen. Die NYSE A/D-Linie würde wie die DAX A/D-Linie eine rasche Talfahrt erlauben, so daß die kurzfristigen Indikatoren innerhalb weniger Stunden abwärts drehen können. Sollte das geschehen, wird die Short Position ausgebaut. 23:15 Uhr Barron's Confidence Index aktuell 18:27 Uhr Die Sojabohnen-Spekulation kommt in die entscheidende Phase: Vollgepackt mit südamerikanischer Ernte erreichen die Schiffe in diesen Tagen die Häfen Europas. Die Verkäufer haben deshalb alle Hände voll zu tun, ihre Ware (die sie bereits in Chicago vorausverkauft haben) an die Ölmühlen zu möglichst hohen Preisen weiterzugeben. Vorbei ist die Zeit des Taktierens: Jetzt kommt es für die Eigentümer der Ware darauf an, sie möglichst schnell loszuwerden. Denn jeder Tag, an dem die Ladung nicht gelöscht wird, erhöht die Transportkosten. Außerdem können die Preise in Chicago fallen, was automatisch auch schlechtere Verkaufserlöse für die physische Ware bedeuten würde. Ein zögernder Absatz der Ölsaat, z.B. weil das Angebot zu groß ist, würde in Chicago kräftig auf die Kurse drücken. Wer einen Blick in die Hafen-Läger werfen kann oder informiert ist, wie schnell die Ladung von Bord geht, ist anderen Marktteilnehmern eine Nasenlänge voraus. Über solche Insiderinformationen verfüge ich leider nicht. Aber Sie können im Internet mitverfolgen, mit welcher Geschwindigkeit sich die Schiffsladungen täglich verkleinern. Zu R & S Commodities. Unter "Shippinglist" finden Sie die Informationen über das geplante Eintreffen der Schiffe und die Entwicklung der Ladung. Es dauert ca. drei Tage, bis ein Hochseefrachter seine Ladung auf Küstenmotorschiffe umgeladen hat. 17:26 Uhr DAX 4259, Dow Jones 10334, Nasdaq100 1440. Es gibt immer noch keine neuen Verkaufsignale. Die Indikatoren bewegen sich im neutralen Bereich, Hinweise auf eine kurzfristig bevorstehende Talfahrt gibt es nicht. Die Seitwärtsbewegung dürfte deshalb weitergehen. Für einen oberen Umkehrpunkt wäre es wichtig, daß 1. die A/D-Linie kräftiger zulegt und 2. das G5 Depot schwach bleibt. 16:07 Uhr DAX 4243. Es gibt seitens der US- und DAX-Indikatoren keine neuen Warnsignale - im Gegenteil: Der steigende MMC und die im Tagesverlauf schwächere A/D-Linie signalisieren, daß sich die Marktmechanik kurzfristig neutralisiert. Deshalb rechne ich für heute nicht mehr mit neuem Verkaufsdruck. Wichtig war es jedoch zu sehen, daß der DAX auf die Warnsignale der A/D-Linie am Vormittag mit fallenden Kursen reagierte - eine typische Abwärtstrendmarktmechanik. Für das Musterdepot besteht kein Handlungsbedarf. 12:07 Uhr Zur Hypovereinsbank, die in den Nachrichten gefeiert wird: Von der Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren wissen wir, daß Schönredner und Schaumschläger das Bankhaus lenkten. Wenn gute Zahlen des ersten Quartals und der Wunsch des Vorstands, von einer anderen Bank übernommen zu werden, zusammengenommen werden, ist wieder ein Blick durch die rosa Brille zu vermuten. Warum lassen sich Anleger, die die Aktien kauften, aufs Glatteis führen? Woher kommt die Hoffnung, daß dem Vorstand diesmal der Turnaround gelingt? Nahezu allen Banken gelang im ersten Quartal ein gutes Ergebnis. Das ist eine überraschende Entwicklung, denn die Blue Chips kamen kaum vom Fleck. Ich habe eine eigene Theorie dazu: Die Wertpapierhändler der Institute profitierten von der Aufbruchstimmung an der Börse. Zum Jahresbeginn startete der DAX mit einer massiven Outperformance gegenüber der New Yorker Börse. Die "technische Stärke" des DAX wurde bejubelt und insbesondere von Kleinanlegern bevorzugte Nebenwerte kletterten überdurchschnittlich. Angelockt von den 2004er Gewinnen kamen weltweit zahlreiche neue Anleger an die Börse. Sie sorgten dafür, daß 1. sich Insider in Ruhe zurückziehen konnten und 2. aufgrund höherer Handelstätigkeit mehr Gebühren im Investmentgeschäft anfielen. So konnte es geschehen, daß sogar die Hypovereinbank "die richtige Nase" hatte. Das Gegenteil ist der Fall: Die Banken profitierten zufällig (und/oder von Massenmedien beeinflußt) von der Sonderkonjunktur - und davon, daß sie Kleinanleger gleich zweimal schröpften: 1. bei den Gebühren und 2. weil sie Anleger fanden, die ihre Aktien voraussichtlich zu überteuerten Kursen abnahmen. Deshalb bietet es sich an, beim Dauerübernahmekandidaten, den niemand haben will, der Hypovereinsbank, Short zu gehen. Die intensive Pressearbeit könnte auf ein Schönreden der Bilanz hinauslaufen, weil das Unternehmen für eine Übernahme hübsch machen will. Damit steht die kurzfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund - für ein Unternehmen in der Größe kein Problem. Lösen sich die guten Aussichten der Bank wie in den Vorjahren in Luft auf, z.B. weil potentielle Investoren das Spiel durchschauen, könnte der Aktienkurs mit einer Perspektive von ein bis zwei Jahren in die Knie gehen. Die Aktie steht unter Beobachtung für eine Short Spekulation. 10:42 Uhr DAX 4255. Die Stops bei 4250 und 4260 wurden abgeholt, jetzt kann der DAX den Rückwärtsgang einlegen. Die A/D-Linie würde aufgrund ihrer positiven Divergenz einen sofortigen Rückschlag erlauben. ABER: Anhand des G5 Depots und des fallenden LS Indikators ist zu sehen, daß sich einige Marktteilnehmer auf steigende Notierungen vorbereiten. Sie setzen auf die großen Blue Chips und Trendsetter, weil sie von einem Anstieg des Marktes ausgehen. Aus dem Blickwinkel des LS Indikators (LS = Leichtgewicht, Schwergewicht) befindet sich der Markt in einer spannenden Situation: Der Indikator zeigt aufgrund seines niedrigen Niveaus, daß die Umschichtungen der Marktteilnehmer in Richtung der großen DAX Werte weit fortgeschritten ist. Ähnlich der Situation im Herbst 2004 gehen sie davon aus, daß die Korrektur beendet ist und ein neuer Aufschwung bevorsteht. Sich zu positionieren, ist eine Sache - Recht zu behalten eine andere. So ist es zwar möglich, daß sich ein paar Marktteilnehmer auf steigende Notierungen einrichten (im Oktober 2004 geschah das im Musterdepot auch). Aber sollten das Aktivitäten der von Massenmendien beeinflußten "Newstrader" sein, dürfte der DAX nicht steigen, sondern den Rückwärtsgang einlegen. Es gibt Beispiele aus der Vergangenheit, in denen ein rückläufiger LS Indikator einen oberen Wendepunkt signalisierte: Februar 2003, als der DAX bei 2750 Punkten einen Erholungsversuch startete und anschließend auf 2200 Punkte fiel und Juni 2004, als der DAX bei 4000 Punkten scheiterte und auf 3650 Punkte rutschte. Auch der Analysechart von 2002/2003 zeigt einige Situationen: Im Abwärtstrend markiert der fallende LS Indikator obere Umkehrpunkte, weil die Optimisten zu früh auf steigende Notierungen setzen. Das ist angesichts der Warnsignal der anderen Indikatoren diesmal wieder möglich. Deshalb stufe ich die Umschichtungen von heute als Bullenfalle ein, so daß die Short Zertifikate haltenswert bleiben. 03.05.2005 23:32 Uhr Nach der Zinsentscheidung wurde es zwar etwas hektisch, aber neue Hinweise gab es nicht. Daß es auch in den USA kurzfristig abwärts gehen könnte, läßt sich aus den US Indikatoren nicht ableiten. Sie bewegten sich parallel zu den Vergleichsindizes und blieben dadurch wie am Nachmittag neutral. Der DAX erhält dadurch die Gelegenheit, nach einer Eröffnung bei 4240 Punkten Stops im Bereich 4250/4260 abzuholen. Bedenken, daß der DAX nach oben davon laufen könnte, habe ich nicht. Denn mit dem DAX wird die A/D-Linie zulegen und ihr Verkaufsignal verstärken. In der Vergangenheit folgte auf jede positive Divergenz eine Korrektur. Außerdem signalisiert das Instrument des G5 Depots, daß der DAX allenfalls Luft für eine technische Reaktion hat und der Basistrend abwärts zeigt. Mögliches Szenario: Der DAX versucht kurz nach der Eröffnung, die 4250 Punkte Hürde zu überwinden. Dabei rechne ich mit neuen Verkaufsignalen der Indikatoren, z.B. positive Divergenz der A/D-Linie, hohe Umsätze, schwacher CMI Germany, schwaches G5 Depot, Talfahrt des MMC. Ausblick: Nach Angaben der US Notenbank erhöhte sich der Inflationsdruck. Damit wird sie in ihrer Handlungsfähigkeit allmählich eingeschränkt. Denn ausufernde Preissteigerungen kann sie selbst dann nicht zulassen, wenn sie ihre Geldpolitik wie ein "Versorger" betreibt. Auf eine solche Aussicht könnten die Börsen verschnupft reagieren. Einige Marktteilnehmer könnten das Ende der Fahnenstange erreicht sehen und kräftigere Zinssteigerungen einpreisen. Dann hätten die Unternehmen nicht nur mit steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen, sondern auch mit höheren Kapitalkosten und etwas, was noch schwerer wiegt: ein möglicher Vertrauensverlust könnte die Risikobereitschaft weiter senken. In dem Zusammenhang ist auch ein Statement von Marc Faber vom 19.04.2005 in der FAZ interessant. Insgesamt bleibt es ratsam, fallende Aktiennotierungen einzukalkulieren. 18:13 Uhr Der Insider-Trendsetter Indikator G5 Depot fiel zum Börsenschluß auf ein neues Tief. Während die Masse der Anleger (steigende A/D-Linie) von einem Aufschwung ausging, trennten sich die besser informierten Marktteilnehmer von ihren Papieren. Wachstumswerte mit niedrigen Renditen können den Markt nach oben ziehen. Deshalb lohnt sich der Blick auf die Entwicklung des Moving Markets Confidence Index (MMC). Der Indikator legte den Rückwärtsgang ein, weil spekulative Investments nicht gefragt waren. Insbesondere die steigenden Notierungen vor Börsenschluß wurden dazu genutzt, auszusteigen - erkennbar anhand der spekulativen Depots. Mit einer solchen Vorgabe kann der DAX morgen zur Eröffnung unter Druck geraten. Möglicherweise waren heute wirklich Insider aktiv, die die Reaktion der Märkte auf die US Zinsentscheidung vorweg nahmen. Aber vielleicht reicht auch schon der gesunde Menschenverstand zur Trenderkennung: Aufgrund anhaltend expansiver Geldmengenzahlen könnte die Fed geneigt sein, 1. die Zinsschraube anzuziehen und 2. die Inflationsbekämpfung als dringendes Ziel ausgeben. Ein solches Statement könnte die Märkte unter Druck setzen - als eine Art Warnschuß für zu viel Optimismus. Aktien, Anleihen und Rohstoffe könnten danach im Gleichschritt talwärts marschieren. 16:36 Uhr Herausragende neue Faktoren sind aus den Indikatoren nicht ablesbar: DAX A/D-Linie und G5 Depot liefern weiter fleißig Warnsignale. Bis zur Veröffentlichung des neuen Fed Statements zur Zinsentscheidung dürfte sich nur noch wenig bewegen. Deshalb besteht kein Handlungsbedarf. Heute Abend, im Vorfeld der Entscheidung, wird es spannend, ob die US Indikatoren ihre Warnsignale weiter ausbauen und dadurch den DAX Indikatoren folgen. 16:22 Uhr Rubrik Grundsatzanalysen aktualisiert - ein spannender Rückblick in die Geschichte der Moving Markets Berichterstattung 14:02 Uhr DAX 4233. Indikatoren bislang planmäßig: Intraday A/D-Linie mit anhaltend positiver Divergenz und auf Tagesbasis zeigt sich der Indikator ebenfalls stabiler als der DAX. Das sind kurz-, mittel- und langfristige Verkaufsignale. Der schwache CMI Germany und das gedrückte G5 Depot signalisieren Kapitalabzug - alles Vorbereitungen für den nächsten oberen Wendepunkt. Danach kann der DAX ab sofort den Rückwärtsgang einlegen. Hält er - wie im April - ein paar Tage länger aus, könnte auch ein Test von 4270/4280 stattfinden: Dort warten noch ein paar Stops darauf, abgeholt zu werden. 10:25 Uhr Adidas-Spekulation mit Analyse Chart. 09:26 Uhr DAX 4223. Es bahnt sich der nächste potentielle obere Wendepunkt an, erkennbar anhand des anhaltend schwachen G5 Depots und der steigenden DAX A/D-Linie. Insbesondere die positive Divergenz des Gewinner/Verlierer-Indikators stellt ein Verkaufsignal dar. Deshalb gibt es keine ThyssenKrupp Long-Spekulation, sondern einen DAX Short: Kauf 500 DAX Short Zertifikate WKN ABN04P, Auto Stop Loss 4420, Hebel 15,5, letzter Kurs 2,70 Euro. In dem Spannungsfeld zwischen günstiger Bewertung einerseits und den Warnsignalen der Indikatoren andererseits erscheint es aussichtsreich, auf fallende Notierungen zu setzen. 02.05.2005 23:42 Uhr Für ein neues Verkaufsignal der NYSE A/D-Linie und des Dow Jones Umsatzindikators reichte die Gegenbewegung an der Wall Street heute noch nicht: Die Umsätze blieben niedrig und das Gewinner/Verliererverhältnis moderat, so daß es keine Ausreißer nach oben für eine schnelle Wende nach unten gibt. Deshalb gibt es beim DAX morgen zur Eröffnung keinen Handlungsbedarf. Der DAX könnte zunächst weiter um die 4220/4230 Punkte-Marke pendeln und sich in Erwartung einer freundliches US Entwicklung weiter nach oben hangeln. Deshalb rechne ich frühestens morgen Nachmittag mit neuen Warnsignalen der DAX- und US- Indikatoren. Eine kleinen Vorgeschmack auf die mögliche Top Bildung in den USA gab es trotzdem schon: Der Russell2000 führte die Gewinnerliste an. Auf dem letzten Platz landeten die Technologiewerte - die Verlierer der vergangenen Wochen und Trendsetter auf dem Weg nach unten. Spannend wird es, wie das G5 Depot und schließlich auch der DAX morgen darauf reagiert: Schließlich wird die DAX Stimmung immer noch bei den Technologie-Werten gemacht und die renditestarken, kleineren Titel der "old econonmy" folgen. Allerdings geht mir die günstige ThyssenKrupp-Bewertung nicht aus dem Kopf. Das KGV von 6,7 für 2005er Gewinne bzw. 8,1 für 2006er Gewinne ist ein Schnäppchen (Bericht von 13:25 Uhr). Billiger geht es kaum noch - selbst wenn die Stahlproduktion gekürzt werden muß. Höhere Preise könnten den geringeren Absatz teilweise ausgleichen. Möglicherweise ist hier doch eine Spur zu viel mediengeförderter Pessimismus im Markt, so daß sich zumindest vorübergehend eine LONG-Spekulation entwickeln könnte. Der Bereich 13,90/14,20 Euro bietet der Aktie aus charttechnischer Sicht Unterstützung. Sollte es eine Fortsetzung des Gesamtmarktes geben, könnte ThyssenKrupp zumindest vorübergehend als Kapitalparkplatz dienen und stabil bleiben. Noch besser wäre es natürlich, wenn der Pessimismus der Marktteilnehmer übertrieben wäre. Dann könnte die Aktie bis zum Jahresende bei 20 Euro notieren. Ich überlege ernsthaft, die Aktie trotz der Erwartung einer Talfahrt des Gesamtmarktes im Musterdepot aufzunehmen. Aus Timing Gesichtspunkten ist kurzfristig die 14,10/14,15 Euro Marke von Bedeutung. Hält sie, könnten das ein paar neue Optimisten als Aufforderung für den Einstieg betrachten. Mal morgen sehen: Sind die Warnsignale für die DAX Indikatoren moderat, wird der Kauf einer ersten Teilposition von ThyssenKrupp Aktien erwogen., z.B. 200 Stück. 18:24 Uhr DAX 4224. Die Indikatoren bestätigten heute zwar die These von bevorstehend fallenden Notierungen. Aber sie schlugen noch nicht besonders weit aus. Es ist deshalb gut möglich, daß es im Rahmen der Erholung noch etwas weiter aufwärts geht. Die Fakten: A/D-Linie auf Tagesbasis und G5 Depot mit Verkaufsignalen. Zu beachten ist ebenfalls das schwache durchschnittliche Ordervolumen (DOID), das auf den niedrigen Stand seit Weihnachten 2004 fiel. Interpretation: Die professionellen Vermögensverwalter hielten sich massiv zurück. Die Top Bildung im April wurde ebenfalls von einem niedrigen DOID Wert begleitet. Die niedrigen Umsätze wären dann Kennzeichen von Zurückhaltung und Angst, daß die Erholung nur eine vorübergehende technische Reaktion darstellt. Die Sorge ist zwar berechtigt. Aber kurzfristig lassen die niedrigen Umsätze weitere Erholungspotential zu: Etliche Marktteilnehmer haben noch nicht investiert und stehen als potentielle Käufer an der Seitenlinie. Für eine Aufwärtsbewegung von 30/40 Punkten könnte das ausreichen. Daß der DAX noch ein paar Punkte klettern könnte, läßt sich aus der Intraday A/D-Linie ableiten. Für eine Top Bildung fehlt eine deutlichere Übertreibung des Indikators - oft genug bei oberen Wendepunkten gesehen und als Hinweis, daß die Branchenrotation einsetzt. Weil auch die US Indikatoren keine neuen Verkaufsignale liefern, besteht für den Ausbau der Short-Position keine Eile. Morgen zur Eröffnung bzw. im Tagesverlauf könnte sich das jedoch ändern. Mögliches Szenario: Heute Anstieg der US Märkte mit Eröffnungshoch des DAX und Einleitung des erwarteten Tops; ab Mittwoch neuer Rückschlag. 16:08 Uhr US Indikatoranalyse erstellt 13:25 Uhr Die Gewinnschätzungen der DAX Unternehmen wurden aktualisiert. Danach gibt es noch keine Bestätigung für die These, daß Analysten ihre Prognosen für das laufende bzw. nächste Geschäftsjahr zurücknehmen (müssen). Die durchschnittlichen Gewinne je Aktie erhöhten sich von 3,74 auf 3,77 Euro (2005) bzw. 4,15 auf 4,23 Euro (2006). Nach den neuesten Daten ist ThyssenKrupp mit einem KGV von 6,77 billigster DAX Wert - ein Bestandteil des Szenarios vom Irrtum der Optimisten. Die Analysten gehen davon aus, daß die prognostizierten Gewinne erreichbar sind. Aber die Börse zeigt seit April in eine andere Richtung, so daß es ratsam bleibt, die Märkte mit kritischem Blick zu betrachten. Kurzfristiger Ausblick: Die A/D-Linie liefert zwar schon wieder Warnsignale. Aber die Übertreibung nach oben könnte noch etwas stärker werden - z.B. wenn die Analysten zumindest vorübergehend sich an ihren eigenen Prognosen orientieren und Aktien kaufen. Bei 4260/4300 Punkten warten noch ein Gap darauf, geschlossen zu werden. 10:11 Uhr DAX Indikatoranalyse erstellt ca. 10:00 Uhr DAX Indikatoranalyse aktuell, vorab: Abwärtstrend intakt, jüngste Aufwärtsbewegung als technische Reaktion. 30.04.2005 21:44 Uhr Zur Aktion barrierefrei (Startseite): Bis zum 30.06.2005 können Moving Markets Besucher ohne Einschränkungen auf alle Informationen zugreifen. Das ist eine Reaktion auf zwei Entwicklungen: 1. In den vergangenen Monaten entstand mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Spekulationsblase an den Aktienmärkten. Daß der DAX gegenüber den US Märkten eine Outperformance aufwies und zur Zeit immer noch aufweist, ist ein äußeres Kennzeichen des heißgelaufenen deutschen Aktienmarktes. 2. Während des Aufschwungs seit 2003 profitierten insbesondere die Aktien aus der zweiten Reihe von der Entwicklung - ebenfalls ein Kennzeichen der möglichen Spekulationsblase. Nur selten zuvor war es so einfach, an der Börse Geld zu verdienen. Im Spekulationsfieber schossen neue, kostenpflichtige Börseninformationsanbieter wie Pilze aus dem Boden, um vom Boom zu profitieren - auch ein Kennzeichen eines heißgelaufenen Marktes. Schlußfolgerung: Börseninteressierte Internet-Surfer stoßen überall im Netz an die Grenzen geschlossener Benutzergruppen, Abonnements und Registrierungspflichten. Sie können sich über die Ereignisse an den bewegten Märkten nicht vollständig informieren - und das in der aktuell turbulenten Börsenphase, in der ein oberer Wendepunkt droht. Deshalb erhalten ab sofort alle Moving Markets Leser die Gelegenheit, die Ereignisse an den Märkten mitzuverfolgen. Moving Markets wird bis zum 30.06.2005 barrierefrei ohne Passwort lesbar. Hinweis für bestehende Abonnements: Selbstverständlich lesen Sie für zwei Monate ebenfalls kostenlos mit. Jahresabonnements verlängern sich um zwei Monate. 29.04.2005 21:02 Uhr Bulls/Bears-Ratio, Barron's Confidence Index und Fibonacci-Kursziele aktuell 30.04.2005 21:44 Uhr Zur Aktion barrierefrei (Startseite): Bis zum 30.06.2005 können Moving Markets Besucher ohne Einschränkungen auf alle Informationen zugreifen. Das ist eine Reaktion auf zwei Entwicklungen: 1. In den vergangenen Monaten entstand mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Spekulationsblase an den Aktienmärkten. Daß der DAX gegenüber den US Märkten eine Outperformance aufwies und zur Zeit immer noch aufweist, ist ein äußeres Kennzeichen des heißgelaufenen deutschen Aktienmarktes. 2. Während des Aufschwungs seit 2003 profitierten insbesondere die Aktien aus der zweiten Reihe von der Entwicklung - ebenfalls ein Kennzeichen der möglichen Spekulationsblase. Nur selten zuvor war es so einfach, an der Börse Geld zu verdienen. Im Spekulationsfieber schossen neue, kostenpflichtige Börseninformationsanbieter wie Pilze aus dem Boden, um vom Boom zu profitieren - auch ein Kennzeichen eines heißgelaufenen Marktes. Schlußfolgerung: Börseninteressierte Internet-Surfer stoßen überall im Netz an die Grenzen geschlossener Benutzergruppen, Abonnements und Registrierungspflichten. Sie können sich über die Ereignisse an den bewegten Märkten nicht vollständig informieren - und das in der aktuell turbulenten Börsenphase, in der ein oberer Wendepunkt droht. Deshalb erhalten ab sofort alle Moving Markets Leser die Gelegenheit, die Ereignisse an den Märkten mitzuverfolgen. Moving Markets wird bis zum 30.06.2005 barrierefrei ohne Passwort lesbar. Hinweis für bestehende Abonnements: Selbstverständlich lesen Sie für zwei Monate ebenfalls kostenlos mit. Jahresabonnements verlängern sich um zwei Monate. 29.04.2005 21:02 Uhr Bulls/Bears-Ratio, Barron's Confidence Index und Fibonacci-Kursziele aktuell 15:55 Uhr DAX 4196. Verkaufsignal durch anhaltend positive Divergenz der DAX A/D-Linie. Hinzu kommen die anderen am Vormittag besprochenen Indikatoren. Rechne mit fallenden Notierungen für den Nachmittag/Abend bis Montag. 10:55 Uhr DAX 4176. Es gibt noch keinen Hinweis darauf, daß die Optimisten ihre Positionen ausbauten. Mit dem Tag heute verstärkten sich die Kaufsignale nicht. Statt dessen entwickelten sich sogar Hinweise, die für bevorstehend fallende sprechen: 1. Wie der obere Wendepunkt des DAX von einer Outperformance begleitet wurde, sollte bei einer Bodenbildung eine Underperformance stattfinden. Das ist jedoch nicht erkennbar: Statt dessen koppelte sich der DAX von der US Entwicklung nach oben ab - ein neues Warnsignal des SP500/DAX-Ratios. 2. Die A/D-Linie erholte sich Intraday stärker als der DAX - ein neues Warnsignal aufgrund der höheren Marktbreite während des Anstiegs. 3. Nach vorübergehend steigender Tendenz legt der MMC heute wieder den Rückwärtsgang ein. Sollten die Optimisten wirklich Insider sein und Kurse unter 4200 Punkten als günstig ansehen, würden sie ihre Positionen im spekulativen Bereich kontinuierlich ausbauen. Aber weil das nicht geschieht, darf die These aufgestellt werden, daß der DAX weiter fallen muß, um mehr Kapital anzulocken. 4. Das G5 Depot legt den Rückwärtsgang ein und könnte wie an den Vortagen dem Markt nach unten voraus laufen. 5. Der CMI Germany signalisierte in den vergangenen Tagen mit seinem Anstieg obere Wendepunkte. Trifft das diesmal wieder zu, dürfte der DAX ein neues Tief erreichen und dadurch eine kräftige Abwärtsbewegung einleiten. Insgesamt besteht kein Grund zur Eile, um die Short Positionen zu schließen. Bevor der DAX den nächsten Versuch einer Bodenbildung startet, dürfte er noch einmal abtauchen. Das kann schon am Nachmittag geschehen: Neue US-Wirtschaftsdaten könnten für Turbulenzen sorgen. 09:01 Uhr Überraschende Entwicklung angesichts der Talfahrt der US Märkte: die amerikanische Geldmenge (M 3) ist bis Mitte April auf einen neuen Höchststand geklettert. Damit befindet sie sich auf dem gleichen Kurs wie die Geldmenge im europäischen Wirtschaftsraum. Für die These, daß es einen Rückgang in der Wachstumsrate oder sogar eine Schrumpfung der Geldmenge geben könnte, gibt es deshalb keine Anhaltspunkte. Von der Seite kann für die Aktienmärkte deshalb keine Bedrohung abgeleitet werden. Aus dem Grund ist es gut vorstellbar, daß die beobachteten US Kaufsignale, z.B. schwache Nebenwerte (Russell2000), bald zu einer Rallye führen können. Das gilt auch für den DAX: Es ist gut vorstellbar, daß der Index oberhalb von 4100 Punkten einen vorläufigen Boden findet, um eine Gegenbewegung zu starten. Zu dem Zweck könnten sich die Kaufsignale der Intraday-Indikatoren verstärken und dadurch die Basis für die Rallye bilden. Mögliches Szenario: Die Stops bei 4150 werden abgeholt, worauf Panikverkäufe für eine Marktbereinigung sorgen. Für das Musterdepot bedeutet das: Sollte sich die Talfahrt fortsetzen, wird 1. ein Verkauf der Short Zertifikate und 2. der Aufbau einer Long Position geprüft. Die Optimisten könnten sich im kurzfristigen Bereich durchsetzen und zumindest vorübergehend zu einer Stabilisierung des Marktes beitragen. Der DAX würde dann mit Verzögerung auf die Kaufsignale reagieren: Die Optimisten haben in den vergangenen Tagen ihre Positionen unterhalb von 4230 Punkten aufgebaut und könnten die möglichen Stop Loss-Verkäufe dazu nutzen, in Ruhe einzusammeln. Das sollte anhand der Indikatoren erkennbar werden. 28.04.2005 22:28 Uhr Und so trudeln die Märkte weiter abwärts: Indikatoren scheinen kurzfristige Kaufsignale zu liefern, die Börsen klettern auch etwas - um dann trotzdem zu fallen. Allmählich müßte es den Marktteilnehmern dämmern, daß es nicht allein an der günstigen Bewertung einer Aktie liegt, um sie steigen zu lassen. Man darf gespannt sein, was die Märkte hier "ausbrüten". Mit der US Vorgabe nach 17:30 Uhr dürfte der DAX morgen seine Abwärtsbewegung fortsetzen und im Bereich 4155/4160 eröffnen - auf der charttechnischen Absturzmarke. Eine kleine Abwärtsbewegung könnte ausreichen, um die Stops der Optimisten abzuholen und den DAX dadurch in Richtung 4100 Punkte fallen zu lassen. Daß Kontraindikator Microsoft nachbörslich über 1 Prozent zulegte, könnte schon der Auftakt dafür sein. 16:40 Uhr DAX 4189. Unverändertes Bild: Die kurzfristigen Indikatoren zeigen zwar nicht abwärts, würden sogar eine Aufwärtsbewegung erlauben. Aber der DAX fällt trotzdem weiter. Zur Zeit probt der DAX wieder die Bodenbildung und aus charttechnischer Sicht ist es sogar reizvoll, jetzt einzusteigen. Aber es besteht unverändert die Gefahr, daß sich die Optimisten zu voreilig positionierten und der DAX dann abtaucht. Deshalb: Es besteht kein Handlungsbedarf. 12:17 Uhr DAX 4188. Vergeblich auf neue Verkaufsignale gewartet: Der DAX könnte zwar aus charttechnischer Sicht am 4200/4220 Punkte-Widerstand scheitern. Aber es gab keine Verkaufsignale der Stimmungsindikatoren. Weder Umschichtungen in Richtung der renditestarken Index Leichtgewichte, noch hohe Umsätze und Kapitalabzug waren erkennbar. Im Gegenteil: Anhand des schwachen LS Indikators, des in den vergangenen Tagen gestiegenen CMI S/R-Ratios, des steigenden MMC sehen Sie, daß die Stimmung auf dem Börsenparkett so gut ist, wie schon lange nicht mehr. Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer nahm in den vergangenen Tagen deutlich zu, woran sich heute nichts änderte. Deshalb darf im aktuellen Szenario ein vergrößertes Enttäuschungspotential einkalkuliert werden. Werden all die neuen Optimisten der vergangenen Tage, die renditestarke Investments abgaben und spekulativ investierten, auf dem falschen Fuß erwischt, könnte es größere Verluste geben als vor einer Woche. Denn es dürfte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Kapital der "zittrigen Hände" handeln, die vorschnell auf einen Turnaround setzen. Sobald deren Erwartungen nicht aufgehen, stehen sie auf der Verkäuferseite. Weil diese Marktteilnehmer häufig nach charttechnischen Gesichtspunkten investieren, dürfte bei einem neuen Zwischentief (unter 4157 Punkte) erheblicher Verkaufsdruck starten. Der DAX könnte dadurch schnell die 4100 Punkte-Marke erreichen und gegebenenfalls auch unterschreiten. Daß angesichts solcher Aussichten keine neue Short Position eingegangen wird, liegt an der widersprüchlichen Situation: Daß es sich um "zittrige Hände" handelt, ist nur eine These, für die es vorläufig keine Bestätigung gibt. Für eine neue Short Gelegenheit hätte z.B. die A/D-Linie stärker steigen und/oder das G5 Depot stärker sollen. Ohne solche eindeutigen Signale ist es nicht ratsam, die Short Risiken zu erhöhen. Sollte es eine Talfahrt geben, wird das Depot von den bestehenden Engagements profitieren. Steigt der DAX, wird es auf dem höheren Niveau bessere Short-Einstiegsgelegenheiten geben. Eine LONG-Spekulation scheidet aus, weil der DAX bereits gestern nicht auf den Kapitalzufluß mit steigenden Notierungen reagierte. Insgesamt kann unterstellt werden, daß sich die Marktteilnehmer noch nicht auf eine mögliche Baisse eingestellt haben. Deshalb hören sie auf die Analystenschätzungen und treffen keine Vorbereitungen auf fallende Notierungen. 27.04.2005 23:59 Uhr Entsprechend der US Vorgabe nach 17:30 Uhr (Dow Jones + 0,4 Prozent, S + P 500 + 0,3 Prozent, Nasdaq100 + 0,2 Prozent) dürfte der DAX morgen gut behauptet im Bereich 4205/4210 eröffnen - und damit unter dem Widerstand von 4210/4220 bleiben. Dadurch ist der heute gestartete Abwärtstrend immer noch intakt, und sollte es neue Warnsignale der Indikatoren geben, dürfte der DAX an der Hürde scheitern, um dann erneut nach unten zu drehen. So könnte morgen zur Eröffnung nach Tageshoch mit neuer Gelegenheit zur Short Spekulation erreicht werden. 17:18 Uhr DAX 4175. Es ist schon erstaunlich, daß die DAX Marktteilnehmer immer noch zuversichtlich sind, daß sich die Börse stabilisieren wird. Sie sehen das anhand des kontinuierlich steigenden CMI Germany. Offenbar geht man davon aus, daß die Unterstützung 4150/4160 halten wird. Herausragende Warnsignale von der Wall Street gibt es nicht, so daß grundsätzlich der Optimismus berechtigt sein mag. Aber es gibt Haare in der Suppe: 1. Der DAX folgte heute Vormittag schon einmal nicht den Intraday-Kaufsignalen - typisch für den intakten Abwärtstrend. 2. Kontraindikator Microsoft zeigt sich erstaunlich stabil - zu stabil für eine Bodenbildung. 3. Die Rolle der "Eurex Blocktrades" vom Nachmittag ist ungeklärt. Hinter den DAX Optimismus setze ich deshalb ein großes Fragezeichen, so daß für das Musterdepot kein Handlungsbedarf besteht. 15:28 Uhr Der Gedanke, sich von den Rohstoffunternehmen zu trennen, die Edelmetalle jedoch zu halten, konkretisiert sich als richtige Entscheidung: Heute meldet Newmont Mining gestiegene Kosten, Produktionsausfälle und geringere Gewinne. Es ist eben nicht so einfach, die gestiegenen Edelmetallpreise in höhere Unternehmenserträge umzumünzen. Setzt sich der Trend geringerer Gewinne der Minengesellschaften fort, wird es spannend für Gold und Silber. Denn die Unternehmen werden gezwungen, unrentable Minen zu schließen (z.B. wegen hoher Energiekosten bei der Förderung), was das Edelmetallangebot weiter verknappen dürfte. Dann drohen selbst bei gleichbleibender Nachfrage Engpässe, was insbesondere die Goldpreise in die Höhe treiben dürfte. Dann könnte auch die "Faustformel" wieder gelten, nach der der Goldpreis im Durchschnitt mit dem 20fachen Wert des Ölpreises bewertet wird. Gold könnte dann auf 1000 USD klettern. Bislang konnten die Minengesellschaften die höheren Kosten nicht an den Markt weiterreichen. Aber wenn sie aufgrund der höheren Energiekosten Minen schließen müssen, paßt sich die Relation an, indem das Goldangebot knapper wird - eine Entwicklung, die möglicherweise über einige Jahre hinweg dauern kann. 14:29 Uhr DAX 4180. Es geschieht etwas Besonderes an der Eurex: Um 12:25 Uhr wurden zweimal hintereinander rund 9000 DAX Futures gehandelt. Gegen 14:04 Uhr wiederholte sich das Spiel. Offensichtlich sind kapitalkräftige Anleger aktiv, die sich auf die nächste größere Kursbewegung vorbereiten. Die Indikatoren sprechen unverändert für kurzfristig steigende Notierungen, wie über den ganzen Vormittag hinweg. Hätte der Rückschlag auf 4.173 gleich zur Eröffnung stattgefunden (was angesichts der Nachrichtenlage realistisch gewesen wäre), wäre ich ebenfalls Long gegangen und voraussichtlich auch noch weiterhin Long positioniert. Aber der Markt verhielt sich anders. Eine Bärenfalle war in den Szenario einer Gegenreaktion nicht vorgesehen. Der DAX hätte unverzüglich steigen sollen. Weil das nicht geschah und jetzt auch noch die hohen Umsätze hinzu kommen, sieht die Sache nicht mehr rund aus. Nun erscheint es auch möglich, daß der DAX noch einmal abtaucht und erst mit Verzögerung auf die kurzfristigen Kaufsignale reagiert - ähnlich der Blocktrades am 06.04.2005, als der DAX den Verkaufsignalen nicht sofort folgte, sondern vorher in Richtung 4400 Punkte marschierte. Möglicherweise findet das jetzt mit anderen Vorzeichen statt: Der DAX taucht in Richtung 4100 Punkte ab, um sich erst auf ermäßigtem Niveau die Aufwärtsreaktion zu starten. 11:27 Uhr DAX 4185. Es geschieht jetzt das, was ich in den den vergangenen Tagen beschrieben hatte: Die Marktteilnehmer positionierten sich zwar in Richtung steigender Notierungen, aber der DAX stieg trotzdem nicht. Im Gegenteil: Der neue Mut der Marktteilnehmer, auf ermäßigtem Niveau zuzugreifen, könnte sich zum nächsten oberen Wendepunkt entwickeln. Die Abwärtstrend-Marktmechanik des CMI Germany signalisiert einen oberen Wendepunkt, wenn der Indikator fester als der DAX notiert. Für den Vergleich mit der aktuellen Situation eignet sich der Analysechart vom 29.11.2001. Danach liefert der CMI Germany keine Kaufsignale. Statt dessen zeigt er an, daß die Optimisten voreilig investierten und auf dem falschen Fuß erwischt werden. Aufgrund des Risikos wurde die Long Spekulation vom Vormittag mit der Stop Loss-Marke von 4195 Punkten abgesichert. Es besteht jetzt die Gefahr, daß der DAX die Unterstützung von 4150/4160 Punkten unterschreitet. Allerdings liegen dazu keine neuen Verkaufsignale vor. Die Marktteilnehmer trafen keine Vorbereitungen für eine Talfahrt und werden, sollte es abwärts gehen, erneut auf dem falschen Fuß erwischt - ein weiterer Grund für heftig fallende Notierungen. 11:10 Uhr Stop Loss unterschritten, Verkauf der DAX Long Zertifikate zu 3,35 Euro. 09:58 Uhr DAX 4212. Negative US Vorgabe, schwaches GFK Konsumklima, Siemens verfehlt Analystenprognosen: All das hätte gereicht, den DAX auf Talfahrt in Richtung 4190/4180 Punkte zu schicken. Statt dessen behauptet sich das deutsche Börsenbarometer über der 4200 Punkte-Marke. Das ist eine überraschende Entwicklung, die eine neue Stärke des Marktes signalisiert. Hinzu kommen die kurzfristigen Kaufsignale der DAX Indikatoren, die signalisieren, daß die Optimisten ihre Positionen mit fallenden Notierungen ausgebaut haben. Insgesamt entsteht der Eindruck, daß zur Zeit die Käufer kapitalkräftiger ausgestattet sind als die Verkäufer. Immerhin prasselten seit Montag einige schlechte Nachrichten auf die Börse ein, ohne daß es zu einer Talfahrt kam. Aufgrund dieser Entwicklung könnten sich immer mehr Optimisten ermutigt sehen, auf dem aktuellen Niveau einzusteigen. Aus charttechnischer Sicht hat der DAX Luft in Richtung 4270 / 4320 - als Gegenreaktion auf die vorherigen Verluste. 09:29 Uhr DAX 4209. Kurzfristige DAX LONG Spekulation: Kauf 500 DAX LONG Zertifikate WKN ABN3HF, Auto Stop Loss 3910, Hebel 11,8, letzter Kurs 3,55 Euro. Geplante Haltedauer: Intraday. Stop Loss DAX 4195. Der steigende CMI Germany, fallende LS Indikator und die schwache A/D-Linie, der steigende MMC und das stabilisierte G5 Depot signalisieren Kapitalzufluß in Richtung der spekulativeren Index-Schwergewichte. Gegenüber der US Vorgabe zeigte sich der DAX überraschend stabil. Möglicherweise gewinnen die Optimisten vorübergehend Oberhand. Für eine technische Reaktion um ein bis zwei Prozent könnte das ausreichen. 26.04.2005 22:15 Uhr Die US Veränderungen seit 17:30 Uhr: Dow Jones - 0,9 Prozent, S + P 500 - 0,9 Prozent, Nasdaq100 - 1,4 Prozent. Sollte es nachbörslich keine wesentlichen Veränderungen geben, dürfte der DAX mit der US Vorgabe rund 40 Punkte tiefer im Bereich 4190/4195 Punkten eröffnen. Wie es anschließend weitergeht, ist aus den Indikatorveränderungen von heute schwer zu sagen. Beispiel: So schnell, wie die A/D-Linie am Nachmittag auf "Warnsignal" umschaltete, kann sie morgen zur Eröffnung schon wieder auf "neutral" im kurzfristigen Bereich schalten. Das gilt auch für die anderen Indikatoren. Deshalb besteht weiterhin kein Handlungsbedarf. Für ein Glattstellen der Short Position ist es noch zu früh. 16:35 Uhr DAX 4220. Intraday entsteht jetzt eine positive Divergenz der A/D-Linie: Während der DAX unter dem Zwischenhoch von 14:00/14:30 Uhr blieb, kletterte der Indikator etwas stärker - und noch dazu mit gestiegenem Umsatz. Ein solches Zusammenspiel der Indikatoren könnte einen oberen Wendepunkt markieren und einen neuen Abwärtskick einleiten. Allerdings sind die kurzfristigen US Indikatoren neutral, so daß von der Seite kein Verkaufsdruck kommen dürfte. Die Situation ist zwar für eine Short Spekulation interessant, aber nicht eindeutig genug, um die Short Position auszubauen. Deshalb besteht vorerst kein Handlungsbedarf. 13:56 Uhr DAX 4223. Als "längst in den Kursen enthalten" dürften die Marktteilnehmer ansehen, was die Wirtschaftsforscher herausgefunden haben: Die halbierte Wachstumsrate ist keine Überraschung mehr - zumindest auf den ersten Blick. Beim genauen Hinsehen sieht es nicht mehr so gut aus. Denn die Prognosen der Analysten wurden in den vergangenen Monaten noch gar nicht gesenkt, sondern im Durchschnitt sogar erhöht - erkennbar anhand der Rückschläge des Anleihe/Aktien-Ratio 2006. Anfang März und April setzten die Analysten ihre Gewinnprognose herauf - also vollständig entgegengesetzt zur Prognose der Wirtschaftsforscher. Es ist deshalb nicht überraschend, daß die DAX Händler auf Basis der Fundamentaldaten auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Sie gingen von einem anhaltenden Wirtschaftswachstum aus, während sich im Hintergrund die Insider verabschiedeten. So wie die Situation im Februar und März von den Marktteilnehmern falsch gedeutet wurde, könnte auch die aktuelle Situation nicht richtig erfaßt werden: Reduzierte Gewinne sind noch nicht in den Kursen enthalten. Bei anhaltend schwachem Wachstum stellt sich auch die Frage, ob Beteiligungen und Immobilien in den Bilanzen der DAX Konzerne angemessen bewertet sind. Weil 2005 schwach sein wird und niemand weiß, wie sich 2006 entwickeln wird - möglicherweise sind die 1,5 Prozent Wachstum ebenfalls nicht erreichbar -, könnte es Abschreibungen in Milliardenhöhe geben. Möglicherweise nimmt der DAX das zur Zeit vorweg. Denn die Gewinnaussichten, die Analysten vor einem Monat noch prognostizierten, sind jetzt Makulatur. Mit Spannung sehe ich den neuen Kennzahlen entgegen, die in der nächsten Woche veröffentlicht werden. 10:00 Uhr DAX 4227. Noch kein kurzfristiges Verkaufsignal der Intraday-Indikatoren erkennbar: Zwar legte das G5 Depot unter Führung von Infineon den Rückwärtsgang ein. Aber die Marktteilnehmer verzichten auf Umschichtungen in Richtung der Index Leichtgewichte und Sicherheitsinvestments. Im Vorfeld fallender Notierungen ist im Abwärtstrend damit zu rechnen, daß sich gut informierte Marktteilnehmer vorher positionieren (wenn sie wirklich gut informiert sind; bei 4400 Punkten waren sie es auch nicht). Ihre Aktivitäten würden A/D-Linie und LS Indikator (LS = Leicht-, Schwergewicht) steigen lassen. Außerdem würde das Intraday KGV stärker als der DAX zulegen. Das ist jedoch nicht erkennbar. Deshalb darf die These aufgestellt werden, daß sich die gut informierten Marktteilnehmer, professionelle Vermögensverwalter, zur Zeit nicht auf fallende Notierungen vorbereiten - im Gegenteil: Der steigende CMI Germany signalisiert Kapitalzufluß. Die Marktteilnehmer rechnen damit, daß sich der DAX bei 4200 Punkten stabilisieren dürfte und der Ausgangspunkt für den nächsten Anstieg gefunden ist. Von einer verschlechterten Gewinnsituation gehen Sie dabei nicht aus. Damit ähnelt die Situation der Indikatorkonstellation bei 4.400 Punkten, worauf bekanntlich kein Ausbruch nach oben stattfand, sondern eine Talfahrt. Die Optimisten wurden auf dem falschen Fuß erwischt, wobei sie jedoch nichts daraus lernten. Sie gehen weiterhin davon aus, daß der DAX preiswert ist und richten ihr Anlageverhalten danach aus - ein typisches unflexibles Verhalten der Optimisten, die sich an den preiswerten Fundamentaldaten orientieren. Angesichts der mittel- und langfristigen Warnsignale erscheint das jedoch leichtsinnig - ähnlich der Entwicklung von 2000/2001, als sich der DAX noch lange auf hohem Niveau behaupten konnte. Einen schnellen Absturz erwarte ich angesichts der Indikatoren zwar nicht. Aber es ist ratsam, die Short Zertifikate zu halten, denn es kann auch "aus heiterem Himmel" abwärts gehen, wenn es ein dazu passendes Ereignis gibt. Das Musterdepot wird dann von den bestehenden Short Engagements profitieren. Sollte sich der DAX erholen und in Richtung 4260/4270 klettern können, wird der Ausbau der Short Position geprüft. 08:22 Uhr Die New Yorker Vorgabe seit gestern, 17:30 Uhr, liefert keine neuen Impulse: Dow Jones & Co schlossen unverändert. Deshalb muß der DAX selbst für seinen Trend sorgen, wobei er kaum verändert im Bereich 4245 Punkten eröffnen dürfte. Die zu erwartenden geringen Schwankungen haben zwei Vorteile: 1. Es ist möglich, sich für eine Spekulation in Ruhe zu positionieren. 2. Den Indikatoren fällt es leichter, stärker als der DAX auszuschlagen und dadurch neue Impulse zu setzen. So ist es z.B. möglich, daß die A/D-Linie ihre positive Divergenz ausbaut, während der DAX stabil im Bereich 4245 Punkten bleibt. Kurz nach der Eröffnung wird es dazu neue Hinweise geben. Zur Sojabohnen-Spekulation: In den nächsten zwei Wochen wird es spannend. Die Schiffsladungen mit der südamerikanischen Ernte treffen in den Häfen ein und suchen Abnehmer. Die Verkäufer (die in Chicago bereits vor einigen Wochen vorausverkauft haben) werden versuchen, möglichst hohe Preise für ihre Ware zu erzielen. Dazu kommt es ihnen aus taktischer Sicht entgegen, daß gestern die Preise kletterten (der Rückgang in den letzten Handelsminuten zeigt schon, daß die Händler und Verkäufer der physischen Ware nervös werden). Sie dokumentieren gegenüber dem potentiellen Käufer, daß die Nachfrage groß und das Angebot knapp sei. Je nachdem, wie die Käufer reagieren, entwickelt sich der Preis in den nächsten Tagen/Wochen: Ist die Nachfrage nach physischer Ware gering, weil die Ölmühlen nur zögernd zugreifen, dürfte sich das hohe Niveau kaum halten können. Der Anstieg gestern fand mit hohen Umsätzen statt - ein Verkaufsignal (es wurden im Juli Termin 64.000 Kontrakte gehandelt, im Chart ist die Information noch nicht eingezeichnet). 25.04.2005 21:30 Uhr ifo Geschäftsklima aktuell 17:35 Uhr US Indikatoranalyse fertigstellt 16:31 Uhr DAX 4246. Entsprechend der Indikatorbewertung wird es jetzt wieder aussichtsreicher, auf fallende Notierungen zu setzen. Sie sehen das anhand der DAX A/D-Linie: Der Indikator verstärkte seine positive Divergenz, was ein mittel- bis langfristiges Verkaufsignal darstellt. Für ein kurzfristiges Verkaufsignal fehlt noch eine positive Divergenz, die im Intraday-Chart sichtbar wird. Dazu sollte der Indikator deutlich sichtbar stärker als der DAX klettern. Erst wenn das geschieht, dürfte der nächste obere Umkehrpunkt erreicht sein - idealerweise begleitet von einem anhaltend schwachen G5 Depot. Dann würden die Marktteilnehmer neue Umschichtungen beginnen und die Wende einleiten und die Voraussetzungen für eine neue Short Spekulation schaffen. Bis dahin gilt: Abwarten und beobachten. 11:18 Uhr DAX Indikatoranalyse fertiggestellt. Vorab: Der DAX befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Verkaufsignal der A/D-Linie und dem SP500/DAX-Ratio sowie dem Kaufsignal aufgrund der Panikverkäufe und der günstigen Bewertung - eine uneinheitliche, nicht mehr klar abwärts zeigende Entwicklung. Für das kurzfristige Timing kommt es insbesondere auf die Intraday-Indikatoren an. Es erscheint ratsam, die kurzfristigen Risiken zur Long- und Short-Spekulation zu senken (z.B. durch geringen Kapitaleinsatz, einen niedrigen Hebel oder abwarten). 08:44 Uhr Nach der New Yorker Vorgabe seit vergangenen Freitag, 17:30 Uhr (Dow Jones - 0,4 Prozent, Nasdaq100 - 0,8 Prozent) dürfte der DAX heute knapp 0,5 Prozent niedriger im Bereich 4205 eröffnen - wenn er der US Entwicklung folgt. 22.04.2005 18:36 Uhr Saturn räumt auf: Text fertiggestellt 17:20 Uhr DAX 4221. Schreibe immer noch am Saturn-Text, daher nur eine kurze Markteinschätzung: Die US- und DAX-Indikatoren liefern keine Hinweise auf eine rasche Fortsetzung der Talfahrt. Die Gegenbewegung nach oben, bzw. Seitwärtsbewegung kann sich noch bis Montag fortsetzen. Es besteht kein Handlungsbedarf. 15.54 Uhr Saturn räumt auf: Der erste Teil des Textes ist fertiggestellt - Rest folgt. 12:25 Uhr Saturn räumt auf: Grafische Darstellung der astrologischen Bewertung vom 20.04.2005, 17:20 Uhr (s.u.). Die Charts werden voraussichtlich heute Nachmittag erklärt. 08:25 Uhr Understatement. Nach der Partylaune vor einer Woche werden jetzt kleinere Brötchen gebacken - erkennbar anhand der moderaten DAX Prognose: Im Bereich 4230/42535 Punkte wird der DAX heute gesehen, rund 15 bis 20 Punkte unter dem Niveau der US Vorgabe. Sollte das deutsche Börsenbarometer so schwach bleiben, hat die A/D-Linie doch noch Chancen für ein Verkaufsignal am Vormittag - nämlich dann, wenn der DAX etwas in die Knie geht und die A/D-Linie trotzdem auf hohem Niveau bleibt. 21.04.2005 23:42 Uhr Nach einem solchen Tag dürften wieder etliche Optimisten ans Tageslicht kommen und das Ende der Korrektur bejubeln. Die Unterstützungslinien, Dow Jones 10.000 und DAX 4150, hielten, so daß insbesondere Charttechniker neuen Mut für Investitionen bekommen könnten. Aber ein solches Urteil lassen die Moving Markets Indikatoren nicht zu. Schließlich ist der DAX heute auf dem Niveau angekommen, bei dem die Insider im vergangenen Jahr gerade erst anfingen, ihre Positionen zu veräußern. Aus ihrer Sicht lohnt es sich noch nicht, zu den Käufern zu gehören. Sie wollen Einstiegskurse unter ihrem Verkaufsniveau - wenn sie es überhaupt schon wieder erwägen, auf steigende Kurse zu setzen. Sie sehen das anhand der Entwicklung des G5 Depots: Danach würde sich der Ausstieg der G5 Insider seit November 2004 nur dann gelohnt haben, wenn sie die Gelegenheit erhalten, unter 4150/4100 einzusammeln. Danach dürften aus ihrer Sicht DAX-Kurse oberhalb von 4150 Punkten zu teuer sein. Schon morgen zeigt sich, ob die These bestätigt wird: Fällt der Indikator, würden die Verkäufe der Insider/Trendsetter weitergehen. Aber einen Grund zur Eile gibt es für die nächste Short Spekulation voraussichtlich nicht. Denn ein neues Verkaufsignal der A/D-Linie kann es morgen kaum geben: Selbst wenn alle 30 DAX Werte steigen, dürfte der Indikator allenfalls parallel zum DAX steigen. Für ein Verkaufsignal müßte der Indikator stärker als der DAX zulegen, was bei der zu erwartenden Rallye auf Intraday-Basis nicht möglich wäre (auf Tagesbasis mit mittelfristiger Perspektive jedoch schon!). Nach der New Yorker Vorgabe seit 17:30 Uhr (Dow Jones + 1,3 Prozent, Nasdaq100 + 1,7 Prozent) kann der DAX bei rund 4250 Punkten eröffnen. Mögliches Szenario für den DAX: Test von 4260/4280 Punkten bis Montag, währenddessen neue Warnsignale und auf erhöhtem Niveau neue Einstiegsgelegenheiten zur Short Spekulation, abbröckelnde Notierungen ab spätestens Montagmittag. Die Talfahrt dürfte auch aus dem Blickwinkel der US Indikatoren anhalten: Daß heute die Nebenwerte, repräsentiert durch den Russell2000, Computerwerte und Microsoft gleich wieder so kräftig zulegten, ist ein Hinweis auf 1. Einstieg der Kleinaktionäre und Spekulanten und 2. anhaltende Umschichtungen in Richtung Sicherheit und Risikoverteilung. Danach ist mindestens mit einem weiteren "Nachschlag" auf dem Weg nach unten zu rechnen. Es kann deshalb nicht schaden, für den nächsten "Short Schuß" den Finger am Abzug zu haben. 17:28 Uhr Kurz vor Börsenschluß liefert Kontraindikator Microsoft ein antizyklisches Verkaufsignal. Die Aktie kletterte deutlich stärker als der Nasdaq100. Das könnte die nächste Talfahrt einleiten. Aber weil die DAX Intraday Indikatoren keine kurzfristigen Warnsignale liefern, sondern sogar Vorbereitungen auf einen Anstieg signalisieren, werde ich für das Moving Markets Depot keine neue Short Position ordern. Insgesamt sieht das Indikatorbild nicht "rund" aus, weil es widersprüchliche Interpretationen zu läßt. Beispiel: Die Intraday schwache A/D-Linie ließ in der Phase der Top Bildung vor zwei, drei Wochen den DAX klettern. Das könnte diesmal ebenfalls für eine Stabilisierung sorgen. Das gilt auch für das steigende G5 Depot. Aus den DAX Indikatoren läßt sich deshalb herauslesen, daß die Marktteilnehmer steigende Kurse erwarten. Bei 4.400 Punkten sah das noch anders aus: Die "Kaufsignale" entstanden aus dem Irrtum der Optimisten. 200 Punkte tiefer ist eine solche Aussage nicht mehr so einfach möglich. Der Irrtum der Optimisten ist nicht mehr so naheliegend, wie es noch vor einer Woche der Fall war. Denn die Positionierung auf steigende Notierungen könnte diesmal tatsächlich der Vorbote für eine Gegenreaktion sein. Die Kapitalkraft der mutigen Käufer könnte auf ermäßigtem Niveau größer sein als die der Verkäufer. Aber wir wissen nicht, was hinter den Kulissen gespielt wird: Möglicherweise gibt es noch weitere schlechte Nachrichten, so daß die Optimisten wieder auf dem falschen Fuß erwischt werden. Das wäre eine Erklärung dafür, weshalb Microsoft als Kapitalparkplatz angesehen wird und nach oben davon zieht. In einer solch widersprüchlichen Situation bleibt es deshalb ratsam, die bestehenden Short Positionen zu halten und auf eindeutigere Signale zu warten. 15:45 Uhr DAX 4203. Bislang hat es noch keine neuen Verkaufsignale gegeben, so daß der Markt noch eine Weile stabil bleiben kann. Nur: In den vergangenen Tagen war sehr schön zu sehen, daß die Stimmung innerhalb weniger Minuten kippen kann. Die Vorlaufzeit für ein Verkaufsignal, z.B. bei einer positiven Divergenz der A/D-Linie, kann immer noch bei 30 bis 45 Minuten liegen. Schon unmittelbar nach einem Short Signal könnte deshalb der DAX den Rückwärtsgang einlegen. Aber konkrete Hinweise, daß sich bald ein Verkaufsignal abzeichnen kann, gibt es nicht. Deshalb: Vorerst kein Handlungsbedarf. 09:45 Uhr DAX 4179. Daß der DAX kaum auf die US Vorgaben reagierte und sich die Optimisten auf Titel des G5 Depot stürzen (SAP), reizt zur anitzyklischen Short Spekulation. Sollte sich die A/D-Linie im Tagesverlauf verbessern und entsteht dabei eine positive Divergenz gegenüber dem DAX, wird der Kauf von DAX Short Zertifikaten geprüft. 09:08 Uhr DAX 4165. Verkauf der am 19.04.2005 georderten Short-Position zu 5,22 Euro. Die am 23.03.2005 und 05.04.2005 gekauften DAX Short Zertifikate werden gehalten. 20.04.2005 23:05 Uhr Folgt der DAX morgen den US Vorgaben nach 17:30 Uhr (Dow Jones - 1,3 Prozent, S + P 500 - 1,2 Prozent, Nasdaq100 - 1,3 Prozent) dürfte der DAX morgen im Bereich 4120/4130 eröffnen. Das am 19.04.2005 georderte Short Zertifikat wird zur Eröffnung verkauft. Für eine antizyklische, auf ein oder zwei Tage ausgerichtete LONG Spekulation ist es aber noch zu früh. Kaufsignale sind noch nicht erkennbar. Aber das kann sich im Tagesverlauf ändern. Möglich ist auch eine weitere Short Spekulation, wenn die Indikatoren nach dem Muster der vergangenen Tage weiter abwärts zeigen. 17:20 Uhr Zu den Aussichten der Aktienbörsen in den nächsten Monaten: Den Beginn der Talfahrt habe ich zum Anlaß genommen, die Situation aus astrologischer Sicht zu beleuchten - zumal die Jahresprognose steigende Kurse erwarten ließ. Dabei gab es ein spannendes Ergebnis: Der Beginn der Talfahrt korreliert mit dem Start der Hausse 1993, dem Kurseinbruch 1998, der Übertreibung 2000 und dem anschließenden Crash. Das Zusammenspiel von Uranus, Neptun und dem Saturnzyklus fand in der Zeit parallel zu markanten Kursbewegungen statt. Auch die Umverteilungsphase seit November 2004 ist in den Konstellationen erkennbar. Danach läßt sich die These aufstellen, daß in den vergangenen Tagen erst der Startschuß für weitere Kursverluste fiel. Mindestens bis August 2005, ungünstigenfalls bis August 2006 könnte die Talfahrt anhalten. Dabei wird die Hausse von 1993 bis 2000 komplett "abgearbeitet" und aus saturnischen Gesichtspunkten einer kritischen Prüfung unterzogen. Betroffen sind insbesondere die westlichen Aktienbörsen. Japan könnte sich dabei von dem Trend als Outperformer abkoppeln. Das Untersuchungsergebnis läßt sich anhand des Vergleichs der Planetenkonstellationen mit der tatsächlichen Börsenentwicklung belegen (wird schnellstmöglich in den nächsten Tagen als ausführliche Dokumentation erstellt). Die astrologischen Konstellationen der "Börsen-Trendgeber" Saturn, Uranus und Neptun sind bekannt aus dem astrologischen Experiment mit der Adolf Ahlers AG. Nun kommt es darauf an, weitere Hinweise zu finden, die die neue These stützen. Die Bewertung vom 16.02.2005 war bereits ein Anfang, der von der Indikatorentwicklung der vergangenen Monate bestätigt wurde. Die jüngste Talfahrt ergänzt das Bild. Weitere Puzzelteile sind jedoch nötig, um das Bild für das Ausmaß der möglichen Kursbewegungen erkennen zu können. 16:38 Uhr DAX 4178. Weil der DAX auf die Warnsignale mit fallenden Notierungen reagierte, ist der Abwärtstrend weiterhin intakt. Seine Schwäche gegenüber den US Indizes kann auf zweierlei Weise interpretiert werden: 1. Insider/Trendsetter nehmen eine schwache US Börse vorweg. 2. Der DAX übertreibt nach unten und markiert dadurch einen unteren Umkehrpunkt. Etliche Marktteilnehmer gehen von der zweiten Variante aus und lassen das G5 Depot und den MMC steigen. Sie unterstellen eine Bärenfalle des DAX. ABER: Es gibt noch keine zusätzlichen Kaufsignale der anderen Indikatoren. So weist die A/D-Linie immer noch eine positive Divergenz auf und zeigt dadurch eindeutig abwärts. Deshalb erscheint es möglich, daß die Optimisten weiterhin irren und erneut auf dem falschen Fuß erwischt werden. Danach könnte die US Börse nach der Intel Rallye - entsprechend der Marktmechanik der Vormonate - den Rückwärtsgang einlegen. Deshalb werden alle DAX Short Zertifikate weiterhin gehalten. 16:16 Uhr Vor zwei Wochen wurden zusammen mit den anderen Aktien des Musterdepots auch die Rohstoffwerte verkauft. Die Befürchtung war, daß die mittlerweile beliebten "Kapitalparkplätze" ebenfalls unter Druck geraten würden. Nun zeichnet sich ab, daß die Entscheidung richtig gewesen sein könnte. Denn obwohl der Goldpreis in den vergangenen Tagen zulegte, blieben Goldminen, z.B. die ehemaligen Musterdepotwerte Barrick, Gold Fields, im Vergleich dazu gedrückt. Gestiegene Goldpreise sind schließlich nur ein Teil der Gewinnaussichten. Das Edelmetall muß aus der Erde befördert, verarbeitet und vermarktet werden. Mit steigenden Personal- und Energiekosten schmelzen die Gewinne aus den Rohstoffverkäufen. Außerdem könnten Marktteilnehmer bei einem überraschenden Börsencrash zur Liquiditätsbeschaffung Rohstoffaktien verkaufen. So ist es möglich, daß der Goldpreis zwar steigt, aber die Notierungen der Minengesellschaften trotzdem in die Knie gehen. Deshalb wird die physische Ware auch weiterhin im Musterdepot gehalten. 14:32 Uhr DAX 4195. Gerade den Text geschrieben (s.u.) und schon abwärts: So schnell kann es gehen ... 14:30 Uhr DAX 4215. Es gibt ein paar Optimisten, die von bevorstehend steigenden Notierungen ausgehen. Sie zeigen sich, indem sie das G5 Depot etwas klettern lassen. Eine herausragende Aufwärtsbewegung des Indikators ist das aber nicht - kein Kaufsignal. Wichtiger für die weitere DAX Entwicklung ist dagegen eine andere Beobachtung: Die Marktteilnehmer konzentrieren sich wieder auf die kleineren DAX Werte. Das geschieht im Abwärtstrend regelmäßig an oberen Umkehrpunkten, weil 1. freiwerdende Mittel mit hoher Marktbreite umverteilt werden (Risikoreduktion) und/oder 2. überwiegend massenmedienmobilisierte Kleinanleger Aktien aus der 2. Reihe kaufen. Solche Umschichtungen werden anhand folgender Indikatoren sichtbar: LS Indikator steigt, A/D-Linie entwickelt positive Divergenz, DAX KGV klettert stärker als der DAX - alles mögliche Vorbereitungen auf eine neue Abwärtsbewegung. Außerdem sinkt DOID weiter. Folgt der DAX den Indikatoren, dürfte es am Nachmittag abwärts gehen. 11:20 Uhr DAX 4214. Der DAX reagierte auf die Warnsignale mit einem Rücksetzer auf 4207 Punkte, wobei der fallende DOID-Wert auf möglichen Verkaufsdruck hinweist. Bis zum Nachmittag dürfte sich jedoch nur wenig tun: Die Marktteilnehmer warten auf die New Yorker Reaktion. Jede positive Divergenz der A/D-Linie stellt ein neues Intraday-Verkaufsignal dar. 10:03 Uhr DAX 4219. Für die Stimmung wäre es verheerend, wenn das geschieht, was die um 08:44 Uhr beschriebenen Indikatoren jetzt anzeigen: einen oberen Wendepunkt. Insbesondere die A/D-Linie lieferte ein starkes kurz- und mittelfristiges Verkaufsignal. Von einem Turnaround oder einer nachhaltigen Stabilisierung ist nichts erkennbar. Sollten die Märkte auf die positiven Unternehmensmeldungen mit fallenden Notierungen reagieren, würde signalisiert, daß mit dem jüngsten Rückschlag mehr auf dem Spiel steht als nur eine Korrektur. Es könnte erst der Auftakt zu einer noch heftigeren Talfahrt sein. 08:44 Uhr Die Vorgaben aus der regulären New Yorker Börsensitzung sind zwar uneinheitlich, aber nachbörslich legten Technologiewerte rund ein Prozent zu. Folgt der DAX den Vorgaben, dürfte er nicht, wie dpa-AFX schreibt, bei 4216, sondern bei 4240 Punkten eröffnen. Es ist verglichen mit der Entwicklung von Januar bis März ungewöhnlich, daß die Tagesprognosen so niedrig angesetzt werden. Seit Jahresbeginn wurde der DAX regelmäßig am oberen Ende der Bandbreite gesehen. Wenn das jetzt nicht mehr geschieht, ist es ein erster Schritt in die Normalität. Denn das deutsche Börsenbarometer, hat den Erholungsansatz der US Börsen einige Wochen vorher vorweg genommen - erkennbar anhand des immer noch hohen SP500/DAX-Ratios. Dax Ausblick: Mit dem zu erwartenden Kursanstieg, gleichgültig, ob bei 4220 oder 4230 Punkten, dürfte die A/D-Linie kräftig zulegen und ein neues Verkaufsignal generieren. Die Eröffnungskurse könnten dabei das Tageshoch markieren. Spannend wird es, wie die Marktteilnehmer reagieren werden: Bleibt die Stimmung der vergangenen Monate erhalten, dürften die Indikatoren neuen Verkaufsdruck anzeigen. Insider/Trendsetter dürften die höheren Kurse nutzen, weiter auszusteigen. Sie dürften zu den Verkäufern gehören und dadurch das G5 Depot schwächen. Hohe Umsätze mit steigenden Notierungen wären dabei der Vorbote für fallende Notierungen, weil sie sich für eine Umverteilung anbieten: Medienmobilisierte Marktteilnehmer steigen ein, während sich Insider/Trendsetter verabschieden. Verkaufsdruck der professionellen Vermögensverwalter dürfte auch anhand des durchschnittlichen Ordervolumens erkennbar sein: Ein zügig fallender DOID Wert würde signalisieren, daß die Aufnahmefähigkeit des Marktes niedrig ist und Aktienpakete verkleinert werden, um sie an der Börse unterbringen zu können - vergleichbar mit der Top Bildung Ende März/Anfang April. 19.04.2005 17:08 Uhr DAX 4199. Während der DAX bei der Top Bildung etliche Stunden oder sogar Tage brauchte, um auf die Warnsignale zu reagieren, geht es während der Talfahrt schneller. Die "Vorwarnzeit" betrug ab ca. 15:30 Uhr rund 30 - 45 Minuten, bis der DAX den Rückwärtsgang einlegte. Das Kursziel für die nächste Abwärtsbewegung liegt aus charttechnischer Sicht irgendwo im Bereich zwischen 4000 und 4170 Punkten. Je nach Markt- und Indikatorentwicklung werden bei der vorhin georderten Short Position in dem Bereich Gewinne mitgenommen. US Börse: Die Technologie-Blue Chips (blaue Linie Nasdaq100) laufen Dow Jones und S + P 500 nach unten voraus und signalisieren einen intakten Abwärtstrend. Die hohe Zahl der NYSE Gewinner, zur Zeit 2099, bei nur 939 Verlierern, läßt den Russell2000 überdurchschnittlich steigen, was ebenfalls ein kurzfristiges Verkaufsignal darstellt. US Marktteilnehmer verteilen freiwerdende Mittel bei den Nebenwerten, weil sie anhaltend fallende Notierungen befürchten. 16:33 Uhr DAX 4213. Kauf 800 DAX Short Zertifikate WKN 342555, Auto Stop Loss 4540, Hebel 8,8, letzter Kurs 4,80 Euro, geplante Haltedauer: je nach Marktentwicklung ein bis zwei Tage. Das Zusammenspiel zwischen CMI Germany und A/D-Linie zeigt wieder abwärts. Am Vormittag, um 11:13 Uhr, hatte ich es beschrieben: Der schwache CMI Germany signalisiert Kapitalabfluß, während die Intraday stabile A/D-Linie anhaltende Umschichtungen in Richtung der kleineren DAX Werte anzeigt. Das im Tagesverlauf nachgebende G5 Depot zeigt, daß es keine Kaufaktivitäten der Insider/Trendsetter gibt. 13:57 Uhr DAX 4217. Immer wieder zeigt sich die A/D-Linie als sensibles Instrument - wie heute: Als der DAX auf 4225 kletterte, zeigte sie eine positive Divergenz, was ein Verkaufsignal darstellte. Beim anschließenden Rückgang übertrieb der Indikator nach unten, was ein kurzfristiges Kaufsignal darstellte. Seitdem kletterte der DAX und die A/D-Linie folgte - allerdings ohne dabei nach oben zu übertreiben. Insgesamt stellt sich die Situation im kurzfristigen Bereich uneinheitlich dar, so daß kein Handlungsbedarf besteht. Die A/D-Linie auf Tagesbasis liefert weiter fleißig Verkaufsignale. Sollte der Markt sofort in die Knie gehen, wird das Depot von den bestehenden Short Engagements profitieren. Steigt der Markt, wird auf höherem Niveau eine neue Short Position geprüft. 11:13 Uhr DAX 4206. Aus den Indikatoren läßt sich ein neuer oberer Umkehrpunkt ableiten. Eine zusätzliche Short Spekulation findet im Moving Markets Depot allerdings nicht statt, weil die Signale nicht eindeutig genug sind. Die Chance, daß der Markt jetzt fällt, stufe ich bei 60 Prozent ein - zu wenig für den Ausbau der Short Position angesichts der Gefahr einer technische Aufwärtsreaktion. Die Indikatoren im Einzelnen: 1. VDAX fiel deutlich stärker zurück als der DAX kletterte = Stimmungsverbesserung, antizyklisches Verkaufsignal; 2. CMI Germany legte den Rückwärtsgang ein = Kapitalabzug, Indikator läuft dem DAX nach unten voraus; 3. A/D-Linie zur Eröffnung stark gestiegen = Verkaufsignal entsprechend der Abwärtstrend-Marktmechanik; 4. G5 Depot angeführt von Infineon gestiegen = große Zuversicht unter den Spekulanten; 5. durchschnittliches Ordervolumen im DAX (DOID) taucht ab = nachlassende Aufnahmebereitschaft der Marktteilnehmer bzw. gezielte Abgaben professioneller Vermögensverwalter mit kleinen Odergrößen; niedrige Umsätze mit abbröckelnden Notierungen erhalten den Abwärtstrend. Insbesondere die Kombination aus gestiegener A/D-Linie und fallendem CMI Germany signalisiert, daß Kapital abgezogen wird, während die Marktteilnehmer ihre Umschichtungen/Vorbereitungen auf fallende Notierungen fortsetzen. Mit einer solchen Indikatormechanik ist eine rasche Gegenbewegung nach oben unwahrscheinlicher geworden. Die LONG-Spekulation von ermäßigtem Niveau ausgehend, ggf. im Bereich 4150/4170, rückt dadurch ins Visier. 09:17 Uhr DAX 4222. Noch kein LONG-Einstieg, weil die A/D-Linie zur Eröffnung zu stark zulegte - es fehlt das kurzfristige Kaufsignal des Indikators. Möglich ist nun ein Rücksetzer mit neuer Kaufgelegenheit auf niedrigerem Niveau. 18.04.2005 23:22 Uhr Für die Talfahrt mit hohen Umsätzen gibt es ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Als der DAX im März 2004 einknickte, fielen die Umsatzindikatoren überdurchschnittlich und generierten damit ein Kaufsignal. Allerdings gelang die Bodenbildung nicht sofort, sondern der DAX fiel von 3850 auf 3750, um erst im zweiten Anlauf die Gegenbewegung nach oben zu starten - zu sehen in der Indikatoranalyse vom 11.06.2004. Etwas Ähnliches könnte sich nach den Rekordverkäufen der vergangenen zwei Tage auch entwickeln. Mögliches Szenario: Die Märkte pendeln noch etwas aus und starten dann zu einer Rallye von 150/200 Punkten. Ein solches Szenario wäre auch aus dem Blickwinkel der Charttechnik im Rahmen einer "pull back-Reaktion" zulässig. Je früher eine solche Aufwärtsbewegung startet, desto größer ist die Gefahr, daß es sich um eine technische Reaktion im Abwärtstrend handelt. Je ausgiebiger die Märkte konsolidieren, desto höher kann der DAX anschließend klettern - dann erkennbar anhand der A/D-Linie. Vielleicht wurde der Zeitpunkt für die Rallye schon entschieden: Das G5 Depot erholte sich am Abend und kann dadurch als Vorbote für die Rallye angesehen werden. Klettert der Indikator morgen weiter und bleibt gleichzeitig die A/D-Linie Intraday schwach, konnte das schon der Auftakt für die Gegenreaktion sein. Auch wenn die US Indikatoren noch keine klaren Kaufsignale lieferten, könnte es doch der DAX noch einmal versuchen zu klettern. Wichtig dabei: Startet die Rallye morgen, dürften die Indikatoren im Vorfeld deutlich ausschlagen und unmißverständlich anzeigen, daß die nächste Kursbewegung aufwärts zeigt. Die Optimisten dürften es nicht lange an der Seitenlinie aushalten und sich schnell wieder positionieren. Aber nur dann, bei klarer "Ansage" durch die Indikatoren, werde ich im Musterdepot mit kurzfristiger Perspektive für ein bis zwei Tage LONG gehen (und die DAX Short-Zertifikate halten). Ohne klare Indikatorsignale bleibt das Moving Markets Depot unverändert. Ein Ausbau der Short Position kommt auf dem aktuellen Niveau (DAx Schluß 4202) nicht in Frage - allenfalls oberhalb von 4240/4260 Punkten. Nachbörslich kletterte Texas Instruments um 5,7 Prozent, weil das Unternehmen die Märkte nicht enttäuschte. Die Börsenkommentare dürften die Nachricht morgen als Hinweis verwenden, daß die Situation gar nicht so schlecht sei. Aber im 2-Jahres-Chart sehen Sie: Die Aktie eignet sich nur bedingt als Trendsetter. Als Technologie-Blue Chip aus der zweiten Reihe gehört der Titel zu den "Nebenwerten", die mit ihrer Outperformance in den vergangenen Monaten das Abwärtspotential erhielten. Für mehr als ein Strohfeuer dürfte die Nachricht deshalb kaum reichen. Mit einem KGV von rund 21 bei einem Gewinnwachstum von 18 Prozent ist die Aktie gut bezahlt - sofern die 2006er Gewinne überhaupt erreicht werden. 16:17 Uhr DAX 4212. Verkauf der DAX Long Zertifikate zu 3,60 EUR. Die Chance für eine Erholung ist zwar weiterhin gegeben. Aber das Risiko, die LONG Spekulation über die Nacht zu halten, ist zu groß. So eindeutig sind die Indikatorsignale noch nicht, so daß die labile Börse und unberechenbare, verunsicherte Marktteilnehmer für Überraschungen in beiden Richtungen sorgen können. Für ein klareres kurzfristiges Kaufsignal hätte z.B. das G5 Depot kräftiger steigen müssen. Oder Kontraindikator Microsoft hätte deutlicher verlieren sollen. Aber weil das nicht geschah, habe ich die Entscheidung zur Glattstellung der Position getroffen. Offenbar sind die Insider noch nicht bereit, in großem Stil auf Einkaufstour zu gehen. 13:33 Uhr US Indikatoranalyse erstellt 12:01 Uhr DAX 4202. Kurzfristige DAX LONG Spekulation: Kauf 350 DAX LONG Zertifikate WKN ABN3HF, Auto Stop Loss 3910, Hebel 11,8, letzter Kurs 3,53 Euro. Geplante Haltedauer: Intraday. Stop Loss DAX 4195. Der steigende CMI Germany, fallende LS Indikator, steigende MMC und das stabilisierte G5 Depot signalisieren Kapitalzufluß in Richtung der spekulativeren Index-Schwergewichte. Gegenüber der US Vorgabe fiel der DAX rund 40 Punkte stärker zurück, so daß mit einem kurzfristigen Ausgleich gerechnet werden kann. Einige Marktteilnehmer, die bei 4400 Punkten gekauft haben und angesichts des "preiswerten" DAX immer noch von steigenden Notierungen ausgehen, könnten dabei zu den Käufern gehören. Für eine technische Reaktion um ein bis zwei Prozent könnte das ausreichen. 10:46 Uhr DAX Indikatoranalyse erstellt: Abwärtstrend intakt (Irrtum der Optimisten"), Gegenbewegung nach oben möglich, Hinweise für eine rasche Erholung jedoch noch nicht erkennbar. Ca. 10:35 Uhr DAX Indikatoranalyse 08:38 Uhr Entsprechend der US Vorgabe seit vergangenen Freitag, 17:30 Uhr, hat der DAX ein Abwärtspotential von rund 1,1 Prozent. Danach dürfte er im Bereich 4265 Punkten eröffnen. Aber weil der Index auf dem Weg nach unten gegenüber den US Märkten Nachholpotential hat und der japanische Nikkei Index 3,8 Prozent verlor, ist es gut möglich, daß der DAX noch mehr in die Knie geht. Es gibt noch keine Kaufsignale, die auf eine nachhaltige Wende nach oben hinweisen. Zwar kann es eine technische Reaktion geben. Aber im Rahmen der Abwärtstrend-Indikatormechanik dürften sich nach einer Rallye neue Gelegenheiten zur Short Spekulation ergeben. Deshalb: Die DAX Short-Position wird gehalten. Die Indikatoranalyse folgt gegen 10:00 Uhr. 15.04.2005 18:23 Uhr DAX 4312. Die hohen Umsätze sorgten dafür, daß die Märkte einer Bereinigung einen großen Schritt näher kamen. Allerdings stellt sich dabei die Frage, warum die Märkte einen so langen Anlauf brauchten (seit November 2004), um sich dann in einer solchen knappen Reaktion zu entladen. Die Panikverkäufen nahe kommenden Umsätze als Basis für eine Stabilisierung zu nehmen, dürfte daher diesmal zu kurz greifen. Was monatelang auf eine Top Bildung hinwies, dürfte kaum in zwei, drei Tagen erledigt sein. Es könnte deshalb mehr hinter den Kursverlusten stecken als das, was in den Nachrichtentickern als Begründung dafür genannt wird (z.B. IBM, Apple, niedriges Wirtschaftswachstum). Was das sein könnte, gilt es in den nächsten Tagen / Wochen herauszufinden. Wie in ähnlichen Situationen aus der Vergangenheit dürfte auch diesmal die Börse ein Ereignis bzw. eine besonders schlechte Nachricht vorwegnehmen. Geht die Information offiziell über die Nachrichtenticker, dürfte das Ende der Konsolidierung erreicht sein. Aber bis dahin könnten die Indizes deutlich unter das aktuelle Kursniveau gefallen sein. Die Indikatoren werden den Weg weisen - und hoffentlich rechtzeitig den Zeitpunkt für Short-Gewinnmitnahmen anzeigen. Die Indikatoranalysen folgen am kommenden Montag, 18.04.2005. 17:52 Uhr Depotstatistik und Depotübersicht aktualisiert 16:08 Uhr Bulls/Bears-Ratio und Barron's Confidence Index aktuell 13:11 Uhr DAX 4328. Heute sind hohe Umsätze zu erwarten: G5 Depot | Umsatzindikatoren. Für Anleger, die jetzt schnell fallende Kurse erwarten, ist das ein Problem, denn: Das Abwärtspotential und die Dynamik fallender Notierungen werden dadurch gemindert. Einfache Faustformel: Je mehr Marktteilnehmer ausgestiegen sind, desto mehr dürfte der Verkaufsdruck nachlassen. Eine mehrwöchige Seitwärtsbewegung auf ermäßigtem Niveau oder ein Erholungsversuch wären die Folgen. Eine Seitwärtsbewegung, z.B. unter 4300 Punkten, würde ich mit den bestehenden Short Positionen mitmachen und Wendepunkte für kurzfristige Spekulationen nutzen. Zeichnet sich jedoch eine Aufwärtsreaktion ab, werde ich - möglichst im Vorfeld - die Short Zertifikate verkaufen. Dabei gehe ich davon aus, daß die Indikatoren früh genug Hinweise liefern werden, um rechtzeitig das Depot darauf auszurichten, z.B. mit einem Verkauf der Short Zertifikate und zur Long-Spekulation. Aber das ist zur Zeit nicht erkennbar, so daß kein Handlungsbedarf besteht. 0:37 Uhr DAX 4336. Es besteht kein Handlungsbedarf. Die erwartete Abwärtsbewegung kommt jetzt erst in Gang. Eine Long-Position zur Gegenspekulation erscheint riskant, weil der DAX in einem Rutsch weiter fallen kann. Es gibt noch keine Hinweise auf eine Stabilisierung. Eine zusätzliche Short Spekulation werde ich für das Musterdepot nicht eröffnen, weil der Markt jetzt erst "auspendeln" muß. Wichtig war es, daß der DAX auf die Warnsignale der vergangenen Tage reagiert und das erwartete Abwärtspotential abarbeitet. Ob das Kursziel im Bereich 4170/4200 Punkten liegt oder sogar noch tiefer, werden die Indikatoren zeigen. Auf jeden Fall wäre es zu früh, schon auf dem derzeitigen Niveau mit einer Stabilisierung zu rechnen. Es gibt noch kein Kaufsignal, das den mittel- bis langfristigen Kauf von DAX Aktien rechtfertigen würde. 14.04.2005 23:05 Uhr Mit dem Tag heute gibt es eine erste Bestätigung, daß es richtig gewesen sein dürfte, das Depot aufzuräumen. Zusammen mit den üblichen Verdächtigen (Technologieaktien) gerieten auch die Rohstoffwerte unter Druck: Barrick Gold, Sherritt. Nachbörslich fielen Technologiewerte um knapp 0,9 Prozent, so daß für den DAX eine Minusvorgabe von 1,2 bis 1,8 Prozent heraus kommt (nach 17:30 Uhr Dow Jones - 0,8 Prozent, S + P 500 - 0,8 Prozent, Nasdaq100 - 1,0 Prozent). Danach dürfte der Index im Bereich 4330 - 4360 eröffnen. Bleiben die Optimisten bei ihrer guten Laune, könnte der DAX das Spiel der vergangenen Tage wiederholen und seine erstaunliche Outperformance ausbauen. Allerdings kann ich mir nach einem solchen Tag nicht mehr vorstellen, daß die Marktteilnehmer immer noch sorglos investieren werden. Aber die Einsicht, daß sich die Analysten geirrt haben könnten, muß nicht schon in diesen Tagen kommen. 2000, vor dem Platzen der Spekulationsblase, brauchten die Marktteilnehmer fünf Monate, um zu realisieren, daß die Party vorbei ist. Interessantes Detail: die Talfahrt begann damals so ähnlich wie in diesen Tagen. Der Nasdaq100 stürzte im April 2000 um 1000 Punkte ab, während der DAX nur 300 Punkte verlor. Auch damals lebten DAX Hän7dler vorübergehend auf der "Insel der Sorglosigkeit", bis sie realisierten, daß es abwärts ging. DAX Ausblick: Der seit März bestehende Aufwärtstrend wird nun voraussichtlich gebrochen, so daß die erwartete Abwärtstrend-Indikatormechanik entstehen kann. Dabei werden obere Wendepunkte durch positive Divergenzen der A/D-Linie angezeigt, die dann zur Short Spekulation einladen. Handlungsbedarf gibt es zunächst nicht. Sollte es eine technische Reaktion in Richtung 4370/4380 geben, wird der Kauf eines DAX Short Zertifikats geprüft. Um die Outperformance abzubauen, müßte der DAX auf 4170 Punkte fallen. 16:29 Uhr DAX 4406. Das hohe Volumen und das anhaltend schwache G5 Depot sind reizvoll, jetzt die Short Position auszubauen. Was zur Zeit mit dem DAX geschieht, grenzt das Bauen der Luftschlösser vom Frühjahr 2000. Auch damals schien sich der deutsche Aktienmarkt von den US Börsen abgekoppelt zu haben - und wurde letztendlich doch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Eine solche Entwicklung darf diesmal auch erwartet werden. Sobald die A/D-Linie nach oben übertreibt, eine positive Divergenz entsteht, werde ich das Musterdepot mit einer weiteren Short Position ausbauen. Bis dahin hat der DAX 1. entweder den Kursrutsch unter 4350 hinter sich und klettert gerade etwas oder 2. es gelingt ihm doch noch, die Stops bei 4425 Punkten abzuholen (Tageshoch bisher: 4422,88). 15:31 Uhr DAX 4409. Bei 4425 Punkten warten einige Stops darauf, abgeholt zu werden. Bis in den Bereich könnte der DAX noch klettern, um anschließend nach unten zu drehen. Es gibt weiterhin noch keine neuen Intraday-Verkaufsignale, bei denen ich eine weitere Short Position eröffnen würde. Es besteht zwar unverändert die Chance für den Irrtum der Optimisten (Bericht von 11:16 Uhr, s.u.). Danach kann der DAX praktisch jederzeit ohne Vorwarnung nach unten drehen. Aber für den Ausbau der Short Spekulation erwarte ich ein klareres Signal der kurzfristigen Indikatoren, z.B. Anstieg des LS Indikators und der A/D-Linie für Umschichtungen in Richtung der Index Leichtgewichte. Deshalb: Vorerst besteht kein Handlungsbedarf. 11:16 Uhr DAX 4396. Die erwartete Gegenbewegung nach oben fand statt, wobei das kurzfristige Aufwärtspotential noch nicht ausgeschöpft ist. Sie sehen das anhand der A/D-Linie: Nachdem der Indikator stärker als der DAX gefallen war, erholte sich der Markt. Die zugrundeliegende Indikatormechanik: Die Marktteilnehmer trennten sich Querbeet von zahlreichen Aktien und konzentrierten sich auf große DAX Werte, was den Markt nach ängstlicher Stimmung nach oben zog. Daran änderte sich auch nach dem Anstieg nichts: Weil die A/D-Linie dem Gesamtmarkt hinterher hinkt, bleibt das kurzfristige Aufwärtspotential erhalten. Mögliches Szenario: Die DAX Anleger rechnen mit einer Stabilisierung und Aufwärtsbewegung in New York. Tatsächlich könnten US Aktien heute im Rahmen einer technischen Gegenreaktion zulegen und den Versuch einer Bodenbildung starten. Weil darauf Marktteilnehmer setzen, konzentrieren sie sich auf Werte, die von einem Aufschwung profitieren: Index-Schwergewichte. Ein ähnliches Phänomen gab es im Februar: Der DAX stieg mit geringer Marktbreite, die A/D-Linie blieb schwach. Trotzdem scheiterte der DAX an der 4400 Punkte Marke. Die Optimisten gingen irrtümlich von steigenden Notierungen aus und wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Gäbe es die Warnsignale der anderen Indikatoren nicht, würde ich jetzt auch eine LONG Spekulation wagen, denn ein Kursanstieg mit niedriger Marktbreite stützt regelmäßig den Aufwärtstrend. Aber es ist gut möglich, daß hier wie im Februar ein Irrtum der Optimisten vorliegt und der DAX erneut scheitert. Dann würde die Erholung in New York verhungern und neue Tiefs auch DAX Anleger zum Nachdenken anregen. Die vorweggenommende Rallye würde sich in Luft auflösen und den DAX unter 4370/4380 Punkte drücken. 08:15 Uhr Die New Yorker Vorgabe seit gestern, 17:30 Uhr: Dow Jones - 0,8 Prozent, S + P 500 - 0,7 Prozent, Nasdaq100 - 1 Prozent. Mit der Vorgabe dürfte der DAX rund 30 Punkte niedriger im Bereich 4375 Punkten eröffnen - und der Mitte März gestarteten Aufwärtstrend-Geraden nahe kommen. Wird sie unterschritten, dürften einige Marktteilnehmer die Reißleine ziehen. Allerdings befürchte ich, daß der Durchmarsch nach unten nicht so schnell stattfindet. Denn die A/D-Linie dürfte bei einem solchen Minus kräftig fallen und weiteres kurzfristiges Abwärtspotential verhindern. Deshalb rechne ich nach der Eröffnung mit einer Erholung und anschließend erst mit einem Test der 4370/4350 Punkte-Unterstützung. Insgesamt stellt sich die Frage, wann die Optimisten entnervt aufgeben. Zum wiederholten Mal setzten sie am Nachmittag auf steigende Kurse und wurde von der New Yorker Entwicklung enttäuscht. Sie zogen jedoch nie die Konsequenzen daraus, sondern blieben weiterhin im DAX engagiert. Dadurch wurde die Outperformance des deutschen Börsenbarometers ausgebaut. Vermutlich gehen die Optimisten davon aus, daß der DAX den US Märkten nach oben voraus laufen kann. In den vergangenen drei Monaten funktionierte das prächtig. Aber im langfristigen Vergleich stellt das ein massives Warnsignal dar, bei dem die Marktteilnehmer in Deutschland am mutmaßlichen Ende des Aufwärtstrends nach oben übertreiben. Es bleibt aussichtsreich, die Spekulation auf fallende Notierungen fortzuführen und an potentiellen oberen Wendepunkten bei neuen Verkaufsignalen Short zu gehen. 13.04.2005 18:15 Uhr Neues Tief des G5 Depots zum Börsenschluß - ein neues Verkaufsignal! Außerdem kletterte der DAX heute wie gestern um 23:32 Uhr beschrieben mit deutlich höheren Umsätzen, als während der Abwärtsbewegung - ebenfalls ein Verkaufsignal. Mit diesen Indikatoren könnte der Markt sofort den Rückwärtsgang einlegen. Der feste Kontraindikator Microsoft geht ebenfalls in diese Richtung. Sollte es heute Abend in New York nicht abwärts gehen: Morgen rechne ich mit neuen Intraday-Verkaufsignalen für den Ausbau der Short Position. Nächster Bericht: Morgen, 14.04., gegen 08:40 Uhr. 16:20 Uhr Die Macht des Kapitals; dazu ein paar Überlegungen. Was immer den Parteichef bewogen haben mag, eine solche Meinung zu vertreten: Er könnte es wohlbedacht zu einem für ihn richtigen Zeitpunkt gesagt haben. Im Augenblick dürfte er dadurch nur wenig neue Freunde gewinnen, denn er kritisiert an falscher Stelle. Aber sollte das Moving Markets Szenario von bevorstehend fallenden Notierungen aufgehen, sollte es sogar kräftige Turbulenzen an den Märkten geben, kann er wieder mit dem Finger auf "das Kapital" zeigen. Das wird in den nächsten Tagen/Wochen zu beobachten sein: Möglicherweise verfügt Müntefering über Insiderinformationen, daß sich an den Märkten etwas zusammenbraut. Aber vielleicht ist seine Meinung auch einfach nur eine hilflose Reaktion auf den zu bewältigenden Problemberg, um den schwarzen Peter an Andere weiterzugeben. Zu den Indikatoren: Herausragende neue Signale gibt es weder von US Indikatoren noch von den DAX Indikatoren. Zur Zeit findet eine technische Reaktion statt, bei der noch nicht klar neues Abwärtspotential angezeigt wird - neues Aufwärtspotential allerdings auch nicht. So besteht die Möglichkeit, daß die Märkte vorerst seitwärts tendieren und auf den nächsten Impuls warten. Klar ist, daß eine neue Short Position insbesondere mit einer positiven Divergenz der DAX A/D-Linie aussichtsreich wird. Das könnte z.B. morgen zur Eröffnung der Fall sein, wenn der DAX bis Börsenschluß kaum verändert bleibt und morgen den Bereich 4410/4415 testet. 12:52 Uhr DAX 4398. Die A/D-Linie schwächelt. Damit könnte der DAX am Nachmittag noch einmal zulegen. Aber die Long-Spekulation scheidet aus, denn der heißgelaufene Markt könnte schnell wieder nach unten drehen. Die Umschichtungen in Richtung der Schwergewichte (fallender LS Indikator, gedrückte A/D-Linie), die jetzt zu sehen sind, sind Transaktionen von Optimisten, die von der US Rallye inspiriert wurden. Sollte es wirklich einen Ausstieg der Insider in den vergangenen Monaten gegeben haben, dürften sie die höheren Kurse nutzen, um Short Positionen aufzubauen, bzw. auszusteigen. 10:38 Uhr DAX 4396. Der DAX kann heute mit 4404 Punkten sein letztes Zwischenhoch erreicht haben. Der Anstieg der A/D-Linie würde das Top erlauben. Deshalb ist es gut denkbar, daß der Markt im Tagesverlauf abbröckelt und sich die Aufwärtsbewegung als Bärenmarktrallye darstellt. Für das Musterdepot wurden keine neuen Short Zertifikate geordert, weil es durch den Verkauf der Aktienpositionen und den beiden DAX Short Zertifikaten bereits auf fallende Kurse eingestellt ist. Für den Kauf einer weiteren Short Position ist es erforderlich, daß entweder eine intakte Abwärtstrend-Marktmechanik vorliegt (ist noch nicht der Fall) oder eine stärkere Übertreibung nach oben stattfindet, z.B. auf 4415/4420, mit noch deutlicheren Verkaufsignalen. Für den intakten Abwärtstrend und mehr Abwärtspotential sollte der Markt mit niedrigen Umsätzen und geringer Marktbreite fallen. Die Marktteilnehmer ziehen sich dann überwiegend aus den großen Blue Chips zurück, was regelmäßig zu Beginn eines neuen Abwärtstrends stattfindet. Anhaltende Verkaufsignale sind: positive Divergenzen bei A/D-Linie und DAX KGV und Anleihe/Aktien-Ratio, schwacher MMC, schwaches G5 Depot. 12.04.2005 23:32 Uhr Den US Anstieg werte ich als Bärenmarktrallye: hohe Umsätze, stark steigender Kontraindikator Microsoft - zumal die Begründung für den Anstieg, kein beschleunigter Anstieg der Leitzinsen, nicht überzeugt. Der DAX dürfte morgen mit der Vorgabe die 4400 Punkte-Hürde überspringen und dadurch die Voraussetzungen für einen Ausbau der Short-Position schaffen. Voraussichtlich wird die A/D-Linie um 30 Punkte klettern und den Indikator auf ein neues Hoch heben - ein neues Verkaufsignal. Allerdings werde ich nicht sofort in der Eröffnung die Short Position eingehen. Erst im Tagesverlauf wird sich zeigen, ob das Verkaufsignal der A/D-Linie von anderen Indikatoren gestützt wird, z.B. schwaches G5 Depot, stärker als der DAX steigendes DAX KGV und Anleihe/Aktien-Ratio. Hält der DAX das hohe Niveau bis Börsenschluß und sind die Umsätze hoch, dürfte der Indikator Aktienvolumen kräftig steigen und dadurch ebenfalls ein neues Warnsignal liefern. Das wird aber erst im Tagesverlauf, ab ca. 16:30 Uhr/17:00 Uhr erkennbar sein. Deshalb: Eine neue Short Position wird es nur dann vorher im Tagesverlauf geben, wenn die Intraday-Indikatoren deutliche, klar erkennbare Warnsignale liefern. Der obere Wendepunkt ist zum Greifen nah. 19:30 Uhr DAX 4372. Wichtig für Short Seller waren heute die niedrigen Umsätze der Aktienhändler. Sie signalisieren, daß die Abgabeneigung der Optimisten gering ist - erkennbar anhand der Indikatoren "Aktienvolumen" und "DAX Aktien Umsatz". Positiv für das Szenario von bevorstehend fallenden Notierungen ist es, weil für eine Talfahrt viele Optimisten gebraucht werden. Ihr Irrtum und Verkauf von Aktien ist es, was den Abwärtstrend erhält. Je niedriger die Umsätze mit fallenden Notierungen bleiben, desto mehr Anleger sind engagiert und desto länger dürfte die Abwärtsbewegung anhalten. 16:27 Uhr Analysechart: DAX als Outperformer 14:02 Uhr DAX 4393. Das schwache G5 Depot würde den Rückgang ebenfalls stützen. 13:50 Uhr DAX 4392, zwischenzeitlich 4386. Das ist doch jetzt mal eine interessante Entwicklung: Trotz des "Kaufsignals" der A/D-Linie zur Eröffnung kletterte der DAX kaum. Statt dessen prallte er von der 4.400 Punkte-Marke ab und legte anschließend den Rückwärtsgang ein. Weil sich die A/D-Linie jedoch mit dem DAX Rückschlag auf höherem Niveau behauptete, entstand auf indirektem Weg eine positive Divergenz. Das ist zwar kein neues Short-Signal, wie ich es mir für einen oberen Wendepunkt idealerweise vorstelle. Aber das ist in dem Fall zweitrangig. Spannender war es, was der DAX aus der Situation machte. Er fiel trotz des Kaufsignals. So kann auch eine Top Bildung ablaufen: Weil sich die Marktteilnehmer monatelang auf eine Talfahrt vorbereiteten, sind herausragende neue Shortsignale beim letzten oberen Umkehrpunkt nicht mehr nötig. Der DAX kann fallen, obwohl nach oberflächlichen Maßstäben ein Kaufsignal vorliegt. Schließlich ist ein DAX KGV von 11,7 nach herkömmlichen Maßstäben auch ein Kaufsignal, dem offenbar zur Zeit niemand folgen möchte - ansonsten wäre der DAX schon bei 4.600/4.700 Punkten gelandet. Nun bleibt es abzuwarten, ob der DAX den Rückwärtsgang einlegt (= Top-Bildung unterhalb des Widerstands von 4400 Punkten ohne neues Verkaufsignal) oder doch noch einmal steigt, um oberhalb von 4400 Punkte das Top mit Verkaufsignal einzuleiten. 10:12 Uhr DAX 4396. Aufgrund der DAX Indikatoren stellt sich die Situation uneinheitlich dar, so daß weder eine markante Aufwärts- noch Abwärtsbewegung zu erwarten ist. Mit der Eröffnung einer weiteren Short Position wird deshalb gewartet. Hintergrund für die Entscheidung ist die Intraday schwache A/D-Linie, die auf steigende Kurse hinweist und das fallende G5 Depot, das für fallende Notierungen spricht. Weil der DAX in den vergangenen Tagen auf jede kleine Schwäche der A/D-Linie mit einem kurzen Anstieg reagierte, kann in der aktuellen Situation mit einem Test von 4410/4415 gerechnet werden. Auf dem erhöhten Niveau wird erneut der Ausbau der Short Position geprüft. Auf Tagesbasis bleibt die Situation eindeutig: Der Anstieg der A/D-Linie ist ein zentraler Baustein für die erwartete Top Bildung des Marktes. 10.02 Uhr Dank eines aufmerksamen Lesers möchte ich auf einen Fehler im Musterdepot hinweisen: Die vom 01.04. bis 04.04. gehaltene Short Position taucht in der Statistik nicht auf. Tatsächlich hatte ich den Verkauf noch nicht nachgetragen. Das ist jetzt teilweise geschehen: Die freien Barmittel erhöhten sich um 127,50 Euro. Der Verkauf des Short Zertifikats wird mit der nächsten Aktualisierung im Depotwert einbezogen. |